Dutch Company v. Swiss Authorities (Real Estate Acquisition Permit Exemption)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA Dutch company sought permission to acquire a plot of land in Oberried am Brienzersee, Switzerland, to construct a personnel housing facility for its resort employees without needing approval under Swiss Federal Law concerning the acquisition of real estate by persons abroad. On July 7, 2020, the Deputy Governor of Interlaken-Oberhasli denied their request, requiring that the company obtain approval. The company appealed, but the Bern Administrative Court upheld the decision on September 27, 2021. Subsequently, the company lodged a public law appeal with the Swiss Federal Tribunal on October 29, 2021, seeking to overturn the Bern court's ruling. However, the company later withdrew this appeal, leading the Tribunal to formally dismiss the case and impose court costs on the company.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 32 Abs. 2 BGG, Art. 5 Abs. 2 BZP, Art. 71 BGG, Art. 66 Abs. 3 BGG, Art. 68 Abs. 3 BGG; Dutch Company v. Swiss Authorities (Real Estate Acquisition Permit Exemption): On July 7, 2020, the Deputy Governor of Interlaken-Oberhasli denied their request, requiring that the company obtain approval. The company appealed, but the Bern Administrative Court upheld the decision on September 27, 2021. Subsequently, the company lodged a public law appeal with the Swiss Federal Tribunal on October 29, 2021, seeking to overturn the Bern court's ruling. However, the company later withdrew this appeal, leading the Tribunal to formally dismiss the case and impose court costs on the company.
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KI-generiertThis article is cited as the basis for the presiding judge's decision regarding the striking off of the proceedings due to withdrawal.
The applicant is ordered to bear the court costs because they caused the case to become moot by withdrawing the appeal.
This article is cited to state that no party compensation is awarded following the withdrawal.
This article is cited in conjunction with Art. 5 Abs. 2 BZP as the basis for deciding on court costs and party compensation.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
2C_857/2021
Verfügung vom 20. April 2022
II. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Aubry Girardin, Präsidentin,
Gerichtsschreiberin Ivanov.
Verfahrensbeteiligte
Firma A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch André Kuhn und Stephanie Eggimann, Rechtsanwälte,
gegen
1. Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli, Schloss 1, 3800 Interlaken,
2. Gemischte Gemeinde Oberried, Hauptstrasse 21, 3854 Oberried am Brienzersee,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 27. September 2021 (100.2020.315U).
Erwägungen:
1.
1.1. Die Firma A.________ ist eine niederländische Gesellschaft mit Sitz in U.________. Sie baut in der Gemischten Gemeinde Oberried am Brienzersee zusammen mit der B.________ AG Oberried eine Ferienanlage mit 155 Wohnungen, die hotelmässig bewirtschaftet werden sollen. Für die Mitarbeitenden des Resorts will die Firma A.________ in dessen Nähe ein Personalhaus mit rund 60 Wohneinheiten bauen. Mit Gesuch vom 22. Mai 2020 beantragte sie beim Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli, es sei festzustellen, dass sie hierfür das Grundstück Nr. xxx ohne Bewilligung nach dem Bundesgesetz vom 16. Dezember 1983 über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (BewG; SR 211.412.41) erwerben dürfe. Der stellvertretende Regierungsstatthalter von Interlaken-Oberhasli wies das Gesuch am 7. Juli 2020 ab und stellte die Bewilligungspflicht des Grundstückerwerbs fest. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, mit Urteil vom 27. September 2021 ab.
1.2. Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 29. Oktober 2021 beantragte die Firma A.________ vor Bundesgericht unter anderem, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 27. September 2021 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin das Grundstück Nr. xxx ohne Bewilligung nach dem BewG erwerben könne.
Mit Eingabe vom 19. April 2022 teilte die Firma A.________ dem Bundesgericht mit, dass sie die mit Datum vom 29. Oktober 2021 eingereichte Beschwerde zurückziehe.
2. Gemäss Art. 32 Abs. 2 BGG entscheidet die Instruktionsrichterin (hier die Abteilungspräsidentin) als Einzelrichterin über die Abschreibung von Verfahren infolge Rückzugs. Sie befindet dabei auch über die Gerichtskosten und Parteientschädigungen ( Art. 5 Abs. 2 BZP [SR 273] in Verbindung mit Art. 71 BGG ). Die Beschwerdeführerin hat ihre Eingabe vorbehaltlos zurückgezogen.
Folglich wird vom Rückzug der Beschwerde Vormerk genommen und das Verfahren abgeschrieben. Durch den Rückzug der Beschwerde hat die Beschwerdeführerin das Dahinfallen des Verfahrens verursacht, sodass sie für die bisher entstandenen bundesgerichtlichen Kosten aufkommen muss ( Art. 66 Abs. 3 BGG ). Parteientschädigungen werden nicht zugesprochen (vgl. Art. 68 Abs. 3 BGG ).
Demnach verfügt die Präsidentin:
1. Das Verfahren wird infolge Rückzugs der Beschwerde abgeschrieben.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3. Diese Verfügung wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Justiz BJ mitgeteilt.
Lausanne, 20. April 2022
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: F. Aubry Girardin
Die Gerichtsschreiberin: D. Ivanov