North Macedonian Father's Appeal for Adult Children's Family Reunification Denied
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA North Macedonian national, born in 1959, married a Swiss citizen in March 2013, who subsequently applied for the family reunification of her husband and his five children. The husband entered Switzerland in February 2015 with a residence permit, but the application for the children's reunification was initially withdrawn and later renewed in 2014 and 2015. The Canton of Aargau's Office for Migration and Integration denied the children's applications in July 2017, maintaining the decision in January 2019. The Aargau administrative court partially overturned this decision in September 2020 by allowing two of the younger children to join. The applicant then appealed to the Swiss Federal Tribunal in October 2020, seeking to extend the reunification to the two older children, but acknowledged they lacked a legal entitlement under Swiss or international law for family reunification. The appeal was based on the right to family life, yet was challenged as the daughters were already 24 and 23 years old, respectively, and no specific dependency was substantiated to qualify for reunification under relevant legal provisions.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 83 lit. c Ziff. 2 BGG, Art. 44 AIG, Art. 8 EMRK, Art. 13 Abs. 1 BV, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 116 BGG; North Macedonian Father's Appeal for Adult Children's Family Reunification Denied: The husband entered Switzerland in February 2015 with a residence permit, but the application for the children's reunification was initially withdrawn and later renewed in 2014 and 2015. The Canton of Aargau's Office for Migration and Integration denied the children's applications in July 2017, maintaining the decision in January 2019. The Aargau administrative court partially overturned this decision in September 2020 by allowing two of the younger children to join. The applicant then appealed to the Swiss Federal Tribunal in October 2020, seeking to extend the reunification to the two older children, but acknowledged they lacked a legal entitlement under Swiss or international law for family reunification. The appeal was based on the right to family life, yet was challenged as the daughters were already 24 and 23 years old, respectively, and no specific dependency was substantiated to qualify for reunification under relevant legal provisions.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe appeal was dismissed summarily because it was not admissible based on procedural grounds.
The appellant was ordered to bear the court costs.
Cited in the reasoning to establish that the appeal was inadmissible because no right to the permit was legally established.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (3)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
2C_832/2020
Urteil vom 13. Oktober 2020
II. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Seiler, Präsident,
Gerichtsschreiber Businger.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Fürsprecher Dr. Urs Oswald,
gegen
Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau, Rechtsdienst,
Gegenstand
Familiennachzug,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 2. Kammer, vom 2. September 2020 (WBE.2019.83).
Erwägungen:
1.
1.1. A.________ (geb. 1959) ist Staatsangehöriger von Nordmazedonien. Er heiratete am 25. März 2013 eine Schweizerin, worauf diese am 23. Mai 2013 seinen Familiennachzug sowie den Nachzug seiner fünf Kinder beantragte. Während er am 9. Februar 2015 in die Schweiz einreiste und eine Aufenthaltsbewilligung erhielt, wurde das Gesuch hinsichtlich der Kinder zunächst zurückgezogen und mit Gesuchen vom 11. April 2014 bzw. 13. Mai 2015 in Bezug auf A.B.________ (geb. 1996), A.C.________ (geb. 1997), A.D.________ (geb. 2002) und A.E.________ (geb. 2007) erneuert. Das Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau wies die Gesuche am 19. Juli 2017 ab und hielt daran mit Einspracheentscheid vom 28. Januar 2019 fest. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau am 2. September 2020 teilweise gut, indem es den Nachzug von A.D.________ und A.E.________ bewilligte.
1.2. Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 5. Oktober 2020 beantragt A.________ dem Bundesgericht, der Nachzug von A.B.________ und A.C.________ sei ebenfalls zu bewilligen. Das Bundesgericht hat keine Instruktionsmassnahmen verfügt.
2. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist unzulässig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausländerrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt ( Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ). Der Beschwerdeführer verfügt über eine Aufenthaltsbewilligung, weshalb sich der Nachzug seiner Kinder nach Art. 44 AIG (SR 142.20) beurteilt und insofern kein Rechtsanspruch auf Familiennachzug besteht. Dies wird vom Beschwerdeführer anerkannt (vgl. S. 4 der Beschwerde). Er leitet einen Nachzugsanspruch aus dem Schutz des Familienlebens nach Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV ab. Er übersieht dabei, dass - vorbehältlich eines besonderen Abhängigkeitsverhältnisses - nur die Beziehung zu minderjährigen Kindern in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV fällt und nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung das Alter des Kindes im Zeitpunkt massgebend ist, in dem über den mutmasslichen Nachzugsanspruch entschieden wird ( BGE 145 I 227 E. 3.1 S. 231; Urteil 2C_339/2019 vom 14. November 2019 E. 3.3). Im vorliegenden Fall waren die Töchter bei Erhebung der Beschwerde an das Bundesgericht bereits über 24 Jahre bzw. fast 23 Jahre alt. Insoweit kann sich der Beschwerdeführer nur auf den Schutz des Familienlebens berufen, wenn ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis bestehen würde. Dies wird in der Beschwerde indessen nicht substanziiert dargelegt. Namentlich liegt ein solches nicht bereits deshalb vor, weil die gefühlsmässigen Bindungen zwischen den Geschwistern als besonders gross bezeichnet werden (vgl. S. 7 der Beschwerde). Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist deshalb nicht zulässig; darauf ist im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten ( Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG ).
3. Anzufügen ist, dass die Beschwerde auch nicht als subsidiäre Verfassungsbeschwerde entgegengenommen werden kann, weil der Beschwerdeführer - mit Ausnahme des nicht tangierten Anspruchs auf Achtung des Familienlebens - keine Verfassungsrügen erhebt ( Art. 116 BGG ).
4. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 2. Kammer, und dem Staatssekretariat für Migration schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 13. Oktober 2020
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Seiler
Der Gerichtsschreiber: Businger