Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2A.681/2004 KI-generiert

Taxpayer Challenge to Non-Deductibility of Childcare Costs for Work Purposes

Geschäftsnummer 2A.681/2004
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case revolves around a taxpayer who appealed a decision regarding the assessment of their income tax for the year 2001. The dispute centers on the denial of a deduction for childcare costs incurred for the care of their two minor children while both parents worked extensively. The taxpayer argued that these childcare expenses should be recognized as professional expenses deductible under the applicable tax laws, citing the need for such arrangements due to their combined work commitments and the recent birth of a second child. The tax authorities and the cantonal court, however, classified childcare costs as non-deductible, stating they do not directly relate to the generation of income but rather support the ability to work. The case was subsequently escalated to the Federal Tribunal for review.

Legislator-Regeste

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Art. 9 StHG, Art. 9 Abs. 1 StHG, Art. 9 Abs. 2 lit. cbis StHG, Art. 72c StHG, Art. 36a OG, Art. 156 Abs. 1 OG; Taxpayer Challenge to Non-Deductibility of Childcare Costs for Work Purposes: Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist offensichtlich unbegründet und im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG zu erledigen. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen ( Art. 156 Abs. 1 OG ).

Schlagwörter

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Abzug für Drittbetreuungskosten Steuersatz Parteientschädigung Arbeitsbewilligungen minderjährige Kinder Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (16)

VPB 2011-09-06 (2011-09-06)
Expatriate Tax Deduction Ordinance: Professional Expenses and Fair Taxation
«…spiré de l’avis de droit R. Waldburger/M. Schmid lors de l’élabora- 30 ATF 81 I 70; ATF 124 II 29; 2A.362/2003; 2A.681/2004. 31 P. Locher, op. cit., ad art. 25, ch. 23ss; Ph. Funk, Diss., p. 247ss; M. Reich, in Kommentar zum DBG, Zweifel…»
FI.2024.0015 (2024-04-29) · vd
Tax Deduction for Childcare Expenses and Part-Time Employment
«…omme une déduction anorganique, même si les frais engendrés peuvent avoir un lien étroit avec l'obtention du revenu (TF 2A.681/2004 consid. 2; ég. Circulaire no30 de l'AFC sur l'imposition de la famille, ch. 8.1). La déduction pour frais de garde est…»
2021 (2022-11-15) · zh
Taxpayers v. Tax Authority: Childcare Deduction Proration Based on Income Assessment Procedure
«…ter Berücksichtigung der steuerrechtlichen Gesetzessystematik zwischen allgemeinen Abzügen und Sozialabzügen (vgl. BGr, 2A.681/2004, 10. Dezember 2004, E. 3). Die diesbezügliche Systematik von DBG und StG ist dieselbe geblieben: Der Kinderdrittbe- tre…»
2020 (2021-01-27) · zh
Spousal Income Aggregation for Tax Rate Determination and Foreign Property Income Calculation
«…richt in seiner Rechtsprechung zur Frage, ob Drittbetreuungskosten Gewinnungskosten darstellen (BGr, 10. Dezember 2004, 2A.681/2004, E. 2). Die Ausscheidungsmethodik des kan- tonalen Steueramts erweist sich somit auch in diesem Punkt als korrekt.…»
2C_1047/2016 (2017-07-31)
Couple vs. Tax Authority: Child Care Expense Deduction Limits
«…besserung der Arbeitskraft bzw. der Gesundheit (vgl. BGE 142 II 293 E. 3.4 S. 300; 124 II 29 E. 3d S. 34 f.; Urteil 2A.681/2004 vom 10. Dezember 2004 E. 2; je mit Hinweisen). Der Kinderbetreuungskostenabzug ist daher in der Form eines allgemeinen…»
I.1.2012.12.I.1.201 (2012-08-30) · sg
Taxpayer Appeal on Childcare Deduction for Cantonal and Federal Taxes
«…tlicher und kantonaler Rechtsprechung nicht als steuerlich abzugsfähige Berufsauslagen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2A.681/2004 und 2A.362/2003). Es sind typische Aufwendungen, die vorab von der persönlichen Situation der steuerpflichtigen Person…»
I.1.2012.12.I.1.2012.13 (2012-08-30) · sg
Parents' Childcare Expense Deduction Appeal (2009 Taxes)
«…tlicher und kantonaler Rechtsprechung nicht als steuerlich abzugsfähige Berufsauslagen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2A.681/2004 und 2A.362/2003). Es sind typische Aufwendungen, die vorab von der persönlichen Situation der steuerpflichtigen Person…»
I.1.2012.12.I.1.201 (2012-08-30) · sg
Tax Deductibility of Childcare Expenses for Dual-Earner Parents (2009)
«…tlicher und kantonaler Rechtsprechung nicht als steuerlich abzugsfähige Berufsauslagen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2A.681/2004 und 2A.362/2003). Es sind typische Aufwendungen, die vorab von der persönlichen Situation der steuerpflichtigen Person…»
I.1.2009.230 (2010-12-09) · sg
Tax Deductibility of Childcare Costs: Blanket Reduction vs. Specific Meal Allowance
«…h bei den Kinderbetreuungskosten nicht um Gewinnungs-, sondern um Lebenshaltungskosten (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2A.681/2004 und 2A.362/2003). Die Aufwendungen für den Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie sind grundsätzlich nicht…»
I.1.2009.230 (2010-12-09) · sg
Taxpayer Appeal Regarding Blanket Reduction of Childcare Costs
«…h bei den Kinderbetreuungskosten nicht um Gewinnungs-, sondern um Lebenshaltungskosten (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2A.681/2004 und 2A.362/2003). Die Aufwendungen für den Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie sind grundsätzlich nicht…»
80.2009.166 (2010-01-21) · ti
Taxpayer v. Tax Authority: Childcare Expense and Vehicle Deduction Disallowance
«…erale diretta, allo stato attuale, la giurisprudenza (cfr. sentenza del TF non pubblicata del 10 dicembre 2004, inc. n. 2A.681/2004 e riferimenti giurisprudenziali ivi citati) e la dottrina maggioritaria (cfr. Locher, Kommentar zum DBG, vol. I, Therwi…»
2009.28 (2009-09-18) · bl
Boarding School Fees Deductible as Third-Party Childcare
«…laubt sind, gilt der Abzug nur nach Massgabe des positiven (kantonalen) Rechts (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGE] 2A.681/2004 vom 10. Dezember 2004, E. 2 f.). Bereits im Protokoll der Landratssitzung vom 5. April 2001 wurde unter Nr. 1005 festge…»
510.2009.53 (2009-09-18) · bl
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«…laubt sind, gilt der Abzug nur nach Massgabe des positiven (kantonalen) Rechts (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGE] 2A.681/2004 vom 10. Dezember 2004, E. 2 f.). Bereits im Protokoll der Landratssitzung vom 5. April 2001 wurde unter Nr. 1005 festge…»
132.2003 (2003-12-05) · bl
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«…des Kantons Basel-Landschaft eine dagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ab. Mit Urteil vom 10. Dezember 2004 [2A.681/2004] [publiziert in: www.bger.ch ] wies das Bundesgericht eine gegen das Urteil des Kantonsgerichts des Basel-Landschaft er…»
80.2009.166 · ti
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«…erale diretta, allo stato attuale, la giurisprudenza (cfr. sentenza del TF non pubblicata del 10 dicembre 2004, inc. n. 2A.681/2004 e riferimenti giurisprudenziali ivi citati) e la dottrina maggioritaria (cfr. Locher, Kommentar zum DBG, vol. I, Therwi…»

Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

2A.681/2004 /dxc

Urteil vom 10. Dezember 2004

II. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Wurzburger, Präsident,

Bundesrichterin Yersin, Bundesrichter Merkli,

Gerichtsschreiber Wyssmann.

Parteien

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, Postfach, 4410 Liestal,

Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Bahnhofplatz 17/ Poststrasse 3, Postfach 635, 4410 Liestal.

Gegenstand

Staatssteuer 2001 (Kinderbetreuungskosten),

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, vom 8. September 2004.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1. Mit Entscheid vom 8. September 2004 wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft eine Beschwerde von X.________ ab und bestätigte die Veranlagung für die Staatssteuer 2001 gemäss Einspracheentscheid. Streitig war ein Betrag von Fr. 9'441.--, den der Steuerpflichtige in der Steuerklärung für die Drittbetreuung seiner beiden minderjährigen Kinder als Abzug geltend machte. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt der Steuerpflichtige (sinngemäss) die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und eine entsprechende Berichtigung der Veranlagung. Er macht geltend, die Kosten für die Drittbetreuung der Kinder fielen in ihrem Fall nur an, weil er und seine Frau zusammen mehr als 100 %, nämlich rund 130 %, arbeiten würden und zudem im Jahre 2001 das zweite Kind geboren worden sei; Drittbetreuungskosten seien Gewinnungskosten und gemäss Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG; SR 642.14) zum Abzug zuzulassen.

Akten und Vernehmlassungen wurden nicht eingeholt.

