Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2C_1004/2012 KI-generiert

Tax Appeal Timeliness Dispute

Geschäftsnummer 2C_1004/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a complaint submitted by a married couple against a decision made by the Administrative Court of Zurich regarding state and municipal taxes for the year 2008, alongside direct federal tax assessments for the same period. The couple claimed that they had timely received the contested decision, thus adhering to the appeal deadline. However, it was later determined that the decision had been received a day earlier than stated, which subsequently rendered their appeal late as it was submitted after the 30-day deadline. As a result, the federal court decided not to entertain the late appeal. Additionally, the court imposed costs on the complainants due to their representative's actions leading to the unnecessary procedure.

Legislator-Regeste

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Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 100 Abs. 5 BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 48 Abs. 1 BGG, Art. 65 BGG, Art. 66 Abs. 3 BGG; Tax Appeal Timeliness Dispute: The couple claimed that they had timely received the contested decision, thus adhering to the appeal deadline. However, it was later determined that the decision had been received a day earlier than stated, which subsequently rendered their appeal late as it was submitted after the 30-day deadline. As a result, the federal court decided not to entertain the late appeal. Additionally, the court imposed costs on the complainants due to their representative's actions leading to the unnecessary procedure.

Schlagwörter

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Staats- und Gemeindesteuern 2008 Rechtzeitigkeit der Rechtsschrift Gemeindesteuern verspätete Steuererklärung Steuerjustizverfahren Verwaltungskosten Versäumung der gesetzlichen Frist

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 100 Abs. 1 BGG

Applied to establish the standard 30-day appeal period, which, in this case, was missed.

Art. 44 Abs. 1 BGG

Cited to determine when the appeal period begins (the day following notification).

Art. 48 Abs. 1 BGG

Cited to define when the deadline is met (submission to the Post office by the last day of the period).

Art. 66 Abs. 5 BGG

Applied to make the appellants jointly and severally liable for the court costs.

Art. 66 Abs. 3 BGG

Used to impose the court costs on the appellants because their representative caused the proceedings unnecessarily.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

2C_1004/2012

Urteil vom 30. Mai 2013

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Zünd, Präsident,

Bundesrichter Stadelmann, Kneubühler,

Gerichtsschreiber Wyssmann.

Verfahrensbeteiligte

1. X.________ ,

2. Y.________ ,

Beschwerdeführer, beide vertreten durch Tax Competence AG,

gegen

Kantonales Steueramt Zürich , Dienstabteilung Recht, Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,

Steuerverwaltung des Kantons Zug , Bahnhofstrasse 26, Postfach, 6301 Zug.

Gegenstand

Staats- und Gemeindesteuern 2008,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 2. Abteilung, Einzelrichterin, vom 22. August 2012.

Erwägungen:

1. Mit Eingabe vom 5. Oktober 2012 führen die Eheleute X.________ und Y.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 22. August 2012 betreffend die Staats- und Gemeindesteuern 2008 sowie die direkte Bundessteuer 2008. In der Beschwerde lassen sie ausführen, dass der angefochtene Entscheid am 5. September 2012 entgegengenommen worden sei, womit die 30-tägige Beschwerdefrist gewahrt sei. Gestützt auf die Beschwerde ist das bundesgerichtliche Verfahren eröffnet und in dieses auch der Kanton Zug als anderer Beteiligter mit einbezogen worden.

2. Am 15. Oktober 2012 reichte das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich zusammen mit der Vernehmlassung die kantonalen Akten ein. Wie sich aus der Empfangsbetätigung bei den kantonalen Akten ergibt, wurde der angefochtene Entscheid durch die heutige Vertreterin der Beschwerdeführerin am 4. (und nicht am 5.) September 2012 in Empfang genommen. Das folgt auch aus dem Auszug Track & Trace der Post.

3. Die Beschwerdefrist beträgt - vorbehältlich abweichender Bestimmungen - 30 Tage ( Art. 100 Abs. 1 BGG ). Ein Entscheid eines anderen Kantons (Kanton Zug) ist nicht angefochten worden. Art. 100 Abs. 5 BGG findet daher keine Anwendung. Es gilt Art. 100 Abs. 1 BGG .

4. Die Beschwerdefrist wird durch die Mitteilung des Entscheides ausgelöst und beginnt am folgenden Tag zu laufen ( Art. 44 Abs. 1 BGG ). Sie gilt als eingehalten, wenn die fristwahrende Eingabe spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der schweizerischen Post übergeben worden ist ( Art. 48 Abs. 1 BGG ).

5. Mit der Zustellung des angefochtenen Entscheides am 4. September 2012 begann die Beschwerdefrist am 5. September 2012 (1. Tag) zu laufen. Sie endete nach 30 Tagen am Donnerstag, 4. Oktober 2012. Die vorliegende Beschwerde wurde am 5. Oktober 2012 der Post übergeben. Das ergibt sich aus dem Zustellcouvert sowie aus dem Auszug Track & Trace der Post. Die Beschwerde erfolgte somit nach Ablauf der Frist. Auf die verspätete Beschwerde ist nicht einzutreten.

6. Die Gerichtskosten ( Art. 65 BGG ) sind den Beschwerdeführern, deren Vertreterin das vorliegenden Verfahren unnötigerweise verursacht hat, zu auferlegen ( Art. 66 Abs. 3 BGG ). Sie haften hierfür solidarisch ( Art. 66 Abs. 5 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftung auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern (zusammen mit dem nicht abgeholten Schreiben des Bundesgerichts vom 26. April 2013), dem Kantonalen Steueramt Zürich, der Steuerverwaltung des Kantons Zug, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 2. Abteilung, Einzelrichterin, und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. Mai 2013

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Wyssmann