Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2C_594/2011 KI-generiert

Moroccan National's Appeal Against Residence Refusal Dismissed by Federal Supreme Court

Geschäftsnummer 2C_594/2011
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual from Morocco who married a Swiss citizen, receiving a residence permit in Switzerland. Following their separation and subsequent divorce, authorities determined that her right to stay had lapsed, though they acknowledged her integration. An official request to extend her residence permit was denied by the Federal Office for Migration, a decision upheld by the Federal Administrative Court. The individual appealed this ruling, seeking to have it overturned or reconsidered, but the court ultimately found the appeal inadmissible due to the lack of a legal entitlement for an extension of her residence permit and other procedural reasons.

Legislator-Regeste

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Art. 108 BGG, Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG, Art. 42 BGG, Art. 9 BV, Art. 83 Ziff. 5 BGG, Art. 13 lit. f BVO; Moroccan National's Appeal Against Residence Refusal Dismissed by Federal Supreme Court: Following their separation and subsequent divorce, authorities determined that her right to stay had lapsed, though they acknowledged her integration. An official request to extend her residence permit was denied by the Federal Office for Migration, a decision upheld by the Federal Administrative Court. The individual appealed this ruling, seeking to have it overturned or reconsidered, but the court ultimately found the appeal inadmissible due to the lack of a legal entitlement for an extension of her residence permit and other procedural reasons.

Schlagwörter

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Zustimmung zur kantonalen Aufenthaltsbewilligung sowie Wegweisung Aufenthaltsbewilligungen Ehefreiheit schwerer Härtefall Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung Bürgerrecht erworbener Anspruch

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was declared inadmissible and the procedure was closed under the simplified procedure pursuant to this article.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Applied to impose the court costs on the unsuccessful appellant.

Art. 68 Abs. 3 BGG

Applied to state that no party compensation is due.

Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG

Cited as a basis for the inadmissibility of reviewing decisions on deportation.

Art. 83 Ziff. 5 BGG

Cited to establish that the appeal concerning deviations from admission requirements is inadmissible.

Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG

Cited to establish that the appeal is precluded against decisions concerning residence permits for which there is no right of appeal.

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (9)

2C_596/2013 (2013-07-18)
Swiss Federal Supreme Court Upholds Removal of Foreign National After Divorce, Citing Failure to Meet Marriage Duration Requirement
«…n]), weshalb der Beschwerdeführer sich zu Unrecht auf den Grundsatz des Vertrauensschutzes beruft ( Art. 9 BV ; Urteile 2C_594/2011 vom 21. Juli 2011 E. 2.2 und 2C_140/2010 vom 17. Juni 2010 E. 5 mit Hinweisen). Es musste ihm bewusst gewesen sein, das…»
C-1340/2010 (2013-05-15)
«…Verlängerung der Aufenthaltsbewil- ligung in eigener Kompetenz vorbehaltlos vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_594/2011 vom 21. Juli 2011 E. 2.2 mit Hinweisen). 6.4 Unbestritten ist vorliegend, dass der Beschwerdeführer am 1. Mai 2003 end…»
C-6586/2009 (2012-06-05)
Nigerian National Denied Residence Permit Extension Post-Divorce Due to Insufficient Integration
«…C-6586/2009 los vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_594/2011 vom 21. Juli 2011 E. 2.2 mit Hinweisen). Wie sich aus den kantonalen Akten ergibt, nahm das kantonale Migrati- onsamt…»
C-261/2010 (2012-05-25)
Foreign National Granted Extended Stay Permit Based on Integration and New Relationship
«…Verlängerung der Aufenthalts- bewilligung in eigener Kompetenz vorbehaltlos vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_594/2011 vom 21. Juli 2011 E. 2.2 mit Hinwei- sen). 5.3. In diesem Zusammenhang verweist die Vorinstanz auf die Verfügung des M…»
C-3374/2010 (2012-01-04)
Foreign National's Deportation Upheld After Marriage Dissolution
«…e Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung in eigener Kompetenz vorbehaltlos vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_594/2011 vom 21. Juli 2011 E. 2.2 mit Hinweisen). Unbestritten ist vorliegend, dass den Ehegatten mit Eheschutzverfügung vom 16…»
2C_1037/2011 (2011-12-28)
Kosovo Citizen Denied Residency Renewal After Short Swiss Marriage
«…htsanspruchs nicht einzutreten ( Art. 83 lit. c Ziff. 2 und Ziff. 5 BGG ; vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.1 S. 348; Urteil 2C_594/2011 vom 21. Juli 2011 E. 2.2). 3. Dem Verfahrensausgang entsprechend wird der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichti…»
2C_837/2011 (2011-11-07)
Foreign Nationals' Appeal Regarding Hardship Residence Permit Dismissed
«…er den Ausschlussgrund von Art. 83 lit. c Ziff. 5 BGG (vgl. die Urteile 2C_760/2011 vom 22. September 2011 E. 2.3 und 2C_594/2011 vom 21. Juli 2011 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Ohne dass Wiedererwägunsgründe vorlägen bzw. rechtsgenügend (vgl. Ar…»
2C_760/2011 (2011-09-22)
Macedonian Imam Residence Permit Revocation Appeal Inadmissibility
«…öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht ausgeschlossen ist ( Art. 83 Ziff. 5 BGG ; vgl. das Urteil 2C_594/2011 vom 21. Juli 2011 E. 2.2). 2.4 Die Eingabe kann auch nicht als subsidiäre Verfassungsbeschwerde behandelt werden: Zu d…»
C-2483/2011 (2011-09-20)
Residence Permit Denial for Ex-Spouse of Swiss Citizen Upheld
«…e Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung in eigener Kompetenz vorbehaltlos vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_594/2011 vom 21. Juli 2011 E. 2.2 mit Hinweisen). Unbestritten ist vorliegend, dass den Ehegatten mit Eheschutzverfügung vom 23…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

2C_594/2011

Urteil vom 21. Juli 2011

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Zünd, Präsident,

Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Advokat Walter P. Bargetzi,

gegen

Bundesamt für Migration.