2. Gemäss § 29 Abs. 1 lit. a des Steuergesetzes des Kantons Basel-Landschaft vom 7. Februar 1974 (StG) werden bei den unselbständig Erwerbstätigen von der steuerbaren Einkünften die Erwerbsunkosten abgezogen. Das Gesetz erwähnt insbesondere die Kosten für die Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte, die Mehrkosten der Verpflegung und für Schichtarbeit, die Kosten für Berufskleider, Schwerarbeit, besonderen Kleiderverschleiss, Berufswerkzeuge und Fachliteratur, ferner die mit der Berufsausübung zusammenhängenden Weiterbildungs- und Umschulungskosten und die statutarischen Beiträge an den Berufsverband sowie den zusätzlichen Pauschalabzug von Fr. 500.-- für weitere Berufsauslagen. In § 2ter der Verordnung vom 22. Oktober 1974 zum Steuer- und Finanzgesetz hat der Regierungsrat den Umfang dieser Erwerbsunkosten näher geregelt. Die Kinderbetreuungskosten zählen nicht dazu. Die Veranlagungsbehörde und das Kantonsgericht lehnten es ab, die Kosten der Kinderbetreuung als Gewinnungskosten (Berufskosten) im Sinne von § 29 Abs. 1 lit. a StG zu qualifizieren; diese Kosten stünden nicht im Zusammenhang mit einer bestimmten Erwerbstätigkeit, sondern bildeten nur indirekt die Voraussetzung dafür, dass die Erwerbstätigkeit ausgeübt werden kann. Das entspricht auch der Praxis des Bundesgerichts im Bereich der direkten Bundessteuer sowie der in der Doktrin mehrheitlich vertretenen Auffassung ( BGE 81 I 70 E. 1 S. 72; ASA 56 371 E. 3 ; 39 511 E. 3; Urteil 2A.77/1991 vom 30. Oktober 1991, in: StR 48/1993 S. 181 E. 3; s. auch BGE 124 II 29 E. 3d S. 34; Peter Locher, Steuerrechtliche Qualifikation von Kinderbetreuungskosten, ASA 68 S. 380 f.; Richner/ Frei/Kaufmann, Handkommentar zum DBG, Zürich 2003, Art. 26 N 9 ; Philip Funk, Der Begriff der Gewinnungskosten nach Schweizerischem Einkommenssteuerrecht, Diss. St. Gallen 1989, S. 123 ff. und 250 f.; anderer Meinung Markus Reich, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, Art. 9 StHG N 19 und 71). Wenn daher das Kantonsgericht im angefochtenen Entscheid die geltend gemachten Kinderbetreuungskosten nicht als Gewinnungskosten zum Abzug zugelassen hat, hat es das kantonale Recht richtig angewendet (vgl. auch E. 3 hiernach zu Art. 9 Abs. 1 StHG .

3. Das Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden anerkennt die Kosten der (berufsbedingten) Kinderbetreuung weder als Gewinnungskosten im Sinne von Art. 9 Abs. 1 StHG , noch sieht es hierfür einen allgemeinen Abzug oder einen Sozialabzug vor. In der Referendumsvorlage für das Bundesgesetz vom 20. Juni 2003 über die Änderungen im Bereich der Ehe- und Familienbesteuerung u.a. (vgl. BBl 2003 4498) war der Kinderbetreuungsabzug - in der Form des allgemeinen Abzugs - im neuen Art. 9 Abs. 2 lit. cbis StHG vorgesehen worden. Mit der Ablehnung dieser Vorlage durch den Souverän gilt weiterhin nur die intertemporalrechtliche Regelung von Art. 72c StHG (Fassung gemäss Bundesgesetz vom 15. Dezember 2000), wonach kantonale Abzüge für die während der Erwerbstätigkeit der Eltern entstehenden Kinderbetreuungskosten bis zur Inkraftsetzung einer Bundesgesetzgebung über die Reform der Ehepaar- und Familienbesteuerung weiterhin erlaubt sind. Gestützt darauf führen zahlreiche Kantone ihre bisherige Regelung fort und lassen solche Abzüge zu. Der Abzug gilt jedoch nur nach Massgabe des positiven (kantonalen) Rechts. Der Richter ist nicht berechtigt, weitere Abzüge zu gewähren (ASA 56 371 E. 3b). Es geht daher nicht an, im Einzelfall aus Billigkeitsgründen einen solchen Abzug anzuordnen.

4. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist offensichtlich unbegründet und im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG zu erledigen. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen ( Art. 156 Abs. 1 OG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht

im Verfahren nach Art. 36a OG :

1. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft sowie der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. Dezember 2004

Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: