Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2C_524/2025 KI-generiert

Residence permit revocation for abandoned EU/EFTA marital union; appeal barred for non-payment of cost advance despite final deadline.

Geschäftsnummer 2C_524/2025
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court (II. public-law division), acting on the president’s authority alone, did not enter into the merits of the appeal and dismissed it procedurally: the appellant—a Brazilian national whose EU/EFTA residence permit had been revoked by the Cantonal Migration Office of Zurich because he had abandoned marital union with his Portuguese spouse—failed to pay the required CHF 2,000 cost advance despite a non-extendable final deadline (Art. 62 para. 3 BGG). The lower court decisions (security directorate and administrative court) revoking the permit therefore remain in force. The appellant was ordered to pay reduced court costs of CHF 800; no party compensation was awarded. The appeal was a public-law appeal (Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten) against the revocation, and was struck for non-payment of the advance, with the court noting the payment had neither been received nor confirmed as debited from the appellant’s account within the deadline.

Legislator-Regeste

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Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 62 Abs. 1 BGG, Art. 32 Abs. 1 BGG, Art. 48 Abs. 4 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz; Residence permit revocation for abandoned EU/EFTA marital union; appeal barred for non-payment of cost advance despite final deadline: public-law division), acting on the president’s authority alone, did not enter into the merits of the appeal and dismissed it procedurally: the appellant—a Brazilian national whose EU/EFTA residence permit had been revoked by the Cantonal Migration Office of Zurich because he had abandoned marital union with his Portuguese spouse—failed to pay the required CHF 2,000 cost advance despite a non-extendable final deadline (Art. 62 para. 3 BGG). The lower court decisions (security directorate and administrative court) revoking the permit therefore remain in force. The appellant was ordered to pay reduced court costs of CHF 800; no party compensation was awarded. The appeal was a public-law appeal (Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten) against the revocation, and was struck for non-payment of the advance, with the court noting the payment had neither been received nor confirmed as debited from the appellant’s account within the deadline.

Schlagwörter

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Widerruf der Aufenthaltsbewilligung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 62 Abs. 3 BGG

Main ground for not entering into the appeal due to the appellant's failure to pay the cost advance within the non-extendable final deadline.

Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

Procedural rule applied to dismiss the appeal by simplified procedure because of the non-payment of the cost advance.

Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG

Costs provision cited in the dispositive to impose the reduced court costs on the appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

2C_524/2025

Urteil vom 4. November 2025

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Aubry Girardin, Präsidentin,

Gerichtsschreiberin Ivanov.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Jürg Federspiel,

*gegen*

Migrationsamt des Kantons Zürich,

Berninastrasse 45, 8090 Zürich,

Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich,

Neumühlequai 10, 8090 Zürich.

Gegenstand

Widerruf der Aufenthaltsbewilligung,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts

des Kantons Zürich, 4. Abteilung, vom 30. Juli 2025

(VB.2025.00098).

Erwägungen:

1.

1.1. Mit Verfügung vom 7. Oktober 2024 widerrief das Migrationsamt des Kantons Zürich die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA des brasilianischen Staatsangehörigen A.________ (geb. 1989), mit der Begründung, dass seine eheliche Gemeinschaft mit einer in der Schweiz niedergelassenen portugiesischen Staatsangehörigen aufgegeben worden sei.

1.2. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel wiesen die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich mit Entscheid vom 9. Januar 2025 und das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 4. Abteilung, mit Urteil vom 30. Juli 2025 ab.

1.3. Mit Eingabe vom 15. September 2025 (Postaufgabe) erhob A.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht und beantragte, es sei das Urteil vom 30. Juli 2025 aufzuheben und es sei ihm der weitere Aufenthalt in der Schweiz zu bewilligen.

Mit Verfügung der Präsidentin der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts vom 16. September 2025 wurde der Beschwerde antragsgemäss aufschiebende Wirkung zuerkannt.

1.4. Mit Verfügung vom 17. September 2025 forderte das Bundesgericht A.________ auf, bis spätestens am 2. Oktober 2025 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- zu bezahlen.

Nachdem innert Frist kein Kostenvorschuss eingegangen war, wurde A.________ mit Verfügung vom 7. Oktober 2025 in Anwendung von Art. 62 Abs. 3 BGG die gesetzlich vorgesehene und nicht erstreckbare Nachfrist zur Vorschussleistung bis zum 22. Oktober 2025 angesetzt, mit der Androhung, dass ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde. Die Verfügung enthielt die zusätzliche Information, dass bei Erteilung eines Zahlungsauftrags innerhalb von zehn Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen sei, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist.

Der Kostenvorschuss gingt innert Nachfrist nicht ein.

2.

2.1. Die Partei, die das Bundesgericht anruft, hat einen Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Gerichtskosten zu leisten (Art. 62 Abs. 1 BGG). Gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG setzt ihr der Instruktionsrichter bzw. der Abteilungspräsident (Art. 32 Abs. 1 BGG) eine angemessene Frist zur Leistung des Vorschusses und bei deren unbenütztem Ablauf eine Nachfrist an, wobei das Bundesgericht auf die Eingabe nicht eintritt, wenn der Vorschuss innert Nachfrist nicht geleistet wird. Die Frist für die Zahlung des Kostenvorschusses ist gewahrt, wenn der Betrag rechtzeitig zugunsten des Bundesgerichts der Schweizerischen Post übergeben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist (Art. 48 Abs. 4 BGG).

2.2. Vorliegend wurde dem Beschwerdeführer eine am 2. Oktober 2025 ablaufende Frist angesetzt, um einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'000.-- zu bezahlen. Da der Kostenvorschuss nicht geleistet worden war, wurde ihm am 7. Oktober 2025, unter Androhung des Nichteintretens, die gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG angesetzt. Diese endete am 22. Oktober 2025.

Der Betrag des Kostenvorschusses wurde der Bundesgerichtskasse auch innert der angesetzten Nachfrist nicht gutgeschrieben. Ebensowenig reichte der Beschwerdeführer eine Bestätigung ein, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht seinem Post- bzw. Bankkonto belastet worden sei (Art. 48 Abs. 4 BGG).

3.

3.1. Mit Blick auf die vorangegangenen Erwägungen ist auf die Beschwerde infolge Nichtleistung des Kostenvorschusses androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG (Abs. 1 lit. a) nicht einzutreten (Art. 62 Abs. 3 BGG).

3.2. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die reduzierten Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG). Parteientschädigungen sind nicht geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).

Demnach erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 4. Abteilung, und dem Staatssekretariat für Migration mitgeteilt.

Lausanne, 4. November 2025

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: F. Aubry Girardin

Die Gerichtsschreiberin: D. Ivanov