Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1P.374/2006 KI-generiert

Constitutional Complaint Regarding Arrest Dismissed as Moot After Successful Nullity Appeal, Compensation Awarded

Geschäftsnummer 1P.374/2006
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves two individuals who were arrested during a criminal investigation on September 2, 2004, and subsequently filed claims against officials involved in their arrest, asserting violations of their personal rights. Initially, their claim was dismissed by the District Court, and their appeal to the Cantonal Court was also rejected. The individuals then filed a constitutional complaint to the Federal Court, while also submitting a nullity complaint to the Cantonal Supreme Court. The proceedings at the Federal Court were put on hold until the decision from the Cantonal Supreme Court, which ultimately accepted the nullity complaint, allowing the original claim to proceed and rendering the constitutional complaint moot. Consequently, the Federal Court decided not to impose any costs and ordered the Cantonal authorities to compensate the individuals for their legal fees.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 72 BZP, Art. 40 OG, Art. 156 OG, Art. 159 OG, Art. 72 BZP i.V.m. Art. 40 OG; Constitutional Complaint Regarding Arrest Dismissed as Moot After Successful Nullity Appeal, Compensation Awarded: Initially, their claim was dismissed by the District Court, and their appeal to the Cantonal Court was also rejected. The individuals then filed a constitutional complaint to the Federal Court, while also submitting a nullity complaint to the Cantonal Supreme Court. The proceedings at the Federal Court were put on hold until the decision from the Cantonal Supreme Court, which ultimately accepted the nullity complaint, allowing the original claim to proceed and rendering the constitutional complaint moot. Consequently, the Federal Court decided not to impose any costs and ordered the Cantonal authorities to compensate the individuals for their legal fees.

Schlagwörter

KI-generiert
Anspruch auf Verhaftung Verfassungsbeschwerde im Ausland Haftentschädigung Persönlichkeit Nichtigkeitsbeschwerde Zahlungsbefehl

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
Art. 72 BZP
dass somit das Bundesgericht über die Kostenfolgen mit summarischer Begründung zu entscheiden hat ( Art. 72 BZP i.V.m.
Art. 40 OG
dass somit das Bundesgericht über die Kostenfolgen mit summarischer Begründung zu entscheiden hat ( Art. 72 BZP i.V.m. Art. 40 OG );
Art. 156 OG
dass somit für das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten zu erheben sind ( Art. 156 OG ) und der Kanton Zürich die Beschwerdeführer angemessen zu entschädigen hat ( Art.
Art. 159 OG
156 OG ) und der Kanton Zürich die Beschwerdeführer angemessen zu entschädigen hat ( Art. 159 OG );
Art. 72 BZP i.V.m. Art. 40 OG
Used to justify the decision on the cost consequences in a summary manner because the appeal became moot.

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 72 BZP i.V.m. Art. 40 OG

Used to justify the decision on the cost consequences in a summary manner because the appeal became moot.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (2)

Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1P.374/2006 /ggs

Beschluss vom 19. April 2007

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Féraud, Präsident,

Bundesrichter Reeb, Eusebio,

Gerichtsschreiber Bopp.

Parteien

1. X.________,

2. Y.________,

Beschwerdeführer, beide vertreten durch Manfred Küng, und dieser substituiert durch Rechtsanwalt

Thomas Brunner,

gegen

Kanton Zürich, Staatskanzlei, Neumühlequai 10, Postfach, 8090 Zürich,

Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung,

Badenerstrasse 90, Postfach, 8026 Zürich,

Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, Hirschengraben 13, Postfach, 8023 Zürich.

Gegenstand

Eintreten auf eine Klage,

Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Beschluss

des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer,

vom 15. Mai 2006.

Das Bundesgericht hat in Erwägung,

dass X.________ und Y.________ im Rahmen einer Strafuntersuchung am 2. September 2004 verhaftet worden waren, woraufhin sie zunächst beim Regierungsrat des Kantons Zürich und hernach beim Bezirksgericht Zürich Klage führten und geltend machten, sie seien durch die an der Verhaftung beteiligten Funktionäre in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt worden;

dass das Gericht mit Beschluss vom 18. Juli 2005 auf die Klage nicht eintrat, woraufhin die beiden Kläger an das Obergericht rekurrierten, welches den Rekurs mit Beschluss vom 15. Mai 2006 abwies;

dass die beiden hiergegen staatsrechtliche Beschwerde ans Bundesgericht führten und ausserdem beim Kassationsgericht des Kantons Zürich eine kantonale Nichtigkeitsbeschwerde einreichten;

dass das bundesgerichtliche Verfahren bis zum Vorliegen des Entscheids des Kassationsgerichts sistiert worden ist;

dass das Kassationsgericht die Nichtigkeitsbeschwerde mit Beschluss vom 9. März 2007 gutgeheissen und dies zur Folge hat, dass die fragliche Klage an die Hand zu nehmen ist;

dass damit die staatsrechtliche Beschwerde gegenstandslos geworden ist;

dass kein Fall vorliegt, bei dem trotz fehlenden aktuellen Interesses auf die Beschwerde einzutreten ist (vgl. BGE 120 Ia 165 ff.);

dass somit das Bundesgericht über die Kostenfolgen mit summarischer Begründung zu entscheiden hat ( Art. 72 BZP i.V.m. Art. 40 OG );

dass danach die Kosten der Partei aufzuerlegen sind, die sich bei der Beurteilung des Rechtsstreites materiell im Unrecht befunden hätte;

dass mit Blick auf den Ausgang des kantonalen Nichtigkeitsbeschwerdeverfahrens ein Obsiegen der Beschwerdeführer auch im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren aller Voraussicht nach wahrscheinlicher wäre als ein Unterliegen;

dass somit für das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten zu erheben sind ( Art. 156 OG ) und der Kanton Zürich die Beschwerdeführer angemessen zu entschädigen hat ( Art. 159 OG );

beschlossen:

1. Die Beschwerde im Verfahren 1P.374/2006 wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Der Kanton Zürich hat den Beschwerdeführern eine Parteientschädigung von Fr. 1'500.-- zu bezahlen.

4. Dieser Beschluss wird den Beschwerdeführern, dem Kanton Zürich, dem Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, sowie dem Kassationsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. April 2007

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: