Cantonal liability claim appeal dismissed for failure to meet federal reasoning requirements under Article 42(2) BGG
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court dismissed the appellant's appeal and imposed court costs of CHF 300. The appeal, filed as an "appellation" against a cantonal court decision, was rejected because the appellant failed to provide adequate reasoning as required by Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act (BGG), making the appeal manifestly inadmissible under Article 108(1)(b) BGG. The underlying dispute concerned a cantonal liability claim, where the appellant challenged a district court president's ruling; the cantonal court had previously refused to consider the appellant's complaint due to procedural deficiencies under cantonal law. The Supreme Court also noted that requests to overturn other decisions were either time-barred under Article 100(1) BGG or not directed against a final cantonal ruling under Article 86(1)(d) BGG, and denied the request for free legal aid as the appeal was hopeless. The lower court's decision remains in force.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 108 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG, Art. 30 Abs. 2 BGG; Cantonal liability claim appeal dismissed for failure to meet federal reasoning requirements under Article 42(2) BGG: The appeal, filed as an "appellation" against a cantonal court decision, was rejected because the appellant failed to provide adequate reasoning as required by Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act (BGG), making the appeal manifestly inadmissible under Article 108(1)(b) BGG. The underlying dispute concerned a cantonal liability claim, where the appellant challenged a district court president's ruling; the cantonal court had previously refused to consider the appellant's complaint due to procedural deficiencies under cantonal law. The Supreme Court also noted that requests to overturn other decisions were either time-barred under Article 100(1) BGG or not directed against a final cantonal ruling under Article 86(1)(d) BGG, and denied the request for free legal aid as the appeal was hopeless. The lower court's decision remains in force.
Schlagwörter
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KI-generiertBasis for declaring the appeal inadmissible due to insufficient reasoning.
Used to declare the appeal inadmissible by simplified procedure.
Specific ground for inadmissibility due to lack of adequate reasoning.
Ground for inadmissibility of requests to overturn other decisions as time-barred.
Ground for inadmissibility of requests not directed against a final cantonal decision.
Basis for imposing court costs on the appellant.
Basis for allocating court costs to the appellant.
Basis for denying the request for free legal aid due to hopelessness of the appeal.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
2C_570/2010
Urteil vom 1. August 2010
II. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Bezirksgericht Arlesheim.
Gegenstand
Staatshaftung,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, vom 1. Juni 2010.
Erwägungen:
Im Zusammenhang mit einem Klageverfahren betreffend Staatshaftung beschwerte sich X.________ beim Kantonsgericht Basel-Landschaft unter anderem mit Beschwerde bzw. Verfassungsbeschwerde vom 26. Oktober 2009 über eine Präsidialverfügung des Bezirksgerichts Arlesheim vom 13. Oktober 2009. Er ergänzte die Beschwerde am 19. März 2010. Mit Urteil ihrer Präsidentin vom 1. Juni 2010 trat die Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht des Kantonsgerichts Basel-Landschaft auf die Beschwerde nicht ein. Am 2. Juli 2010 reichte X.________ gegen dieses Urteil beim Bundesgericht ein als Appellation bezeichnetes Rechtsmittel ein. Auf das als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zu betrachtende Rechtsmittel ist mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG nicht einzutreten:
Das Kantonsgericht hat unter Hinweis auf die im einzelnen wiedergegebenen und interpretierten einschlägigen kantonalrechtlichen Verfahrensbestimmungen erläutert, warum auf die Beschwerde vom 26. Oktober 2009 gegen die Präsidialverfügung des Bezirksgerichts Arlesheim vom 13. Oktober 2009 unter keinem Titel eingetreten werden könne. Mit seinen Ausführungen in der Rechtsschrift vom 2. Juli 2010 geht der Beschwerdeführer auf die detaillierten Erwägungen des Kantonsgerichts nicht näher ein, und er vermag auch im Ansatz nicht darzulegen, inwiefern diese Erwägungen bzw. das Urteil der Vorinstanz im Ergebnis schweizerisches Recht verletzten. Die Beschwerde, die nach Ablauf der Beschwerdefrist nicht mehr verbessert werden kann, entbehrt damit offensichtlich einer den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG genügenden Begründung ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ), weshalb darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG nicht einzutreten ist.
Soweit die Aufhebung anderer Entscheidungen beantragt wird (Anträge Ziff. 10 und 11), ist auf die Beschwerde - zusätzlich - darum nicht einzutreten, weil sie insofern verspätet wäre ( Art. 100 Abs. 1 BGG ) bzw. sich nicht gegen einen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid richtete ( Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG ).
Eine Überweisung der Angelegenheit an eine andere Instanz, wie dies der Beschwerdeführer unter Hinweis auf Art. 30 Abs. 2 BGG anregt, fällt ausser Betracht: Dass auf die vorliegende Beschwerde mangels formgültiger Begründung nicht eingetreten wird, ändert nichts daran, dass das Bundesgericht zu deren Behandlung grundsätzlich zuständig ist.
Die Gerichtskosten ( Art. 65 BGG ) sind entsprechend dem Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG). Dem steht das Gesuch um Erlass des Kostenvorschusses nicht entgegen; selbst wenn damit sinngemäss um unentgeltliche Rechtspflege ersucht würde, könnte dem Gesuch schon wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht entsprochen werden ( Art. 64 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Bezirksgericht Arlesheim und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 1. August 2010
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Zünd Feller