Federal Supreme Court Dismisses Asylum Appeal Due to Late Submission of Challenged Decision, Imposing Fees on Counsel
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn this case, an individual, previously rejected for asylum, filed a complaint against a decision made by the cantonal court regarding the extension of their detention for expulsion. The complaint was submitted to the federal court after the cantonal authority requested a two-month extension of the detention, which was approved by the cantonal court. A deadline was set for the complainant's representative to submit the necessary decision for review, but this requirement was not met within the specified timeframe, leading to the dismissal of the complaint by the federal court. Subsequently, the court imposed costs on the representative due to their failure to comply with procedural requirements.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 3 BGG, Art. 42 Abs. 5 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 65 BGG, Art. 66 Abs. 3 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Asylum Appeal Due to Late Submission of Challenged Decision, Imposing Fees on Counsel: The complaint was submitted to the federal court after the cantonal authority requested a two-month extension of the detention, which was approved by the cantonal court. A deadline was set for the complainant's representative to submit the necessary decision for review, but this requirement was not met within the specified timeframe, leading to the dismissal of the complaint by the federal court. Subsequently, the court imposed costs on the representative due to their failure to comply with procedural requirements.
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe appeal was not processed under the simplified procedure because the required document (the decision under appeal) was not submitted.
Cited in the reasoning regarding the deadline set to remedy the defect of missing required attachments.
Cited in the reasoning regarding the obligation to attach the decision being appealed.
Cited (via Art. 66 Abs. 1 BGG) as the basis for determining the court fee amount.
Used as the basis for ordering the party causing unnecessary costs to pay them.
Used to order the legal representative to pay the costs because they unnecessarily caused the non-processing decision.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (1)
Volltext
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
2C_605/2007 /zga
Urteil vom 5. November 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.
Parteien
X.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Planète réfugiée, Bureau de conseils juridiques pour réfugiés, à l'att. de Monsieur A.________,
gegen
Kantonales Amt für Ausländerfragen Zug (KAFA),
Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Haftrichter.
Gegenstand
Verlängerung der Ausschaffungshaft,
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug, Haftrichter, vom 23. September 2007.
Der Präsident zieht in Erwägung:
1. Am 5. Oktober 2007 liess X.________, geboren 1976, abgewiesener Asylbewerber, beim Bundesgericht durch einen Rechtsberater eine als "Recours de droit administratif" bezeichnete Beschwerde gegen einen dem Vertreter am 7. September 2007 (sic!) zugegangenen Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 23. September 2007 betreffend Verlängerung der Ausschaffungshaft einreichen. In der als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ( Art. 82 ff. BGG ) entgegengenommenen Beschwerdeschrift wird ausgeführt, dass das Kantonale Amt für Ausländerfragen des Kantons Zug am 20. August 2007 zum zweiten Mal eine Verlängerung der Ausschaffungshaft des Beschwerdeführers um zwei Monate beantragt und das Verwaltungsgericht des Kantons Zug die Haft(verlängerung) am 23. August 2007 bestätigt habe. Mit Schreiben vom 10. Oktober 2007 wurde der Vertreter des Beschwerdeführers eingeladen, spätestens bis zum 22. Oktober 2007 den angefochtenen Entscheid einzureichen; das Schreiben, das vom Adressaten am 12. Oktober 2007 in Empfang genommen wurde, enthielt den Hinweis, dass das Bundesgericht im Unterlassungsfall auf die Beschwerde nicht eintreten würde.
Gemäss Art. 42 Abs. 3 BGG sind Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, der Rechtsschrift beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; richtet sich die Rechtsschrift gegen einen Entscheid, ist auch dieser beizulegen. Fehlen die vorgeschriebenen Beilagen, so wird eine angemessene Frist zur Behebung des Mangels angesetzt mit der Androhung, dass die Rechtsschrift sonst unbeachtet bleibt ( Art. 42 Abs. 5 BGG ). Da vorliegend der mit der Androhung des Nichteintretens versehenen Auflage, das angefochtene Urteil einzureichen, innert Frist nicht Folge geleistet worden ist, ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren ( Art. 108 BGG ) nicht einzutreten.
Gemäss Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG werden die Gerichtskosten ( Art. 65 BGG ) in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt, wobei unnötige Kosten zu bezahlen hat, wer sie verursacht ( Art. 66 Abs. 3 BGG ). Der Vertreter des Beschwerdeführers hat eine Beschwerde gegen einen sich offenkundig in seinen Händen befindlichen Entscheid erhoben. Trotz Androhung von Säumnisfolgen hat er es unterlassen, innert Frist der Aufforderung zur Einreichung dieses Entscheids nachzukommen, ohne um Fristerstreckung zu ersuchen, einen Hinderungsgrund zu nennen oder sonstwie zu reagieren. Ausschliesslich durch dieses für eine als Rechtsberater auftretende Person nicht nachvollziehbare Verhalten ist ein Nichteintretensentscheid herbeigeführt und sind die damit verbundenen Kosten unnötig verursacht worden, weshalb sie dem Vertreter des Beschwerdeführers aufzuerlegen sind.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird A.________, Planète réfugiée, Bureau de Conseils juridiques pour réfugiés, auferlegt.
3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Kantonalen Amt für Ausländerfragen Zug (KAFA) und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Haftrichter, sowie dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 5. November 2007
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: