Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2C_291/2021 KI-generiert

Federal Supreme Court Dismisses Appeal in Refrigerants Notification Center Procurement Dispute

Geschäftsnummer 2C_291/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, a Swiss environmental agency issued a public service contract for operating a reporting center for installations with refrigerants. Five bids were received, including one from a company that had been running the center since 2005. However, the contract was awarded to another company. The initial company appealed to the Federal Administrative Court, which temporarily halted all implementation measures affecting the ongoing appeal, including any contract signing with the new awardee. Later, the Federal Administrative Court dismissed the initial company's request to maintain these measures, leading them to take the matter to the Swiss Federal Tribunal, seeking to reinstate the previous court's temporary orders and halt all execution measures while the appeal was pending.

Legislator-Regeste

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Art. 108 BGG, Art. 83 lit. f BGG, Art. 83 BGG, Art. 82 BGG, Art. 113 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Appeal in Refrigerants Notification Center Procurement Dispute: Five bids were received, including one from a company that had been running the center since 2005. However, the contract was awarded to another company. The initial company appealed to the Federal Administrative Court, which temporarily halted all implementation measures affecting the ongoing appeal, including any contract signing with the new awardee. Later, the Federal Administrative Court dismissed the initial company's request to maintain these measures, leading them to take the matter to the Swiss Federal Tribunal, seeking to reinstate the previous court's temporary orders and halt all execution measures while the appeal was pending.

Schlagwörter

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Submission Eröffnung des Entscheids öffentliches Beschaffungswesen Verwaltungsbeschwerde Vertragsabschluss Streitwert anfechtbarer Zwischenentscheid

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The President decided not to enter upon the appeal (nichteintreten) using the simplified procedure stated in this article.

Art. 113 BGG

Cited to explain why the appeal in public law matters could not be treated as a subsidiary constitutional appeal (Verfassungsbeschwerde).

Art. 66 Abs. 1 BGG

The appellant (Beschwerdeführerin) was ordered to pay the costs because they lost the proceedings.

Art. 68 Abs. 3 BGG

The decision stipulated that no party compensation (Parteientschädigungen) was owed.

Art. 83 lit. f BGG

The provision establishing the inadmissibility of the appeal in public procurement matters was cited to justify the decision not to enter upon the appeal.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

2C_291/2021

Urteil vom 5. Mai 2021

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Seiler, Präsident,

Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Verfahrensbeteiligte

A.________ GmbH,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Dr. Ulrich Kohli und/oder Dr. Guido E. Urbach,

gegen

Bundesamt für Umwelt,

Abteilung Luftreinhaltung und Chemikalien, Worblentalstrasse 68, 3063 Ittigen.

Gegenstand

Submission,

Beschwerde gegen die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung II, vom 3. März 2021 (B-579/2020).

Erwägungen:

1.

1.1. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) schrieb unter dem Projekttitel "Betrieb der Meldestelle für Anlagen mit Kältemitteln" einen Dienstleistungsauftrag im offenen Verfahren aus. Gegenstand bildete der routinemässige Betrieb der Meldestelle von Anlagen mit Kältemitteln. Es gingen 5 Angebote ein, darunter jenes der A.________ GmbH, U.________, welche die Meldestelle seit 2005 betreibt, sowie jenes der B.________ SA, V.________. Letztere erhielt am 28. Oktober 2020 den Zuschlag.

1.2. Hiergegen gelangte die A.________ GmbH an das Bundesverwaltungsgericht. Dieses untersagte am 20. November 2020 superprovisorisch bis zur Beurteilung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung alle Vollziehungsvorkehrungen, welche den Ausgang des hängigen Beschwerdeverfahrens präjudizieren könnten, namentlich den Vertragsabschluss mit der Zuschlagsempfängerin; gleichzeitig hielt der Instruktionsrichter die Vergabestelle superprovisorisch an, während der Dauer des Beschwerdeverfahrens gegenüber Dritten Stillschweigen über den vorgesehenen Systemwechsel zu bewahren. Mit Zwischenentscheid vom 3. März 2021 wies das Bundesverwaltungsgericht das Gesuch der A.________ GmbH um aufschiebende Wirkung ab; die am 20. November 2020 superprovisorisch angeordneten Massnahmen fielen damit dahin.

