Federal Supreme Court Decision Affirming Presumption of Registered Mail Delivery
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAn individual filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal against a resolution by the governing council related to a traffic circle in Bassersdorf on October 2, 2019. The complaint was incomplete as it lacked the contested decision document. The tribunal requested that the individual supply the missing document by October 14, 2019, but the notification was returned as "Not Collected" by the post. Consequently, the tribunal dismissed the complaint on October 15, 2019. Following this, on October 23, 2019, the individual requested a reopening of the case, claiming they did not receive the notification. The tribunal informed them about the option to seek a revision, which the individual pursued on November 1, 2019, disputing receipt of the notification. However, the tribunal indicated that the presumption of proper postal delivery stands unless evidence suggests probable errors, which the individual did not provide. As a result, the tribunal decided not to entertain the revision plea.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 5 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 66 al. 1 BGG; Federal Supreme Court Decision Affirming Presumption of Registered Mail Delivery: The complaint was incomplete as it lacked the contested decision document. The tribunal requested that the individual supply the missing document by October 14, 2019, but the notification was returned as "Not Collected" by the post. Consequently, the tribunal dismissed the complaint on October 15, 2019. Following this, on October 23, 2019, the individual requested a reopening of the case, claiming they did not receive the notification. The tribunal informed them about the option to seek a revision, which the individual pursued on November 1, 2019, disputing receipt of the notification. However, the tribunal indicated that the presumption of proper postal delivery stands unless evidence suggests probable errors, which the individual did not provide. As a result, the tribunal decided not to entertain the revision plea.
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KI-generiertApplied to order the applicant to bear the court costs due to the non-admission of the revision application.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (2)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1F_50/2019
Urteil vom 25. November 2019
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Chaix, Präsident,
Bundesrichter Merkli, Fonjallaz,
Gerichtsschreiber Pfäffli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Gesuchsteller,
Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 15. Oktober 2019 (1C_521/2019).
Erwägungen:
1. A.________ reichte am 2. Oktober 2019 eine als "Beschwerde gegen den Beschluss des Regierungsrates betreffend Kreisel in Bassersdorf" bezeichnete Eingabe beim Bundesgericht ein. Da der angefochtene Entscheid der Beschwerde nicht beilag, forderte ihn das Bundesgericht mit Verfügung vom 3. Oktober 2019 auf, diesen Mangel spätestens bis am 14. Oktober 2019 zu beheben, ansonsten die Rechtsschrift unbeachtet bleibe ( Art. 42 Abs. 5 BGG ). Die als "Gerichtsurkunde" versandte Verfügung wurde von der Post als "Nicht abgeholt" ans Bundesgericht retourniert. In der Folge trat das Bundesgericht mit Urteil 1C_521/2019 vom 15. Oktober 2019 auf die Beschwerde nicht ein.
2. Am 23. Oktober 2019 wandte sich A.________ ans Bundesgericht und ersuchte um "Wiederaufnahme des Verfahrens". Das Bundesgericht wies ihn mit Schreiben vom 24. Oktober 2019 auf die Möglichkeit einer Revision hin, worauf A.________ mit Eingabe vom 1. November 2019 um Revision des bundesgerichtlichen Entscheids 1C_521/2019 vom 15. Oktober 2019 ersuchte. A.________ bestreitet, die Verfügung vom 3. Oktober 2019, versandt als Gerichtsurkunde, bzw. eine Abholungseinladung erhalten zu haben.
3. Bei eingeschriebenen Sendungen gilt eine widerlegbare Vermutung, dass die Abholungseinladung ordnungsgemäss in den Briefkasten oder das Postfach des Empfängers gelegt und das Zustellungsdatum korrekt registriert wurde. Es findet eine Umkehr der Beweislast in dem Sinne statt, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten des Empfängers ausfällt, der den Erhalt der Abholungseinladung bestreitet. Diese Vermutung gilt solange, als der Empfänger nicht den Nachweis einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit von Fehlern bei der Zustellung erbringt. Die immer bestehende Möglichkeit von Fehlern bei der Poststelle genügt nicht, um die Vermutung zu widerlegen. Vielmehr müssen konkrete Anzeichen für einen Fehler vorhanden sein ( BGE 142 IV 201 E. 2.3 S. 204 f.).
Der Gesuchsteller nennt keinen Revisionsgrund und solche sind auch nicht ersichtlich. Im Übrigen vermag er mit seinem Hinweis, dass am besagten Tag der Zustellung eine Aushilfe für die Zustellung zuständig war, nicht aufzuzeigen, dass die vermutete Zustellung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht erfolgt sei. Auf das Revisionsgesuch ist demnach nicht einzutreten.
4. Bei diesem Verfahrensausgang trägt der Gesuchsteller die Gerichtskosten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.
3. Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 25. November 2019
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Chaix
Der Gerichtsschreiber: Pfäffli