Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2C_159/2008 KI-generiert

Taxpayer vs. Federal Tax Administration: VAT Deduction on Director's Fees Retroactivity

Geschäftsnummer 2C_159/2008
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, an individual contested a decision regarding value-added tax (VAT) claims relating to management board fees from 1995 to 2000. The individual claimed a VAT refund of over CHF 77,000 based on a legal precedent that categorized managing directors as non-independent employees for VAT purposes. The Federal Tax Administration denied this refund, asserting that the individual had not adequately documented prior VAT payments under reservation, which was necessary for a refund under changed tax practices. The administrative court partially upheld the individual's appeal but ultimately denied the main claim. The individual then sought a review from the Federal Tribunal, arguing the decision's unfairness, but failed to provide sufficient evidence of legal violations.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 Satz, Art. 95 BGG, Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG, Art. 66 al. 1 LTF; Taxpayer vs. Federal Tax Administration: VAT Deduction on Director's Fees Retroactivity: The individual claimed a VAT refund of over CHF 77,000 based on a legal precedent that categorized managing directors as non-independent employees for VAT purposes. The Federal Tax Administration denied this refund, asserting that the individual had not adequately documented prior VAT payments under reservation, which was necessary for a refund under changed tax practices. The administrative court partially upheld the individual's appeal but ultimately denied the main claim. The individual then sought a review from the Federal Tribunal, arguing the decision's unfairness, but failed to provide sufficient evidence of legal violations.

Schlagwörter

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Mehrwertsteuer, Rückerstattung (Verwaltungsratshonorare) Vorsteuerabzug und Erstattungen Mehrwertsteuer Steuerrevision Verwaltungsgebühren Steuerjustizverfahren Mehrwertsteuerrückerstattung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 42 Abs. 1 BGG

Mentioned in the reasoning regarding the formal requirements for legal submissions.

Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG

Mentioned in the reasoning regarding the requirement to state how the challenged decision violates the law.

Art. 66 al. 1 LTF

Cited in the dispositive to order the appellant to pay the court costs.

Art. 95 BGG

The reasoning discusses the requirements for challenging the factual findings under this article, although the appeal was ultimately dismissed on admissibility/substance grounds.

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (6)

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Fitness Centers VAT Liability and Method Choice Dispute
«…ces conditions, il n'y a pas lieu d'exempter les recourantes du versement des intérêts moratoires (cf. les arrêts du TF 2C_159/2008 du 29 février 2008 consid. 2 et 2C_184/2007 du 4 septembre 2007 consid. 3.1; arrêts du TAF A-1331/2007 et A-1454/2007 p…»
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«…arrêts du Tribunal fédéral 2A-320/2002 du 2 juin 2003, consid. 3.4.3.4, 2C_184/2007 du 4 septembre 2007, consid. 3.1 et 2C_159/2008 du 29 Page 6…»
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«…(arrêts du Tribunal fédéral 2A.320/2002 du 2 juin 2003, condi. 3.4.3.4, 2C_184/2007 du 4 septembre 2007 consid. 3.1 et 2C_159/2008 du 29 février 2008 consid. 2), ce qui limite désormais grandement la portée de l'institution de la répétition de l'indu…»
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«…éserve les montants d'impôts contestés, afin qu'il n'en résulte aucun intérêt moratoire (cf. arrêts du Tribunal fédéral 2C_159/2008 du 29 février 2008 consid. 2 et 2C_184/2007 du 4 septembre 2007 consid. 3.1; arrêts du Tribunal administratif fédéral A…»
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«…éserve les montants d'impôts contestés, afin qu'il n'en résulte aucun intérêt moratoire (cf. arrêts du Tribunal fédéral 2C_159/2008 du 29 février 2008 consid. 2 et 2C_184/2007 du 4 septembre 2007 consid. 3.1; arrêts du Tribunal administratif fédéral A…»

Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

2C_159/2008/ble

Urteil vom 29. Februar 2008

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Merkli, Präsident,

Bundesrichter Hungerbühler, Müller,

Gerichtsschreiber Wyssmann.

