Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1P.102/2001 KI-generiert

A complaint was filed challenging the explanations provided by the government for an upcoming public vote on an initiative aimed at lowering drug prices

Geschäftsnummer 1P.102/2001
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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A complaint was filed challenging the explanations provided by the government for an upcoming public vote on an initiative aimed at lowering drug prices. The complainant claimed that these explanations were false and misleading, and sought to either postpone the vote until corrected information was provided to the electorate or to invalidate the results if the initiative was rejected. The court determined that this type of complaint regarding federal voting matters was not admissible and specified that government explanations cannot be contested through legal means. Consequently, the court did not proceed with the complaint and imposed court costs on the complainant.

Legislator-Regeste

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Art. 85 lit. a OG, Art. 100 lit. p OG, Art. 11 BRP, Art. 156 Abs. 1 OG, Art. 36a OG; A complaint was filed challenging the explanations provided by the government for an upcoming public vote on an initiative aimed at lowering drug prices: The complainant claimed that these explanations were false and misleading, and sought to either postpone the vote until corrected information was provided to the electorate or to invalidate the results if the initiative was rejected. The court determined that this type of complaint regarding federal voting matters was not admissible and specified that government explanations cannot be contested through legal means. Consequently, the court did not proceed with the complaint and imposed court costs on the complainant.

Schlagwörter

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Verwaltungsbeschwerde Volksinitiative Abstimmungsergebnis Wahlfälschung Verfassungsbeschwerde im Ausland Wechselprotest

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 85 lit. a OG
Stimmrechtsbeschwerde im Sinne von Art. 85 lit. a OG zum Vornherein nicht zulässig ist;
Art. 100 lit. p OG
Art. 100 lit. p OG und Art.
Art. 11 BRP
dass aber namentlich die bundesrätlichen Abstimmungserläuterungen (Art. 11 BRP) mit keinem Rechtsmittel angefochten werden können, auch nicht beim Bundesrat (s.
Art. 156 Abs. 1 OG
dass der Beschwerdeführer als unterliegende Partei die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen hat ( Art. 156 Abs. 1 OG );
Art. 36a OG
im Verfahren nach Art. 36a OG
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Volltext

[AZA 1/2]

1P.102/2001/boh

I. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG

*

16. Februar 2001

Es wirken mit: Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger,

Präsident der I. öffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter

Nay, Bundesrichter Aeschlimann und Gerichtsschreiber Bopp.

In Sachen

Verein gegen Tierfabriken Schweiz VgT, Dr. Erwin Kessler, Präsident, Im Büel 2, Tuttwil, Beschwerdeführer,

gegen

S chweizerischer Bundesrat,

betreffend

Stimmrechtsbeschwerde,

Erläuterungen des Bundesrates

zur Volksabstimmung vom 4. März 2001betreffend die Initiative "für tiefere Arzneimittelpreise",

hat das Bundesgericht

in Erwägung,

dass der Verein gegen Tierfabriken VgT, vertreten durch Dr. Erwin Kessler, mit Eingabe vom 8./9. Februar 2001 Stimmrechtsbeschwerde gegen die Erläuterungen des Bundesrates zur Volksabstimmung vom 4. März 2001 betreffend die Initiative "für tiefere Arzneimittelpreise" eingereicht hat und geltend macht, diese Erläuterungen seien unwahr, in schwerwiegender Weise irreführend und daher richtigzustellen;

dass er dementsprechend beantragt, die Durchführung der Abstimmung sei aufzuschieben, bis den Stimmbürgern eine korrigierte, verfassungskonforme Erläuterung zugestellt worden sei, oder (eventuell) bei negativem Ausgang der Abstimmung sei deren Ergebnis als ungültig zu erklären;

dass im vorliegenden Fall somit eine eidgenössische Volksabstimmung in Frage steht, weshalb eine staatsrechtliche bzw. Stimmrechtsbeschwerde im Sinne von Art. 85 lit. a OG zum Vornherein nicht zulässig ist;

dass eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht auf dem Gebiet der politischen Rechte nur in sehr beschränktem Rahmen möglich ist (vgl. Art. 100 lit. p OG und Art. 80 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 1976 über die politischen Rechte [BPR], SR 161. 1; s. zum Ganzen ZBl 93/1992 S. 309 ff. und 86/1985 S. 409 ff.);

dass aber namentlich die bundesrätlichen Abstimmungserläuterungen (Art. 11 BRP) mit keinem Rechtsmittel angefochten werden können, auch nicht beim Bundesrat (s. ZBl 93/1992 S. 309 ff.);

dass somit auf die vorliegende Beschwerde, die sich nach dem Gesagten als unzulässig erweist, nicht eingetreten werden kann;

dass der Beschwerdeführer als unterliegende Partei die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen hat ( Art. 156 Abs. 1 OG );

im Verfahren nach Art. 36a OG

erkannt :

1.- Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.- Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer sowie dem Schweizerischen Bundesrat schriftlich mitgeteilt.

______________

Lausanne, 16. Februar 2001

Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung

des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber: