Federal Supreme Court Correction of Party Compensation Award
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA lawyer, represented by another attorney, successfully appealed before the Swiss Federal Tribunal against a decision by the Lucerne Cantonal Court, which had been previously set aside for re-evaluation. The lawyer requested a correction to a prior Federal Tribunal judgment that omitted a compensation grant for legal costs incurred during the federal proceedings, despite the practice of awarding such compensation to the winning party. The Federal Tribunal acknowledged its oversight, correcting the omission by ordering the Canton of Lucerne to pay CHF 2,000 in legal fees to the lawyer, reaffirming no court costs would be charged due to the correction being necessitated by the Tribunal's mistake.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 68 Abs. 2 BGG, Art. 129 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Correction of Party Compensation Award: The lawyer requested a correction to a prior Federal Tribunal judgment that omitted a compensation grant for legal costs incurred during the federal proceedings, despite the practice of awarding such compensation to the winning party. The Federal Tribunal acknowledged its oversight, correcting the omission by ordering the Canton of Lucerne to pay CHF 2,000 in legal fees to the lawyer, reaffirming no court costs would be charged due to the correction being necessitated by the Tribunal's mistake.
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KI-generiertThe Federal Tribunal used this article to justify correcting the dispositive of the previous judgment based on the finding that it was incomplete regarding party compensation.
Cited to justify not imposing court costs in this decision, as the correction was due to an oversight by the Tribunal.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1G_3/2021
Urteil vom 28. Oktober 2021
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Kneubühler, Präsident,
Bundesrichter Chaix, Bundesrichterin Jametti,
Bundesrichter Haag, Bundesrichter Merz,
Gerichtsschreiberin Hänni.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Gesuchsteller,
vertreten durch Rechtsanwalt Sascha Christener,
gegen
Kriminalgericht des Kantons Luzern,
Landenbergstrasse 36, 6002 Luzern.
Gegenstand
Einsicht in ein rechtskräftiges Urteil,
Berichtigung des Urteils des Schweizerischen
Bundesgerichts vom 27. Juli 2021
(1C_194/2020 [Beschluss 2N 19 162]).
In Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil 1C_194/2020 die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten von A.________ gegen den Beschluss des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung, vom 19. Februar 2020 (2N 19 162) gutgeheissen hat, den angefochtenen Beschluss aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung an das Kantonsgericht zurückgewiesen hat (Ziff. 2 des Dispositivs);
dass keine Gerichtskosten erhoben wurden (Ziff. 3) und dem Beschwerdeführer auch keine Parteientschädigung zugesprochen wurde;
dass der obsiegende Beschwerdeführer jedoch anwaltlich vertreten war, was das Bundesgericht übersehen hat;
dass nach Art. 68 Abs. 2 BGG die unterliegende Partei in der Regel verpflichtet wird, der obsiegenden Partei nach Massgabe des Tarifs des Bundesgerichts alle durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen;
dass der Beschwerdeführer zwar selbst Rechtsanwalt ist, die rechtliche Komplexität des Verfahrens vor dem Bundesgericht jedoch den Beizug einer Rechtsvertretung rechtfertigte (vgl. Urteil 1B_92/2021 vom 31. Mai 2021 E. 4);
dass der Beschwerdeführer somit Anspruch auf eine durch den Kanton Luzern zu bezahlende Parteientschädigung hat;
dass das Bundesgericht gemäss Art. 129 Abs. 1 BGG auf schriftliches Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen eine Erläuterung oder Berichtigung vornimmt, wenn das Dispositiv eines bundesgerichtlichen Entscheids unklar, unvollständig oder zweideutig ist, seine Bestimmungen untereinander oder mit der Begründung im Widerspruch stehen oder Redaktions- oder Rechnungsfehler enthält;
dass nach dem oben Ausgeführten das Dispositiv des genannten Urteils des Bundesgerichts in Bezug auf die Parteientschädigung des Beschwerdeführers unvollständig ist;
dass das Bundesgericht das Dispositiv von Amtes wegen insoweit ergänzt, als der Kanton Luzern dem Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung von CHF 2'000.-- zu bezahlen hat;
dass keine Kosten zu erheben sind, da es sich um ein Versehen des Bundesgerichts handelt ( Art. 66 Abs. 1 BGG ; Urteil 4G_1/2013 vom 17. Juli 2013 E. 2),
erkennt das Bundesgericht:
1. Das Dispositiv des Urteils 1C_194/2020 des Bundesgerichts wird von Amtes wegen durch die folgende Ziff. 3bis ergänzt:
"3bis. Der Kanton Luzern hat dem Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung von CHF 2'000.-- zu bezahlen."
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird A.________, dem Kriminalgericht des Kantons Luzern und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 28. Oktober 2021
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Kneubühler
Die Gerichtsschreiberin: Hänni