Federal Supreme Court Dismisses Revision Based on Alleged Judicial Bias as Abuse of Process
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn this case, an individual submitted a request to the Swiss Federal Tribunal to overturn a previous decision issued on February 24, 2009, which had dismissed his complaint against a ruling from the Criminal Chamber of the Cantonal Court of Solothurn. The individual argued that the presiding judge in the earlier ruling was biased simply because the judge had ruled against him. The Tribunal found this claim for recusal to be unfounded and legally inappropriate, stating that previous rulings against a party do not constitute a basis for recusal. Consequently, the Tribunal declined to entertain both the recusal request and the revision petition, also denying the request for free legal assistance due to the lack of merit in the case. The individual was ordered to bear the costs of the proceedings.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 108 BGG, Art. 121 lit. a BGG, Art. 34 Abs. 2 BGG, Art. 37 BGG, Art. 64 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Revision Based on Alleged Judicial Bias as Abuse of Process: The individual argued that the presiding judge in the earlier ruling was biased simply because the judge had ruled against him. The Tribunal found this claim for recusal to be unfounded and legally inappropriate, stating that previous rulings against a party do not constitute a basis for recusal. Consequently, the Tribunal declined to entertain both the recusal request and the revision petition, also denying the request for free legal assistance due to the lack of merit in the case. The individual was ordered to bear the costs of the proceedings.
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KI-generiertDenied the application for legal aid due to the obvious hopelessness of the revision request.
Imposed court costs on the applicant based on the outcome of the procedure.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (1)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
1F_6/2009
Urteil vom 25. März 2009
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Aemisegger, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Reeb, Fonjallaz,
Gerichtsschreiber Pfäffli.
Parteien
X.________, Gesuchsteller,
gegen
Obergericht des Kantons Solothurn, Strafkammer, Amtshaus l, Postfach 157, 4402 Solothurn.
Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das bundesgerichtliche Urteil 1B_49/2009 vom 24. Februar 2009.
Erwägungen:
1. Das Bundesgericht trat mit Urteil vom 24. Februar 2009 auf eine Beschwerde von X.________ gegen eine Verfügung der Strafkammer des Obergerichts des Kantons Solothurn nicht ein (Verfahren 1B_49/2009). Das Urteil erging im Verfahren nach Art. 108 BGG , unter Mitwirkung von Bundesrichter Aemisegger.
2. Mit Eingabe vom 16. März 2009 (Postaufgabe 17. März 2009) ersucht X.________ um Aufhebung des bundesgerichtlichen Urteils vom 24. Februar 2009. Er macht geltend, Bundesrichter Aemisegger, der als Einzelrichter das Urteil vom 24. Februar 2009 gefällt hatte, sei befangen gewesen. Damit beruft er sich sinngemäss auf den Revisionsgrund von Art. 121 lit. a BGG .
3. Der Gesuchsteller sieht den Ausstandsgrund allein im Umstand, dass Bundesrichter Aemisegger, der übrigens nicht FDP-Mitglied ist, mit Urteil vom 24. Februar 2009 gegen ihn entschieden hatte. Ein solchermassen begründetes Ausstandsgesuch ist unzulässig und rechtsmissbräuchlich. Allein die Tatsache, dass Richter in früheren Verfahren zu Ungunsten des Gesuchstellers entschieden hatten, bildet keinen Ausstandsgrund (vgl. auch Art. 34 Abs. 2 BGG ). Solche Begehren sind letztlich auf die Lahmlegung des Bundesgerichts gerichtet (vgl. weiteres Verfahren 1F_5/2009 des Gesuchstellers). Am Entscheid über das unzulässige Ausstandsbegehren kann die abgelehnte Gerichtsperson mitwirken, ohne dass gemäss Art. 37 BGG vorzugehen wäre (vgl. dazu BGE 114 Ia 278 E. 1 zu Art. 26 des Ende 2006 ausser Kraft gesetzten OG, welcher im Wesentlichen mit Art. 37 BGG übereinstimmt).
4. Nach dem Gesagten ist weder auf das Ausstandsbegehren noch das Revisionsgesuch einzutreten. Angesichts der offensichtlichen Aussichtslosigkeit des vorliegenden Revisionsgesuchs kann dem sinngemäss gestellten Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht entsprochen werden ( Art. 64 BGG ). Die Gerichtskosten sind entsprechend dem Verfahrensausgang dem Gesuchsteller aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1. Auf das Ausstandsbegehren wird nicht eingetreten.
2. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.
3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
4. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.
5. Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 25. März 2009
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:
Aemisegger Pfäffli