Revision of Dismissed Appeal Regarding Counsel Replacement Refused
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual, referred to as A.________, who submitted a request for revision of a prior Swiss Federal Tribunal judgment (1B_588/2021) dated November 1, 2021, concerning a complaint about the change of public defense counsel. A.________ argues that a letter they submitted on November 4, 2021, was not considered in the previous ruling. The request contends that this oversight constitutes a basis for revision under Article 121(d) BGG. However, the Tribunal found the argument unconvincing as the new information would not have influenced the outcome, even if it had been considered. Furthermore, any claim of incorrect application of Article 42(2) BGG is deemed inadequate for a revision process, which does not entertain mere disagreement over legal judgment. The Tribunal decided to reject the revision request and abstained from imposing court costs.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 2 BGG, Art. 121 lit. d BGG, Art. 127 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Revision of Dismissed Appeal Regarding Counsel Replacement Refused: A.________ argues that a letter they submitted on November 4, 2021, was not considered in the previous ruling. The request contends that this oversight constitutes a basis for revision under Article 121(d) BGG. However, the Tribunal found the argument unconvincing as the new information would not have influenced the outcome, even if it had been considered. Furthermore, any claim of incorrect application of Article 42(2) BGG is deemed inadequate for a revision process, which does not entertain mere disagreement over legal judgment. The Tribunal decided to reject the revision request and abstained from imposing court costs.
Schlagwörter
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KI-generiertCited in the reasoning as the basis for dismissing the revision application without requiring written submissions.
Cited in the dispositive because the Tribunal decided not to impose costs in this exceptional case.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (1)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1F_6/2022
Urteil vom 8. März 2022
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Kneubühler, Präsident,
Bundesrichter Chaix,
Bundesrichterin Jametti,
Gerichtsschreiber Pfäffli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Gesuchsteller,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, 4500 Solothurn,
Obergericht des Kantons Solothurn, Vizepräsident der Strafkammer,
Amthaus 1, 4500 Solothurn.
Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 1B_588/2021 vom 1. November 2021.
In Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil 1B_588/2021 vom 1. November 2021 auf eine von A.________ erhobene Beschwerde betreffend Wechsel der amtlichen Verteidigung mangels einer genügenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht eingetreten ist, womit das von A.________ sinngemäss gestellte Gesuch, die Berufungsverhandlung vom 10. November 2021 sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahme abzusetzen, gegenstandslos geworden ist;
dass A.________ mit Eingabe vom 21. Februar 2022 um Revision des bundesgerichtlichen Urteils 1B_588/2021 vom 1. November 2021 ersucht;
dass die Aufhebung oder Abänderung eines in Rechtskraft erwachsenen Bundesgerichtsurteils nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes gemäss Art. 121 ff. BGG möglich ist;
dass der Gesuchsteller, soweit verständlich, sich auf den Revisionsgrund von Art. 121 lit. d BGG beruft, da das Bundesgericht sein Schreiben vom 4. November 2021 nicht mehr berücksichtigt habe;
dass, abgesehen vom Umstand, dass das erwähnte Schreiben erst nach der Urteilsfällung eingereicht wurde, sich der erwähnte Revisionsgrund als unbegründet erweist, da keine erhebliche Tatsache vorliegt, denn das Bundesgericht hätte selbst unter Berücksichtigung dieser Eingabe sowohl in der Sache selbst als auch bezüglich der beantragten vorsorglichen Massnahme nicht anders entschieden;
dass der Gesuchsteller, soweit er sinngemäss eine falsche Rechtsanwendung von Art. 42 Abs. 2 BGG geltend macht, Kritik an der rechtlichen Würdigung übt, die im Revisionsverfahren nicht zu hören ist;
dass deshalb das Revisionsgesuch ohne Schriftenwechsel ( Art. 127 BGG ) abzuweisen ist, soweit überhaupt darauf einzutreten ist;
dass ausnahmsweise auf eine Kostenauflage zu verzichten ist ( Art. 66 Abs. 1 BGG );
dass sich das Bundesgericht vorbehält, künftig ähnliche Eingaben in der vorliegenden Angelegenheit formlos abzulegen;
erkennt das Bundesgericht:
1. Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Vizepräsident der Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 8. März 2022
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Kneubühler
Der Gerichtsschreiber: Pfäffli