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1P.683/2004 KI-generiert

Criminal complaint for false testimony dismissed: federal appeal inadmissible for failure to substantiate constitutional violations under Article 90(1)(b) OG.

Geschäftsnummer 1P.683/2004
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Court did not enter into the merits of the complainant's public-law appeal and dismissed it, upholding the lower court decisions; the complainant must pay the court fee of 500 Swiss francs. The complainant had filed criminal complaints for false testimony against an opposing party, which the investigating magistrate and then the cantonal appellate chamber had dismissed for lack of sufficient suspicion; the complainant challenged both the dismissal order and the appellate judgment in the Federal Court. The court held that the appeal failed to meet the procedural requirements of Article 90(1)(b) of the Federal Statute on the Organization of the Federal Courts because the complainant did not adequately explain, with reference to the lower courts' reasoning, which constitutional rights or legal principles were violated and how, and therefore the appeal was inadmissible.

Legislator-Regeste

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Art. 90 Abs. 1 lit. b OG, Art. 156 Abs. 1 OG, Art. 36a OG; Criminal complaint for false testimony dismissed: federal appeal inadmissible for failure to substantiate constitutional violations under Article 90(1)(b) OG: The complainant had filed criminal complaints for false testimony against an opposing party, which the investigating magistrate and then the cantonal appellate chamber had dismissed for lack of sufficient suspicion; the complainant challenged both the dismissal order and the appellate judgment in the Federal Court. The court held that the appeal failed to meet the procedural requirements of Article 90(1)(b) of the Federal Statute on the Organization of the Federal Courts because the complainant did not adequately explain, with reference to the lower courts' reasoning, which constitutional rights or legal principles were violated and how, and therefore the appeal was inadmissible.

Schlagwörter

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falsches Zeugnis Untersuchungsrichter Anklagezulassung Widerspruchsverfahren Beweisnotstand ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 90 Abs. 1 lit. b OG
Procedure applied in the dispositive to declare the appeal inadmissible for lack of sufficient grounds.
Art. 156 Abs. 1 OG
Costs imposed on the appellant because the appeal was dismissed.
Art. 36a OG
im Verfahren nach Art. 36a OG :

Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 90 Abs. 1 lit. b OG

Procedure applied in the dispositive to declare the appeal inadmissible for lack of sufficient grounds.

Art. 156 Abs. 1 OG

Costs imposed on the appellant because the appeal was dismissed.

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Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1P.683/2004 /ggs

Urteil vom 2. Dezember 2004

I. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Féraud, präsidierendes Mitglied,

Bundesrichter Aeschlimann, Reeb,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Parteien

X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Y.________, Beschwerdegegner,

Untersuchungsrichteramt des Kantons Solothurn, Prisongasse 1, 4502 Solothurn,

Obergericht des Kantons Solothurn, Anklagekammer, Amthaus 1, 4502 Solothurn.

Gegenstand

Einstellungsverfügung,

Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Anklagekammer, vom 27. Oktober 2004.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1. Am 20. April 2004 bzw. am 20. August 2004 erstattete X.________ Strafanzeige gegen Y.________ wegen falscher Zeugenaussage. Der Untersuchungsrichter des Untersuchungsrichteramtes des Kantons Solothurn stellte mit Verfügung vom 1. September 2004 das Ermittlungsverfahren gegen Y.________ ein. Zur Begründung führte er zusammenfassend aus, es sei kein hinreichender Verdacht dafür vorhanden, dass der Angeschuldigte anlässlich der Hauptverhandlung vom 2. April 2004 falsch ausgesagt hätte.

Gegen diese Einstellungsverfügung erhob X.________ Beschwerde bei der Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Solothurn. Diese wies mit Urteil vom 27. Oktober 2004 die Beschwerde ab.

2. Gegen das Urteil der Anklagekammer des Obergerichts und gegen die Einstellungsverfügung des Untersuchungsrichters reichte X.________ am 24. November 2004 staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht ein.

Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3. Der Beschwerdeführer ficht neben dem Urteil der Anklagekammer auch die Einstellungsverfügung des Untersuchungsrichters an. Ob vorliegend die Voraussetzungen für die Mitanfechtung eines Entscheids einer unteren kantonalen Instanz gegeben sind (vgl. "Dorénaz-Praxis", BGE 126 II 377 E. 8b S. 395 mit Hinweisen), kann offen bleiben, da die vorliegende Beschwerde den Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG auch hinsichtlich der Einstellungsverfügung des Untersuchungsrichters nicht genügt (vgl. nachfolgende E. 4).

4. Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen ( BGE 127 I 38 E. 3c mit Hinweisen).

Der Beschwerdeführer setzt sich in seiner Eingabe mit den Begründungen des Urteils der Anklagekammer und der Einstellungsverfügung des Untersuchungsrichters nicht rechtsgenüglich auseinander und legt somit nicht dar, inwiefern diese verfassungs- oder konventionswidrig sein sollen. Mangels einer genügenden Begründung im Sinne von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG ist daher auf die Beschwerde nicht einzutreten.

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen ( Art. 156 Abs. 1 OG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht

im Verfahren nach Art. 36a OG :

1. Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien sowie dem Untersuchungsrichteramt und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Anklagekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. Dezember 2004

Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber: