Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2C_649/2019 KI-generiert

Appeal Dismissed for Procedural Defects; Representative Liable for Costs

Geschäftsnummer 2C_649/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, an individual, represented by her son, filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal against a decision by the Administrative Court of the Canton of Aargau, regarding cantonal and municipal taxes for the year 2015. The complaint was not initially accepted due to missing elements—specifically the signature, authorization, and a complete copy of the contested decision. The court granted an extension to rectify these issues, but the representative only submitted a signed complaint and the authorization, failing to provide a full copy of the decision after being reminded. Consequently, the court decided not to engage with the complaint, citing procedural deficiencies, and imposed the legal costs on the representative due to neglecting basic procedural requirements.

Legislator-Regeste

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Art. 42 BGG, Art. 42 Abs. 3 BGG, Art. 42 Abs. 5 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 65 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Appeal Dismissed for Procedural Defects; Representative Liable for Costs: The complaint was not initially accepted due to missing elements—specifically the signature, authorization, and a complete copy of the contested decision. The court granted an extension to rectify these issues, but the representative only submitted a signed complaint and the authorization, failing to provide a full copy of the decision after being reminded. Consequently, the court decided not to engage with the complaint, citing procedural deficiencies, and imposed the legal costs on the representative due to neglecting basic procedural requirements.

Schlagwörter

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Kantons- und Gemeindesteuern des Kantons Aargau, Steuerperiode 2015 Verfahrenskosten Gemeindesteuern Steuerjustizverfahren Entschädigung für Justizirrtümer Beschwerdelegitimation schwerer Mangel des Verfahrens im Ausland

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

This article was used in the dispositive to rule on the non-admission (non-entrée en matière) of the appeal due to failure to remedy formal deficiencies.

Art. 66 Abs. 1 BGG

This article forms the basis for imposing court costs on the losing party, although in this case, the costs were specifically imposed on the representative.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

2C_649/2019

Urteil vom 4. Oktober 2019

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Seiler, Präsident,

Gerichtsschreiber Businger.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Herrn B.________,

gegen

Gemeinderat Buchs,

Kantonales Steueramt Aargau.

Gegenstand

Kantons- und Gemeindesteuern des Kantons Aargau, Steuerperiode 2015,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 2. Kammer, vom 20. Juni 2019 (WBE.2019.35).

Erwägungen:

1.

1.1. Mit Eingabe vom 3. Juli 2019 erhob B.________ als Vertreter seiner Mutter A.________ Beschwerde beim Bundesgericht gegen den Nichteintretensentscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 20. Juni 2019 betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2015. Weil die Unterschrift und die Vollmacht fehlten und der angefochtene Entscheid nicht vollständig eingereicht worden war, setzte ihm das Bundesgericht am 11. Juli 2019 eine Frist bis 27. August 2019 zur Behebung dieser Mängel an. Am 27. August 2019 reichte B.________ lediglich eine unterschriebene Beschwerde sowie die Vollmacht nach. Deshalb wurde er mit Verfügung vom 2. September 2019 nochmals darauf hingewiesen, dass er den angefochtenen Entscheid nur unvollständig eingereicht habe, und ihm eine Nachfrist bis 12. September 2019 zur Behebung des Mangels angesetzt unter der Androhung, dass seine Rechtsschrift sonst unbeachtet bleibe. Auf diese Verfügung hat B.________ nicht reagiert.

1.2. Die Anforderungen an Rechtsschriften im Verfahren vor Bundesgericht sind in Art. 42 BGG geregelt. Richtet sich die Rechtsschrift gegen einen Entscheid, so ist dieser nach Art. 42 Abs. 3 BGG beizulegen. Fehlt der angefochtene Entscheid oder ist dieser unvollständig, so wird eine angemessene Frist zur Behebung des Mangels angesetzt mit der Androhung, dass die Rechtsschrift sonst unbeachtet bleibt ( Art. 42 Abs. 5 BGG ). Im vorliegenden Fall hat der Vertreter lediglich die ungeraden Seiten des angefochtenen Entscheids eingereicht. Er ist zwei Mal aufgefordert worden, diesen Mangel zu beheben. Nachdem er dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist, hat seine Rechtsschrift androhungsgemäss unbeachtet zu bleiben und ist auf die Beschwerde nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten.

2. Die Gerichtskosten ( Art. 65 BGG ) werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Unnötige Kosten hat zu bezahlen, wer sie verursacht ( Art. 66 Abs. 3 BGG ). Nach der Rechtsprechung sind die Kosten ausnahmsweise nicht der unterliegenden Partei, sondern deren Rechtsvertreter aufzuerlegen, wenn dieser bei der Erhebung des Rechtsmittels die elementarsten Sorgfaltspflichten nicht beachtet hat (Urteil 2C_822/2017 vom 27. September 2017 E. 3). Diese Voraussetzung ist im vorliegenden Fall erfüllt. Die Gerichtskosten sind deshalb dem Vertreter aufzuerlegen.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden B.________ auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 2. Kammer, und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Oktober 2019

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Seiler

Der Gerichtsschreiber: Businger