1.3. Die A.________ GmbH beantragt vor Bundesgericht, den Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts aufzuheben und die angeordneten Massnahmen vom 20. November 2020 wieder herzustellen. Der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung beizulegen; die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, alle Vollzugsvorkehrungen zu unterlassen. Sie sei zudem einstweilen superprovisorisch zu verpflichten, während der Dauer des Verfahrens gegenüber Dritten Stillschweigen über den vorgesehenen Systemwechsel zu bewahren. Mit Formularverfügung vom 8. April 2021 wurde angeordnet, dass bis zum Entscheid über das Gesuch um aufschiebende Wirkung "alle Vollziehungsvorkehrungen zu unterbleiben" hätten.

2. Die vorliegende Eingabe erweist sich als offensichtlich unzulässig; es ist darauf durch den Präsidenten im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten:

2.1. Gemäss Art. 83 lit. f BGG ist die Beschwerde auf dem Gebiet der öffentlichen Beschaffungen ausgeschlossen, wenn sich keine Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung stellen (Ziff. 1) und wenn der geschätzte Wert des zu vergebenden Auftrags den massgebenden Schwellenwert des Bundesgesetzes vom 21. Juni 2019 über das öffentliche Beschaffungswesen (SR 172.056.1) nicht erreicht (Ziff. 2).

2.2. Die beiden Voraussetzungen gelten - was die Beschwerdeführerin übersieht - kumulativ (vgl. BGE 140 I 285 E. 1.1; 134 II 192 E. 1.2; 133 II 396 E. 2.1 mit zahlreichen Hinweisen; THOMAS HÄBERLI, in: Niggli/ Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], BSK Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 160 f. zu Art. 83 BGG ; HANSJÖRG SEILER : in: Seiler/von Werdt/Güngerich/Oberholzer [Hrsg.], SHK Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2. Aufl. 2015, N. 60 zu Art. 83 BGG ; FLORENCE AUBRY GIRARDIN, in: Corboz et al. [Hrsg.], Commentaire de la LTF, 2. Aufl. 2014, N. 77 zu Art. 82 BGG ); dies gilt auch - wie hier - in einem Zwischenverfahren über vorsorgliche Massnahmen ( BGE 134 II 192 E. 1.3; AUBRY GIRARDIN, a.a.O., N. 88 zu Art. 83 BGG ). Die Beschwerdeführerin legt - entgegen ihrer Begründungspflicht (vgl. BGE 140 I 285 E. 1.1 mit Hinweisen; HÄBERLI, a.a.O., N. 157a zu Art. 83 BGG ; SEILER, a.a.O., N. 63 zu Art. 83 BGG ) - nicht dar, inwieweit sich im vorliegenden Zusammenhang Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung stellen. Solche sind auch nicht ersichtlich, nachdem die Beschwerdeführerin im Wesentlichen nur die Sachverhaltsfeststellung als offensichtlich fehlerhaft rügt. Ihre Eingabe kann nicht als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten behandelt werden. Die subsidiäre Verfassungsbeschwerde ist ihrerseits ausgeschlossen, da diese nur gegen

kantonal letztinstanzliche Entscheide offensteht ( Art. 113 BGG ; AUBRY GIRARDIN, a.a.O., N. 92 zu Art. 83 BGG ; SEILER, a.a.O., N. 58 zu Art. 83 BGG ).

2.3. Mit dem vorliegenden Nichteintretensentscheid wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung bzw. Anordnung vorsorglicher Massnahmen gegenstandslos.

3. Dem Verfahrensausgang entsprechend wird die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Es sind keine Parteientschädigungen geschuldet ( Art. 68 Abs. 3 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 5'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung II, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. Mai 2021

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Seiler

Der Gerichtsschreiber: Hugi Yar