Belarusian Refugees' Appeal Against Asylum Refusal Dismissed
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves three individuals from Belarus who, having been recognized as refugees in Germany, applied for a second asylum in Switzerland. The Swiss Federal Office for Migration rejected their application and ordered their expulsion from Switzerland. The individuals subsequently filed a request for the restoration of the complaint period and appealed against this decision to the Swiss Federal Administrative Court, which also dismissed their request. They then attempted to challenge the administrative court's ruling before the Swiss Federal Tribunal claiming it was an appeal, but the tribunal found that it lacked jurisdiction to hear appeals in asylum cases based on the applicable legal provisions.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 83 lit. d Ziff. 1 BGG, Art. 113 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; Belarusian Refugees' Appeal Against Asylum Refusal Dismissed: The Swiss Federal Office for Migration rejected their application and ordered their expulsion from Switzerland. The individuals subsequently filed a request for the restoration of the complaint period and appealed against this decision to the Swiss Federal Administrative Court, which also dismissed their request. They then attempted to challenge the administrative court's ruling before the Swiss Federal Tribunal claiming it was an appeal, but the tribunal found that it lacked jurisdiction to hear appeals in asylum cases based on the applicable legal provisions.
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KI-generiertThe appeal was not entertained based on the ground of inadmissibility due to the simplified procedure.
Used to exceptionally waive the imposition of costs.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
2C_1/2010
Urteil vom 12. Januar 2010
II. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Müller, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.
Verfahrensbeteiligte
1. X.________,
2. Y.________,
3. Z.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Bundesamt für Migration.
Gegenstand
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Gesuch um Fristwiederherstellung),
Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung IV, vom 29. Oktober 2009.
Erwägungen:
1. Das Bundesamt für Migration trat mit Verfügung vom 25. Mai 2009 auf Gesuche um Zweitasyl in der Schweiz der aus Weissrussland stammenden X.________, Y.________ und Z.________, in Deutschland als Flüchtlinge anerkannt, nicht ein und ordnete deren Wegweisung aus der Schweiz an. Mit Urteil vom 29. Oktober 2009 trat das Bundesverwaltungsgericht auf ein Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist sowie auf die Beschwerde der Vorgenannten nicht ein. Diese erklärten mit an das Bundesgericht adressiertem Schreiben vom 29. Dezember 2009, gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts "Berufung" einzulegen.
2. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts beruht auf öffentlichem Recht. Gemäss Art. 82 lit. a beurteilt das Bundesgericht Beschwerden gegen Entscheide in Angelegenheiten des öffentlichen Rechts. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist indessen gemäss Art. 83 lit. d Ziff. 1 BGG unzulässig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Asyls, die vom Bundesverwaltungsgericht getroffen worden sind. Dieser Ausschlussgrund betrifft nach dem Grundsatz der Einheit des Verfahrens (vgl. BGE 134 V 138 E. 3 S. 144; 133 III 645 E. 2.2 S. 647 f.) jegliche Art von Entscheiden des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet des Asyls, namentlich auch Entscheide verfahrensrechtlicher Natur wie Nichteintretensentscheide. Ein anderes Rechtsmittel ans Bundesgericht als die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten steht nicht zur Verfügung. Ausser Betracht fällt namentlich die subsidiäre Verfassungsbeschwerde, kann sich diese doch nur gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen richten ( Art. 113 BGG ).
Auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde ( Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG ) ist im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG , ohne Schriftenwechsel oder andere Instruktionsmassnahmen (mündliche Anhörung) nicht einzutreten.
Unter den gegebenen Umständen rechtfertigt es sich, ausnahmsweise auf die Erhebung von Kosten zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern (durch Vermittlung der Schweizerischen Botschaft in Berlin), der Schweizerischen Botschaft in Berlin (mit der Bitte, das Urteil den Beschwerdeführern gegen Unterzeichnung der beigelegten Empfangsbestätigung oder gegen postalischen Rückschein zu eröffnen und den Eröffnungsbeleg dem Bundesgericht zuzustellen), dem Bundesamt für Migration und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung IV, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. Januar 2010
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Müller Feller