Parteien

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Steuerverwaltung.

Gegenstand

Mehrwertsteuer, Rückerstattung (Verwaltungsratshonorare),

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung I, vom 16. Januar 2008.

Erwägungen:

1. X.________ brachte auf der Mehrwertsteuerabrechnung für das 3. Quartal 2000 vom 22. November 2000 einen Betrag von Fr. 77'811.85 in Abzug. Er vermerkte dazu, es handle sich um die Rückforderung der auf den Verwaltungsratshonoraren zu Unrecht bezahlten Mehrwertsteuer für die Perioden vom 1. Januar 1995 bis 30. September 2000. Er berief sich hierfür auf das Urteil des Bundesgerichts vom 27. Oktober 2000 (ASA 71 651), wonach Verwaltungsräte mehrwertsteuerrechtlich als Unselbständigerwerbende zu qualifizieren sind (Praxisänderung). Die Eidgenössische Steuerverwaltung anerkannte den Abzug nicht und stellte mit Ergänzungsabrechnung Nr. 553'224 vom 12. Juli 2001 X.________ den Betrag von Fr. 77'811.60 zuzüglich Verzugszins seit 30. November 2000 in Rechnung. Mit förmlichem Entscheid vom 7. April 2004 und Einspracheentscheid vom 3. November 2004 bestätigte sie die Steuernachbelastung. Die Beschwerde von X.________ hiess das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 16. Januar 2008 in einem Nebenpunkt (Verfahrenskosten im Einspracheverfahren) gut und wies im Übrigen die Beschwerde ab. Die Verfahrenskosten auferlegte es dem Beschwerdeführer.

Hiergegen führt X.________ Beschwerde beim Bundesgericht. Das Bundesgericht hat darauf verzichtet, die Akten einzuholen und einen Schriftenwechsel durchzuführen.

2. Rechtsschriften haben nach Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG ). Die Eingabe des Beschwerdeführers genügt dieser Begründungsanforderung schwerlich. Es ist unbestritten, dass nach alter Verwaltungspraxis die Mehrwertsteuer auf den Verwaltungsratshonoraren geschuldet war. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil (S. 13 ff.) dargelegt, mit Bezug auf Praxisänderungen komme nach der Rechtsprechung eine Steuerrückerstattung nur in Frage, wenn der Mehrwertsteuerpflichtige den nach früherer Praxis geschuldeten Steuerbetrag angefochten oder unter Vorbehalt bezahlt habe (s. auch ASA 74 666 E. 3.4.3.7). Der Beschwerdeführer mache zwar geltend, er habe die Mehrwertsteuer auf den Verwaltungsratshonoraren nur unter Vorbehalt bezahlt. Gegenüber der Eidgenössischen Steuerverwaltung habe er jedoch nicht bekannt gegeben, wann und in welcher Form die Bestreitung erfolgt sein soll. Er habe sich nur darauf berufen, dass er die Unterlagen nicht mehr auffinden könne. Nichts abzuleiten vermöge der Beschwerdeführer aus dem bei ihm verbliebenen Doppel der Mehrwertsteuerabrechnung für das 4. Quartal 1994 mit dem Vermerk: "Mit Vorbehalt betr. VR-Honorar, mit MWST-Verwaltung tel. abgemacht und mitgeteilt", zumal ein solcher Vermerk auf dem bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung eingereichten Original nicht enthalten sei. Inwiefern diese Sachverhaltsfeststellungen offensichtlich unrichtig sein oder der Entscheid auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen sollen, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Er bemängelt das Urteil als nicht nachvollziehbar, ungerecht und unverständlich und bar jeden wirtschaftlichen Sachverstands. Solche allgemeinen Bestreitungen sind nicht sachbezogen und lassen nicht erkennen, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzen soll. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. Februar 2008

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Merkli Wyssmann