Appeal Inadmissible Due to Failure to Exhaust Cantonal Remedies
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual who was placed in detention pending deportation by the Lucerne Canton Migration Office on May 17, 2021. This order was confirmed by the Lucerne Compulsory Measures Court on May 18, 2021, for a duration extending until July 16, 2021. The detainee subsequently appealed for release from detention to the Swiss Federal Tribunal on May 24, 2021. However, the appeal was dismissed as inadmissible because the appellant had not exhausted all available cantonal remedies before approaching the Federal Tribunal. The case was redirected to the Cantonal Court of Lucerne for further proceedings.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 86 Abs. 1 lit. d BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 31 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 68 Abs. 3 BGG; Appeal Inadmissible Due to Failure to Exhaust Cantonal Remedies: This order was confirmed by the Lucerne Compulsory Measures Court on May 18, 2021, for a duration extending until July 16, 2021. The detainee subsequently appealed for release from detention to the Swiss Federal Tribunal on May 24, 2021. However, the appeal was dismissed as inadmissible because the appellant had not exhausted all available cantonal remedies before approaching the Federal Tribunal. The case was redirected to the Cantonal Court of Lucerne for further proceedings.
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KI-generiertApplied to declare the appeal inadmissible because the cantonal avenues of appeal were not exhausted (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG).
Cited for the subsequent referral of the case to the correct cantonal instance (Kantonales Kantonsgericht).
Applied to waive the collection of court costs.
Applied to state that no party compensation is owed.
Cited to establish that the appeal to the Federal Tribunal was inadmissible because the cantonal appeal instance had not been exhausted.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
2C_448/2021
Urteil vom 31. Mai 2021
II. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Seiler, Präsident,
Gerichtsschreiber A. Brunner.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Amt für Migration des Kantons Luzern.
Gegenstand
Ausschaffungshaft,
Beschwerde gegen den Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Luzern, Einzelrichter, vom 18. Mai 2021 (ZMG 21 160).
Erwägungen:
1. Am 17. Mai 2021 verfügte das Amt für Migration des Kantons Luzern (nachfolgend: das Amt für Migration) gegen A.________ für die Dauer von drei Monaten ab 17. Mai 2021 die Ausschaffungshaft. Gleichzeitig ersuchte es das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Luzern (nachfolgend: das Zwangsmassnahmengericht) um Bestätigung dieser Anordnung. Mit Entscheid vom 18. Mai 2021 bestätigte das Zwangsmassnahmengericht die am 17. Mai 2021 verfügte Ausschaffungshaft bis zum 16. Juli 2021.
2. Mit Eingabe vom 24. Mai 2021 (Poststempel 25. Mai 2021) gelangt A.________ an das Bundesgericht und beantragt sinngemäss die Freilassung aus der Ausschaffungshaft.
3. Bevor in ausländerrechtlichen Haftsachen die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht ergriffen werden kann ( Art. 82 ff. BGG ), ist nach Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG zunächst der kantonale Instanzenzug auszuschöpfen. Dieses Erfordernis ist vorliegend offensichtlich nicht erfüllt: Nach § 25 Abs. 2 des luzernischen Einführungsgesetzes vom 14. September 2009 zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (EG AuG/LU; SRL 7) steht gegen den Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts die Beschwerde an den Einzelrichter bzw. die Einzelrichterin des Kantonsgerichts zur Verfügung; darauf wurde der Beschwerdeführer in der Rechtsmittelbelehrung des begründeten Entscheids des Zwangsmassnahmengerichts auch ausdrücklich hingewiesen. Entsprechend ist die vorliegende Beschwerde an das Bundesgericht offensichtlich unzulässig ( Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG ); darauf ist nicht einzutreten ( Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG ).
4. Da die innerkantonale Zuständigkeit aus § 25 Abs. 2 EG AuG/LU klar hervorgeht, ist die Eingabe des Beschwerdeführers an das Kantonsgericht Luzern zu überweisen, damit dieses über die Beschwerde befinde ( Art. 31 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 42 E. 2; Urteil 2D_32/2020 vom 24. März 2021 E. 2 [zur amtl. Publ. vorgesehen]).
5. Auf die Erhebung von Gerichtskosten ist angesichts der Umstände zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Parteientschädigungen sind nicht geschuldet ( Art. 68 Abs. 3 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Sache wird zu weiterer Behandlung an die Einzelrichterin bzw. den Einzelrichter des Kantonsgerichts Luzern überwiesen.
3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
4. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Zwangsmassnahmengericht des Kantons Luzern, Einzelrichter, dem Staatssekretariat für Migration und dem Kantonsgericht Luzern, 4. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 31. Mai 2021
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Seiler
Der Gerichtsschreiber: Brunner