Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2C_520/2013 KI-generiert

Tunisian National's Asylum-Related Detention Challenge Dismissed

Geschäftsnummer 2C_520/2013
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A Tunisian national, whose asylum application was rejected, has been held in detention as part of the deportation process. The local court extended his detention multiple times, with the most recent extension allowing custody until August. The individual submitted a request to the Federal Tribunal seeking a solution to his situation, expressing a desire to remain in Switzerland or France. However, the case primarily concerns the legality of his detention, and the court addressed whether proper procedures were followed for the continued detention given his non-cooperation with the authorities and his risk of absconding.

Legislator-Regeste

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Art. 108 BGG, Art. 115 Abs. 2 AuG, Art. 79 Abs. 1 AuG, Art. 79 Abs. 2 AuG, Art. 66 Abs. 1 2 . Satz BGG; Tunisian National's Asylum-Related Detention Challenge Dismissed: The local court extended his detention multiple times, with the most recent extension allowing custody until August. The individual submitted a request to the Federal Tribunal seeking a solution to his situation, expressing a desire to remain in Switzerland or France. However, the case primarily concerns the legality of his detention, and the court addressed whether proper procedures were followed for the continued detention given his non-cooperation with the authorities and his risk of absconding.

Schlagwörter

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Ausschaffungshaft Prüfung des Asylgesuchs Verlängerung der Ausschaffungshaft Asyl syrischer Staatsangehöriger Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft Abschiebung Asyl für eritreische Staatsangehörige

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 108 BGG
Used by the President to dispose of the appeal as obviously inadmissible using the simplified procedure.
Art. 115 Abs. 2 AuG
Art. 115 Abs. 2 AuG); nur sein Heimatstaat ist völkerrechtlich gehalten, ihn zurückzunehmen ( BGE 133 II 97 E.
Art. 79 Abs. 1 AuG
Zwar ist eine ausländerrechtliche Festhaltung grundsätzlich nur bis zu sechs Monaten möglich (Art. 79 Abs.
Art. 79 Abs. 2 AuG
1 AuG), doch kann sie um höchstens zwölf Monate verlängert werden, wenn die betroffene Person - wie hier - nicht mit der zuständigen Behörde kooperiert oder sich die Übermittlung der für die Ausreise erforderlichen Unterlagen durch einen Nichtschengen-Staat verzögert (Art. 79 Abs. 2 AuG).
Art. 66 Abs. 1 2 . Satz BGG
Used to rule that no costs shall be levied for the proceedings.

Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Used by the President to dispose of the appeal as obviously inadmissible using the simplified procedure.

Art. 66 Abs. 1 2 . Satz BGG

Used to rule that no costs shall be levied for the proceedings.

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (13)

100 2017 85 (2017-03-30) · be
Swiss Court Upholds Detention Pending Deportation of Egyptian National
«…ven Asylentscheid verbundenen Wegweisung grundsätzlich weiterhin zuständig (vgl. BGer 2C_689/2014 vom 25.8.2014 E. 2.2, 2C_520/2013 vom 6.6.2013 E. 3.1; VGE 2014/353 vom 19.12.2014 E. 3, 2014/28 vom 30.1.2014 E. 4). Überdies wäre sie aufgrund des Abko…»
100 2016 268 (2016-09-26) · be
Swiss Court Upholds Detention Pending Deportation for Non-Compliant Sri Lankan Asylum Seeker
«…fene Person straffällig geworden ist, keinen festen Aufent- haltsort hat oder mittellos ist (BGE 130 II 56 E. 3.1; BGer 2C_520/2013 vom 6.6.2013, E. 3.2; BVR 2010 S. 529 E. 4.2, 2009 S. 531 E. 3.3). 4.2 Die Beschwerdeführerin hat ihr Asylgesuch u…»
100 2016 211 (2016-07-14) · be
Guinean National's Expulsion Custody Upheld After Illegal Re-entry.
«…76 Abs. 1 Bst. b Ziff. 3 und 4 AuG erfüllt (vgl. BVR 2010 S. 529 E. 4.2, 2009 S. 531 E. 3.3; BGE 130 II 56 E. 3.1; BGer 2C_520/2013 vom 6.6.2013, E. 3.2), da der Beschwerdeführer schon mehrmals untergetaucht und in der Schweiz wiederholt straffällig g…»
100 2016 200 (2016-07-13) · be
Albanian National Deportation Detention Challenge Amid Procedural Delay
«…offene Person straffällig geworden ist, keinen festen Aufenthaltsort hat oder mittellos ist (BGE 130 II 56 E. 3.1; BGer 2C_520/2013 vom 6.6.2013, E. 3.2; BVR 2010 S. 529 E. 4.2, 2009 S. 531 E. 3.3). – Es ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer hart…»
100 2016 188 (2016-07-11) · be
Detention Pending Deportation of Asylum Seeker with Prior Evasion Record
«…offene Person straffällig geworden ist, keinen festen Aufenthaltsort hat oder mittellos ist (BGE 130 II 56 E. 3.1; BGer 2C_520/2013 vom 6.6.2013, E. 3.2; BVR 2010 S. 529 E. 4.2, 2009 S. 531 E. 3.3). 4.2 Zwar ist kein strafrechtlich relevantes Ve…»
100 2015 303 (2015-10-22) · be
Swiss Administrative Detention Extension for Repeat Illegal Re-entry Following Deportation
«…ten Rückflug nach Griechenland anzutreten (vgl. VGE 2015/101 vom 7.4.2015, E. 4.1; vgl. auch BGE 130 II 56 E. 3.1; BGer 2C_520/2013 vom 6.6.2013, E. 3.2; BVR 2010 S. 529 E. 4.2, 2009 S. 531 E. 3.3). 5. Die Zulässigkeit der Ausschaffungshaft setzt…»
100 2014 363 (2014-12-30) · be
Mongolian National v. Deportation Extension Detention
«…offene Person straffällig geworden ist, keinen festen Aufenthaltsort hat oder mittellos ist (BGE 130 II 56 E. 3.1; BGer 2C_520/2013 vom 6.6.2013, E. 3.2; BVR 2010 S. 529 E. 4.2, 2009 S. 531 E. 3.3). 4.3 Die Beschwerdeführerin ist am 20. Juni 2014…»
100 2014 353 (2014-12-19) · be
Gambian National Deportation Detention Upheld Due to Flight Risk and Obstruction
«…für den Vollzug der mit dem negativen Asylentscheid verbundenen Wegweisung grundsätzlich weiterhin zuständig (vgl. BGer 2C_520/2013 vom 6.6.2013, E. 3.1) und es besteht weiterhin ein vollziehbarer Wegweisungsentscheid (vgl. BGE 133 II 97 E. 4.2.2; BVR…»
100 2014 287 (2014-10-21) · be
Detention for Non-Removal Due to Criminal Conduct and Risk of Absconding
«…on straffällig geworden ist, keinen festen Aufenthaltsort hat oder mittellos ist (zum Ganzen BGE 130 II 56 E. 3.1; BGer 2C_520/2013 vom 6.6.2013, E. 3.2; BVR 2010 S. 529 E. 4.2, 2009 S. 531 E. 3.3). – Es ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer mehr…»
100 2014 188 (2014-07-11) · be
Detention Pending Deportation Upheld Against Convicted Foreign National
«…e Person straffällig geworden ist, keinen festen Aufenthaltsort hat oder mittellos ist (vgl. BGE 130 II 56 E. 3.1; BGer 2C_520/2013 vom 6.6.2013, E. 3.2; 2C_23/2012 vom 18.1.2012, E. 2.3, 2C_22/2011 vom 14.1.2011; BVR 2010 S. 529 E. 4.2, 2009 S. 531 E…»
100 2014 98 (2014-04-11) · be
Asylum Seeker Detention Pending Deportation Upheld
«…traffällig geworden ist, sie keinen festen Aufenthaltsort hat oder mittellos ist (zum Ganzen BGE 130 II 56 E. 3.1; BGer 2C_520/2013 vom 6.6.2013, E. 3.2; BVR 2010 S. 529 E. 4.2, 2009 S. 531 E. 3.3). 4.1.2 Zwar ist kein strafrechtlich relevantes Verha…»
100 2014 35 (2014-02-10) · be
Detention Pending Deportation of Foreign National Due to Non-Cooperation and Evasion
«…traffällig geworden ist, sie keinen festen Aufenthaltsort hat oder mittellos ist (zum Ganzen BGE 130 II 56 E. 3.1; BGer 2C_520/2013 vom 6.6.2013, E. 3.2; BVR 2010 S. 529 E. 4.2, 2009 S. 531 E. 3.3). 3.4.2 Zwar ist kein strafrechtlich relevantes Verha…»
100 2014 28 (2014-01-30) · be
Asylum Seeker's Detention Upheld Following Inadmissibility Ruling and Evasion
«…für den Vollzug der mit dem negativen Asylentscheid verbundenen Wegweisung grundsätzlich weiterhin zuständig (vgl. BGer 2C_520/2013 vom 6.6.2013, E. 3.1). Eine solche (illegale) Ausreise vermag den Wegweisungsentscheid somit nicht infrage zu stellen (…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

2C_520/2013

Urteil vom 6. Juni 2013

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Zünd, Präsident,

Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Verfahrensbeteiligte

X.________ ,

Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Migration Basel-Landschaft ,

Parkstrasse 3, 4402 Frenkendorf.

Gegenstand

Ausschaffungshaft,

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Präsidentin für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, vom 23. Mai 2013.

Erwägungen:

1. Das Bundesamt für Migration wies am 21. Juni 2012 das Asylgesuch des tunesischen Staatsbürgers X.________ (geb. 1988) ab. Mit Entscheiden vom 29. November 2012 und 22. Februar 2013 bestätigte bzw. verlängerte das Kantonsgericht Basel-Landschaft die gegen ihn angeordnete Ausschaffungshaft für jeweils drei Monate. Am 23. Mai 2013 prüfte die Präsidentin für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht eine weitere Haftverlängerung und genehmigte diese bis zum 24. August 2013. X.________ beantragt vor Bundesgericht, für ihn eine Lösung zu finden ("ich will eine solution für mein Problem").

2.

2.1. Die Eingabe erweist sich als offensichtlich unzulässig und kann ohne Weiterungen durch den Präsidenten als Einzelrichter im Verfahren nach Art. 108 BGG erledigt werden: Die Rechtsschriften an das Bundesgericht haben die Begehren und deren Begründung zu enthalten, wobei in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 1 und Abs. 2 BGG ). Die Begründung muss sachbezogen sein, d.h. den Gegenstand des angefochtenen Entscheids betreffen. Es ist dabei in gezielter Form auf die für das Ergebnis massgeblichen Ausführungen der Vorinstanz einzugehen ( BGE 134 II 244 E. 2.1 - 2.3).

2.2. Der Beschwerdeführer kritisiert implizit den Asylentscheid und unterstreicht, dass er in der Schweiz bzw. (illegal) in Frankreich verbleiben und eine Chance erhalten wolle. Verfahrensgegenstand vor Bundesgericht bildet ausschliesslich die Rechtmässigkeit der angeordneten Ausschaffungshaft zur Sicherung des Vollzugs der Wegweisungsverfügung (vgl. BGE 128 II 193 E. 2.2 S. 197 ff.; 125 II 217 E. 2 S. 220; 121 II 59 E. 2b). Mit der entsprechenden Problematik setzt sich der Beschwerdeführer nicht weiter auseinander.

3.

3.1. Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern der angefochtene Entscheid diesbezüglich Bundesrecht verletzen könnte: Das Verfahren vor dem Haftrichter dient nicht der Überprüfung des Wegweisungsentscheids oder von anderen den Ausländer zur Ausreise verpflichtenden Anordnungen. Der Haftrichter hat sich grundsätzlich nur zu vergewissern, ob (überhaupt) ein Weg- oder Ausweisungsentscheid vorliegt. Bloss wenn der Wegweisungsentscheid offensichtlich unzulässig, d.h. geradezu willkürlich bzw. nichtig, erscheint, darf bzw. muss er die Haftgenehmigung verweigern, da der Vollzug einer in diesem Sinn rechtswidrigen Anordnung nicht mit einer ausländerrechtlichen Zwangsmassnahme sichergestellt werden kann ( BGE 128 II 193 E. 2.2.2 S. 198 mit Hinweisen; 121 II 59 E. 2c, 130 II 56 E. 2 S. 58). Selbst wenn der Beschwerdeführer, wie er geltend macht, sich vorübergehend im Grenzgebiet zu Frankreich aufgehalten hat, bleibt grundsätzlich die Schweiz aufgrund der "Dublin"-Regeln für den Vollzug der mit dem negativen Asylentscheid verbundenen Wegweisung zuständig.

3.2. Der Beschwerdeführer ist untergetaucht und weigert sich, mit den Behörden zu kooperieren bzw. in seine Heimat zurückzukehren; er hat nichts unternommen, um seinen diesbezüglichen Mitwirkungspflichten nachzukommen. Es besteht bei ihm deshalb die hinreichend konkretisierte Gefahr, dass er sich ohne die ausländerrechtlich begründete Festhaltung den Behörden für den Vollzug der Wegweisung nicht zur Verfügung halten wird (Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 und 4 AuG [SR 142.20]; BGE 130 II 56 E. 3.1). Da auch alle übrigen Haftvoraussetzungen erfüllt sind, verletzt der angefochtene Entscheid kein Bundesrecht. Der Beschwerdeführer kann seine Haft verkürzen, indem er bei der Ausschaffung mit den Behörden zusammenarbeitet. Eine (illegale) freiwillige Ausreise nach Frankreich, wie er dies sinngemäss beantragt hat, ist nicht möglich (vgl. Art. 115 Abs. 2 AuG); nur sein Heimatstaat ist völkerrechtlich gehalten, ihn zurückzunehmen ( BGE 133 II 97 E. 4.2.2; 130 II 56 E. 4.1.2 S. 60). Zwar ist eine ausländerrechtliche Festhaltung grundsätzlich nur bis zu sechs Monaten möglich (Art. 79 Abs. 1 AuG), doch kann sie um höchstens zwölf Monate verlängert werden, wenn die betroffene Person - wie hier - nicht mit der zuständigen Behörde kooperiert oder sich die Übermittlung der für die Ausreise erforderlichen Unterlagen durch einen Nichtschengen-Staat verzögert (Art. 79 Abs. 2 AuG). Die Haftverlängerung erweist sich auch als verhältnismässig; es ist gestützt auf das Verhalten des Beschwerdeführers nicht ersichtlich, welche mildere Massnahme (Meldepflicht, Eingrenzung usw.) geeignet sein könnte, sicherzustellen, dass er sich den Behörden für den Vollzug der Wegweisung zur Verfügung hält.

4. Es rechtfertigt sich, für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben ( Art. 66 Abs. 1 2 . Satz BGG). Das Amt für Migration wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass der vorliegende Entscheid dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Präsidentin für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. Juni 2013

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Hugi Yar