Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1G_3/2018 KI-generiert

Federal Supreme Court Judgment Clarification on Soundproofing Cost Deduction Threshold

Geschäftsnummer 1G_3/2018
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a clarification request regarding a previous ruling made by a Federal Court related to sound insulation costs at an airport. The Zurich Airport and the Canton of Zurich had partially appealed the ruling of the Federal Administrative Court, which mandated a flat rate for sound insulation costs based on the building's reduced value. The Federal Court identified a clerical error in its prior decision regarding the percentage for correction under the principle of "reformatio in peius." This clarification was sought to ensure that the threshold for adjustments is accurately set at 10% of the building's reduced value, rather than 90%, aligning it with the original intent of the ruling. The clarification request was deemed unnecessary as the error could be corrected within the proceedings.

Legislator-Regeste

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Art. 129 Abs. 1 BGG, Art. 66 al. 1 BGG; Federal Supreme Court Judgment Clarification on Soundproofing Cost Deduction Threshold: The Zurich Airport and the Canton of Zurich had partially appealed the ruling of the Federal Administrative Court, which mandated a flat rate for sound insulation costs based on the building's reduced value. The Federal Court identified a clerical error in its prior decision regarding the percentage for correction under the principle of "reformatio in peius." This clarification was sought to ensure that the threshold for adjustments is accurately set at 10% of the building's reduced value, rather than 90%, aligning it with the original intent of the ruling. The clarification request was deemed unnecessary as the error could be corrected within the proceedings.

Schlagwörter

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Kostenberechnung Streitwertgrenze Wertminderung Teilentscheid Auslegung von Urteilen Kanzleiversehen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 129 Abs. 1 BGG

The Tribunal corrects an obvious error in its previous decision based on this article.

Art. 66 al. 1 BGG

No court costs are levied in this decision concerning the correction of a previous judgment.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1G_3/2018

Urteil vom 15. Juni 2018

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Merkli, Präsident,

Bundesrichter Karlen, Fonjallaz, Eusebio, Chaix

Gerichtsschreiberin Gerber.

Verfahrensbeteiligte

1. Flughafen Zürich AG, Postfach, 8058 Zürich,

2. Kanton Zürich,

handelnd durch die Baudirektion Kanton Zürich, Immobilienmanagement, Postfach, 8090 Zürich,

Gesuchsteller,

beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Gfeller,

gegen

Genossenschaft A.________,

Gesuchsgegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Ettler und Rechtsanwalt Dr. Adrian Strütt,

Eidgenössische Schätzungskommission, Kreis 10, Administration Flughafenfälle, Postfach 1813, 8032 Zürich,

Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, Kreuzackerstrasse 12, 9000 St. Gallen.

Gegenstand

Erläuterung des bundesgerichtlichen Urteils vom 25. April 2018 (1C_322/2017).

Es wird in Erwägung gezogen:

Am 25. April 2018 hiess das Bundesgericht die Beschwerde der Flughafen Zürich AG und des Kantons Zürich gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 10. Mai 2017 teilweise gut und wies die Sache zur Bemessung der anrechenbaren Schallschutzkosten im Sinne der Erwägungen an das Bundesverwaltungsgericht zurück. In E. 4.7 hielt es fest, zur Vermeidung einer reformatio in peius sei eine Korrektur nur vorzunehmen, wenn die Anrechenbarkeit 90 % des Gebäudeminderwerts übersteige.

Am 18. Mai 2018 haben die Flughafen Zürich AG und der Kanton Zürich ein Erläuterungsgesuch eingereicht, zur Frage, ob eine Korrektur nicht schon dann vorzunehmen sei, wenn die Anrechenbarkeit mehr als 10 % des Gebäudeminderwerts betrage.

Tatsächlich enthält der letzte Satz von E. 4.7 einen offensichtlichen Schreibfehler: Wie sich klar aus den vorangegangenen Erwägungen und dem Streitgegenstand ergibt, muss es an dieser Stelle 10 % (und nicht 90 %) heissen:

Das Bundesverwaltungsgericht hatte eine pauschale Anrechnung der Schallschutzkosten in Höhe von 10 % des Gebäudeminderwerts angeordnet, gestützt auf den Entscheid BGE 122 II 337 . Das Bundesgericht hielt diesen Entscheid nicht für massgeblich und wies die Sache daher zur Schätzung des anzurechnenden Vorteils im konkreten Einzelfall an das Bundesverwaltungsgericht zurück. Mit dem Hinweis im letzten Satz von E. 4.7 wollte das Bundesgericht - zur Vermeidung einer reformatio in peius - sicherstellen, dass eine Korrektur nur zugunsten der Beschwerdeführer erfolgt, d.h. es bei der vorinstanzlichen Anordnung bleibt, wenn sich der anzurechnende Vorteil als geringer erweisen sollte als vom Bundesverwaltungsgericht angenommen. Da dieses eine Anrechnung in Höhe von 10 % des Gebäudeminderwerts angeordnet hatte, ist klar, dass diese Prozentzahl (10 %) für das Verschlechterungsverbot massgeblich sein muss (und nicht 90 %).

Da das Urteilsdispositiv auf die Erwägungen verweist (Rückweisung im Sinne der Erwägungen), kann dieser Redaktionsfehler nach Art. 129 Abs. 1 BGG berichtigt werden. Damit wird das Erläuterungsgesuch gegenstandslos.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Der letzte Satz von E. 4.7 des Urteils 1C_322/2017 vom 25. April 2018 wird wie folgt berichtigt: "Zur Vermeidung einer reformatio in peius ist eine Korrektur nur vorzunehmen, soweit die Anrechenbarkeit

10 % des Gebäudeminderwerts übersteigt."

2. Das Erläuterungsgesuch wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

3. Es werden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Dieses Urteil wird den Parteien, der Eidgenössischen Schätzungskommission, Kreis 10, und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. Juni 2018

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Merkli

Die Gerichtsschreiberin: Gerber