Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2C_359/2021 KI-generiert

Mootness of Appeal Regarding Construction Contract Award and Suspensive Effect

Geschäftsnummer 2C_359/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a dispute over a public tender for construction work on a new traffic roundabout in the Canton of Zurich. The Tiefbauamt of Zurich carried out the tender process, receiving seven bids and ultimately awarding the contract to one company (B.________ AG) with an 87.3 point evaluation, despite a lower bid from another firm (A.________ AG) which scored 86.7 points. The latter company, represented by a lawyer, contested the decision, requesting a halt in the proceedings pending further review. Initially, the Administrative Court of Zurich issued an emergency order to prevent the contract from being enacted but later denied the request for suspensive effect. A subsequent higher appeal led the Swiss Federal Tribunal to defer all execution measures while considering the case. However, as the administrative court later reversed its decision, deciding in favor of granting the suspensive effect due to the reduced urgency of the contract award, the federal proceeding became moot, leading to its dismissal as the contentious issues were resolved.

Legislator-Regeste

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Art. 32 Abs. 1 BGG, Art. 32 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 68 Abs. 2 BGG; Mootness of Appeal Regarding Construction Contract Award and Suspensive Effect: The Tiefbauamt of Zurich carried out the tender process, receiving seven bids and ultimately awarding the contract to one company (B.________ AG) with an 87.3 point evaluation, despite a lower bid from another firm (A.________ AG) which scored 86.7 points. The latter company, represented by a lawyer, contested the decision, requesting a halt in the proceedings pending further review. Initially, the Administrative Court of Zurich issued an emergency order to prevent the contract from being enacted but later denied the request for suspensive effect. A subsequent higher appeal led the Swiss Federal Tribunal to defer all execution measures while considering the case. However, as the administrative court later reversed its decision, deciding in favor of granting the suspensive effect due to the reduced urgency of the contract award, the federal proceeding became moot, leading to its dismissal as the contentious issues were resolved.

Schlagwörter

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Submission (aufschiebende Wirkung) Vergabe von Bauaufträgen aufschiebende Wirkung Streitgegenstand Drittwiderspruch Baukosten Zahlungsbefehl

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 32 Abs. 2 BGG

Used to dismiss the proceedings as obsolete because the object of the appeal disappeared after the lower court granted the suspensive effect.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to decide on the waiver of court costs.

Art. 68 Abs. 2 BGG

Used to order the Canton of Zurich to pay a party compensation to the appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

2C_359/2021

Urteil vom 27. Juli 2021

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Seiler, Präsident,

Gerichtsschreiber Businger.

Verfahrensbeteiligte

A.________ AG,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Schärli,

gegen

1. B.________ AG,

2. Tiefbauamt Kanton Zürich,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Submission (aufschiebende Wirkung),

Beschwerde gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 1. Abteilung, vom 22. April 2021 (VB.2021.00195).

Erwägungen:

1.

1.1. Das Tiefbauamt des Kantons Zürich schrieb Baumeisterarbeiten für den Neubau des Verkehrskreisels C.________ in U.________ aus. Gemäss Offertöffnungsprotokoll vom 24. November 2020 gingen sieben Angebote ein. Am 24. Februar 2021 erteilte das Tiefbauamt den Zuschlag an die B.________ AG zum Preis von Fr. xxx. Ihr Angebot wurde mit 87,3 Punkten bewertet, während das Angebot der A.________ AG zum tiefsten Preis von Fr. yyy mit 86,7 Punkten Rang 3 erreichte.

1.2. Gegen den Zuschlag erhob die A.________ AG am 12. März 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich. Nachdem dieses den Vertragsabschluss zunächst mit superprovisorischer Verfügung vom 16. März 2021 untersagt hatte, wies es mit Verfügung vom 22. April 2021 das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab.

1.3. Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten bzw. subsidiärer Verfassungsbeschwerde vom 3. Mai 2021 beantragte die A.________ AG dem Bundesgericht, die Sache sei zur Neubeurteilung und zur Erteilung der aufschiebenden Wirkung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Mit Verfügung vom 4. Mai 2021 untersagte das Bundesgericht alle Vollziehungsvorkehrungen bis zum Entscheid über das Gesuch um aufschiebende Wirkung.

1.4. Am 19. Juli 2021 stellte die A.________ AG beim Verwaltungsgericht erneut ein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht gab dem Gesuch am 20. Juli 2021 in Abänderung seiner ursprünglichen Verfügung statt, weil die zuerst angenommene Dringlichkeit der Vergabe nicht mehr als gegeben erscheine. Mit Eingabe vom 26. Juli 2021 beantragt das Tiefbauamt, die Beschwerde zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben.

2. Mit der angefochtenen Verfügung wurde die aufschiebende Wirkung im kantonalen Beschwerdeverfahren verweigert. Nachdem das Verwaltungsgericht auf diesen Entscheid zurückgekommen ist und die aufschiebende Wirkung am 20. Juli 2021 gewährt hat, ist der Streitgegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens dahingefallen. Das Verfahren ist deshalb vom Instruktionsrichter (hier: dem Abteilungspräsidenten; Art. 32 Abs. 1 BGG ) als Einzelrichter als gegenstandslos geworden abzuschreiben ( Art. 32 Abs. 2 BGG ).

3. Es rechtfertigt sich, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Nachdem die Vorinstanz das Gesuch um aufschiebende Wirkung gutgeheissen hat, weil die von der Vergabebehörde geltend gemachte Dringlichkeit nicht (mehr) vorliege, ist der Kanton Zürich in Bezug auf die Entschädigungsfolgen als unterliegende Partei zu betrachten; er hat der Beschwerdeführerin deshalb eine Parteientschädigung zu entrichten ( Art. 68 Abs. 2 BGG ). Eine solche steht der Zuschlagsempfängerin nicht zu, nachdem sie sich nicht am bundesgerichtlichen Verfahren beteiligt hat.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Das Verfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Der Kanton Zürich hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- zu bezahlen.

4. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. Juli 2021

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Seiler

Der Gerichtsschreiber: Businger