Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2C_309/2020 KI-generiert

Algerian National v. Switzerland (Dublin Detention Mootness)

Geschäftsnummer 2C_309/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

An Algerian national, who repeatedly entered Switzerland illegally after being deported under the Dublin Regulation to Italy, was placed in Dublin-preparation detention in March 2020 by the Canton of Nidwalden's Migration Office. Despite previous expulsions in 2019 and 2020, he was apprehended again in March 2020, leading to a seven-week detention order confirmed by the Nidwalden Administrative Court. The individual contested the detention at the Swiss Federal Tribunal, seeking release from custody. However, the case became moot as the detention period expired, leading the court to dismiss it as objectless.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG, Art. 32 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Algerian National v. Switzerland (Dublin Detention Mootness): Despite previous expulsions in 2019 and 2020, he was apprehended again in March 2020, leading to a seven-week detention order confirmed by the Nidwalden Administrative Court. The individual contested the detention at the Swiss Federal Tribunal, seeking release from custody. However, the case became moot as the detention period expired, leading the court to dismiss it as objectless.

Schlagwörter

KI-generiert
Dublin-Vorbereitungshaft ausserordentliche Umstände Haftprüfung Dublin-Verfahren Abschiebung Auslieferungsverfahren Freizügigkeitseinschränkung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 32 Abs. 2 BGG

Used by the single judge to dismiss the appeal as moot because the detention period had expired.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to waive the collection of court costs.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (5)

A/3420/2022 (2025-09-09) · ge
Family Reunification Appeal Granted Despite Welfare Dependence
«…uery=2C_502/2020) du 4 février 2021 consid. 5.1 ; [2C\_309/2020](https://justice.ge.ch/apps/decis/fr/decis/search?query=2C_309/2020) du 5 octobre 2021 consid. 5.5). Les moyens financiers doivent au moins correspondre aux normes de la Conférence suiss…»
A/2939/2023 (2025-01-27) · ge
Residence Permit Renewal for Parent of Minor Child Despite Welfare Dependence
«…nsid. 4.1 ; arrêts du TAF 2C_1144/2014 du 5 août 2015 consid. 4.5.2 ; 2C_502/2020 du 4 février 2021 consid. 5.1 ; 2C_309/2020 du 5 octobre 2021 consid. 5.5). 17. Les moyens financiers doivent au moins correspondre aux normes de la Confér…»
A/3364/2023 (2024-02-29) · ge
Late Family Reunification Denial Based on Statutory Deadline and Insufficient Justification
«…uery=2C_502/2020) du 4 février 2021 consid. 5.1 ; [2C\_309/2020](https://justice.ge.ch/apps/decis/fr/decis/search?query=2C_309/2020) du 5 octobre 2021 consid. 5.5). Les moyens financiers doivent au moins correspondre aux normes de la Conférence suisse…»
A/3499/2022 (2023-04-25) · ge
Moroccan Family Reunification Visa Appeal Rejected Due to Untimely Application
«…4.1 ; arrêts du TAF 2C_1144/2014 du 5 août 2015 consid. 4.5.2 ; 2C_502/2020 du 4 février 2021 consid. 5.1 ; 2C_309/2020 du 5 octobre 2021 consid. 5.5). Les moyens financiers doivent au moins correspondre aux normes de la Conférence…»
A/4356/2021 (2022-07-13) · ge
Refusal of Residence Permit and Deportation for Social Assistance Dependence
«…4.1 ; arrêts du TAF 2C_1144/2014 du 5 août 2015 consid. 4.5.2 ; 2C_502/2020 du 4 février 2021 consid. 5.1 ; 2C_309/2020 du 5 octobre 2021 consid. 5.5).134 Les moyens financiers doivent au moins correspondre aux normes de la Conférenc…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

2C_309/2020

Urteil vom 4. Mai 2020

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Seiler, Präsident,

Gerichtsschreiber Businger.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

zzt. Untersuchungs- und, Strafgefängnis,

Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Justiz Kanton Nidwalden, Migration,

Gegenstand

Dublin-Vorbereitungshaft,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Nidwalden, Einzelgericht, vom 30. März 2020 (EG 20 1).

Erwägungen:

1.

1.1. A.________ (geb. 1981) ist algerischer Staatsangehöriger. Er reiste am 22. Juni 2018 erstmals in die Schweiz ein und ersuchte um Asyl. In der Folge wurde er im Rahmen des Dublin-Verfahrens rechtskräftig nach Italien weggewiesen, mit einem Einreiseverbot belegt und am 23. Oktober 2018 ausgeschafft. Nach weiteren illegalen Einreisen in die Schweiz wurde er jeweils erneut im Rahmen des Dublin-Verfahrens nach Italien weggewiesen und am 20. März 2019, 16. Mai 2019 und 7. Januar 2020 wiederum ausgeschafft.

1.2. Am 12. März 2020 wurde A.________ erneut in der Schweiz aufgegriffen und dem Amt für Migration des Kantons Nidwalden zugeführt. Dieses ordnete am 13. März 2020 eine siebenwöchige Dublin-Vorbereitungshaft bis 1. Mai 2020 an. Das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden bestätigte die Haft am 30. März 2020.

1.3. Mit Beschwerde vom 23. April 2020 (Eingang am 27. April 2020) beantragt A.________ dem Bundesgericht, er sei aus der Haft zu entlassen. Das Bundesgericht hat keine Instruktionsmassnahmen verfügt.

2. Die Legitimation zur Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten setzt voraus, dass ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids besteht ( Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG ). Dieses muss nicht nur bei der Beschwerdeeinreichung, sondern auch noch im Zeitpunkt der Urteilsfällung aktuell und praktisch sein. Die von der Vorinstanz bis lediglich 1. Mai 2020 bestätigte Haft ist mittlerweile dahingefallen. Insoweit besteht kein aktuelles und praktisches Interesse an der Behandlung der vorliegenden Beschwerde mehr. Die Voraussetzungen, unter denen das Bundesgericht in Haftsachen ausnahmsweise auf das aktuelle und praktische Interesse verzichtet - wenn die aufgeworfene Rechtsfrage eine grundsätzliche Bedeutung hat, sich jederzeit wieder stellen könnte und eine rechtzeitige Überprüfung durch das Bundesgericht sonst nicht möglich wäre bzw. in vertretbarer Weise die Verletzung von Garantien der EMRK gerügt wird ( BGE 142 I 135 E. 1.3.1 S. 143) -, liegen im vorliegenden Fall offensichtlich nicht vor. Das Verfahren ist deshalb durch den Instruktionsrichter als Einzelrichter zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben ( Art. 32 Abs. 2 BGG ).

3. Es rechtfertigt sich, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Das Verfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden, Einzelgericht, und dem Staatssekretariat für Migration schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Mai 2020

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Seiler

Der Gerichtsschreiber: Businger