Gegenstand

Zustimmung zur kantonalen Aufenthaltsbewilligung sowie Wegweisung,

Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III, vom 1. Juni 2011.

Erwägungen:

1.

1.1 X.________ (geb. 1983) stammt aus Marokko. Sie verheiratete sich am 25. November 2004 mit einem Schweizer Bürger, worauf ihr im Kanton Solothurn eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei diesem erteilt wurde. Am 28. Februar 2007 trennten sich die Ehegatten; am 14. September 2007 wurde die Ehe geschieden.

1.2 Mit Verfügung vom 3. Juni 2008 stellte das Amt für Ausländerfragen des Kantons Solothurn fest, dass der Bewilligungsanspruch von X.________ erloschen sei, es deren Aufenthaltsbewilligung jedoch aufgrund der von ihr erreichten Integration aber dennoch verlängere. Am 8. Juli 2008 verweigerte das Bundesamt für Migration die hierfür erforderliche Zustimmung. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte diesen Entscheid auf Beschwerde hin am 1. Juni 2011.

1.3 X.________ beantragt mit Eingabe vom 19. Juli 2011, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aufzuheben und ihr aufgrund der Verfügung des solothurnischen Migrationsamtes ein Bleiberecht in der Schweiz zuzuerkennen. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

2. Die Eingabe erweist sich als offensichtlich unzulässig, weshalb darauf ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten ist:

2.1 Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG schliesst die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide über ausländerrechtliche Bewilligungen aus, auf deren Erteilung weder nach dem Bundes- noch nach dem Völkerrecht ein Rechtsanspruch besteht. Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG), welches im vorliegenden Fall noch Anwendung findet (vgl. Art. 126 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG; SR 142.20] ), entscheidet die zuständige Behörde im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland nach freiem Ermessen über die Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Erteilung oder Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung, es sei denn, der Ausländer oder seine in der Schweiz lebenden Angehörigen könnten sich auf eine Sondernorm des Bundesrechts (einschliesslich Bundesverfassungsrecht) oder eines Staatsvertrags berufen, die ihnen einen solchen einräumen (vgl. BGE 133 I 185 E. 2.3 S. 189).

2.2 Die Beschwerdeführerin legt nicht dar (vgl. Art. 42 BGG ), inwiefern sie über einen entsprechenden Rechtsanspruch verfügen würde. Ihr Hinweis auf den Vertrauensschutz ( Art. 9 BV ) geht fehl, da die umstrittene Bewilligungsverlängerung von Gesetzes wegen unter dem Vorbehalt der Bundesgenehmigung stand (vgl. das Urteil 2C_140/ 2010 vom 17. Juni 2010 E. 5.4 - 5.6) und das Bundesamt sie bereits am 20. Juni 2008, mitunter nur rund zwei Wochen nach dem kantonalen Bewilligungsentscheid, darüber informiert hatte, dass es beabsichtige, seine Zustimmung zu verweigern (vgl. das Urteil 2C_140/ 2010 vom 17. Juni 2010 E. 5 mit Hinweisen). Der Kanton Solothurn hatte die Bewilligung in Anwendung der Härtefallregelung von Art. 13 lit. f der Verordnung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer verlängert (BVO; AS 1986 S. 1791). Diese Regelung verschafft praxisgemäss keine über das Gesetz hinausgehenden Bewilligungsansprüche. Die Erteilung einer entsprechenden Bewilligung erfolgt, selbst wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, im Rahmen des fremdenpolizeilichen Ermessens (vgl. BGE 130 II 281 E. 2.2 S. 284 mit Hinweisen: "Ermessensbewilligung"). Nach Art. 83 Ziff. 5 BGG ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzulässig gegen "Abweichungen von den Zulassungsvoraussetzungen", worunter die Regelungen von Art. 13 lit. f BVO bzw. Art. 30 lit. b AuG fallen (vgl. das Urteil 2C_216/ 2009 vom 20. August 2009 E. 1.3; vgl. THOMAS HÄBERLI, in: Niggli/Uebersax/ Wiprächtiger, BSK Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 111 f zu Art. 83 AuG). Gestützt auf Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG ist es dem Bundesgericht schliesslich verwehrt, Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts über Wegweisungen zu überprüfen. Auch auf die entsprechende Kritik der Beschwerdeführerin kann deshalb nicht eingetreten werden.

2.3 Mit dem vorliegenden Nichteintretensentscheid wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.

3. Dem Verfahrensausgang entsprechend hat die unterliegende Beschwerdeführerin die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Es sind keine Parteientschädigungen geschuldet ( Art 68 Abs. 3 BGG ).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 21. Juli 2011

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Hugi Yar