Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2A.484/2003 KI-generiert

Removal of Deported Asylum Seeker Renders Detention Appeal Moot

Geschäftsnummer 2A.484/2003
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

A case was brought before a Swiss Federal Tribunal regarding an individual who illegally entered Switzerland from Serbia and Montenegro and subsequently applied for asylum. The authorities discovered that the applicant was involved in ongoing asylum proceedings in Austria under a different identity. Consequently, the Swiss Federal Office for Refugees decided not to process the asylum application, ordered the individual's expulsion from Switzerland, and placed him in deportation detention. The district court approved the detention for three months. The individual filed a complaint against this decision, but by the time the Federal Tribunal addressed the complaint, the individual had already been deported back to Austria, leading the tribunal to conclude that the complaint was no longer relevant and to close the case without costs.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 72 BZP, Art. 40 OG, Art. 66 al. 1 LTF; Removal of Deported Asylum Seeker Renders Detention Appeal Moot: The authorities discovered that the applicant was involved in ongoing asylum proceedings in Austria under a different identity. Consequently, the Swiss Federal Office for Refugees decided not to process the asylum application, ordered the individual's expulsion from Switzerland, and placed him in deportation detention. The district court approved the detention for three months. The individual filed a complaint against this decision, but by the time the Federal Tribunal addressed the complaint, the individual had already been deported back to Austria, leading the tribunal to conclude that the complaint was no longer relevant and to close the case without costs.

Schlagwörter

KI-generiert
Abschiebung Ausschaffungshaft Wiedererwägung des Asylgesuchs Asyl syrischer Staatsangehöriger albanisches Asylgesuch politisches Asyl

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 66 al. 1 LTF

Although the text cites Art. 66 al. 1 LTF implicitly by stating 'Es werden keine Kosten erhoben' (No costs are levied), the text explicitly mentions that no costs are levied in order 2, which corresponds to cost regulation.

Art. 72 BZP

Applied to declare the administrative appeal moot because the purpose of the appeal ceased after the expulsion.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

2A.484/2003 /kil

Beschluss vom 17. Oktober 2003

II. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Hungerbühler, präsidierendes Mitglied,

Bundesrichter Müller, Merkli,

Gerichtsschreiber Merz.

Parteien

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Ausländerfragen, Marktgasse 2,

9050 Appenzell,

Bezirksgericht Appenzell (Strafgericht),

Unteres Ziel 20, 9050 Appenzell.

Gegenstand

Ausschaffungshaft,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil

des Bezirksgerichts Appenzell (Strafgericht) vom

8. Oktober 2003.

Es wird festgestellt und in Erwägung gezogen:

1. Der aus Serbien und Montenegro stammende X.________, geb. am ... 1973, reiste am 19. August 2003 illegal in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch bei der Empfangsstelle Basel. In der Folge wurde er dem Kanton Appenzell Innerrhoden überwiesen. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass X.________ unter anderem Namen in Österreich ein Berufungsverfahren betreffend ein abgewiesenes Asylgesuch hängig hat, stellte die Kantonspolizei St. Gallen im Auftrag des Bundesamtes für Flüchtlinge (BFF) ein Rückübernahmeersuchen an die österreichischen Behörden, dem am 2. Oktober 2003 stattgegeben wurde. Mit Verfügung vom 6. Oktober 2003 trat das BFF auf das Asylgesuch nicht ein und wies X.________ aus der Schweiz weg. Gleichentags wurde dieser in Ausschaffungshaft genommen. Mit Urteil vom 8. Oktober 2003 genehmigte das Bezirksgericht Appenzell (Einzelrichterin des Strafgerichts) die Ausschaffungshaft für die Dauer von drei Monaten.

2. Mit Schreiben vom 8. Oktober 2003 beschwerte sich X.________ gegen das Urteil des Bezirksgerichts. Dieses überwies die Eingabe am 10. Oktober 2003 an das Bundesgericht, das sie als Verwaltungsgerichtsbeschwerde entgegennahm. Am 16. Oktober 2003 hat das Amt für Ausländerfragen des Kantons Appenzell Innerrhoden dem Bundesgericht eine Vollzugs- und Erledigungsmeldung eingereicht, aus der hervorgeht, dass die Ausschaffung von X.________ am 15. Oktober 2003 durch Rücküberstellung an Österreich vollzogen worden ist.

3. Nach erfolgter Ausschaffung ist das Rechtsschutzinteresse an der Behandlung der Beschwerde dahingefallen. Diese ist daher in Anwendung von Art. 72 BZP in Verbindung mit Art. 40 OG als erledigt zu erklären und vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben. Kosten sind nicht zu erheben. Die Frage einer Parteientschädigung stellt sich nicht, da der Beschwerdeführer nicht durch einen Anwalt vertreten gewesen ist.

Demnach beschliesst das Bundesgericht:

1. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird als erledigt erklärt und vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieser Beschluss wird dem Amt für Ausländerfragen (für sich und den Beschwerdeführer), dem Bezirksgericht Appenzell (Strafgericht) sowie dem Bundesamt für Flüchtlinge schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. Oktober 2003

Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber: