Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1F_46/2019 KI-generiert

Applicant v. Federal Court: Revision for Lack of Judicial Independence and Improper Court Composition Denied

Geschäftsnummer 1F_46/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A petitioner filed for revision of a Swiss Federal Tribunal decision dated August 9, 2019, which was dismissed initially due to insufficient reasoning under Article 42 paragraph 2 of the BGG (Swiss Federal Supreme Court Act). The petitioner contested the independence and non-compliance in the appointment of judges as a basis for revision under Article 121 letter a of the BGG. The petitioner argued the non-independence of a judge involved in previous decisions against them, which was considered an abuse of rights, as a judge's previous decisions do not imply a lack of independence. There were claims of non-compliance concerning court composition in a simplified procedure, yet it was not demonstrated how this influenced the grounds for revision. Consequently, the petition and the related request for judge recusal were not pursued, and no costs were assigned in the proceeding.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 121 lit. a BGG, Art. 34 Abs. 2 BGG, Art. 37 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 127 BGG; Applicant v. Federal Court: Revision for Lack of Judicial Independence and Improper Court Composition Denied: The petitioner contested the independence and non-compliance in the appointment of judges as a basis for revision under Article 121 letter a of the BGG. The petitioner argued the non-independence of a judge involved in previous decisions against them, which was considered an abuse of rights, as a judge's previous decisions do not imply a lack of independence. There were claims of non-compliance concerning court composition in a simplified procedure, yet it was not demonstrated how this influenced the grounds for revision. Consequently, the petition and the related request for judge recusal were not pursued, and no costs were assigned in the proceeding.

Schlagwörter

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Revision eines Entscheids richterliche Unabhängigkeit gesetzliche Voraussetzungen Geschäftsordnung Einrede der Verfassungswidrigkeit Verfahrensmissbrauch

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 127 BGG

Used to justify the non-admittance of the revision application without exchange of written pleadings.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to decide that no court costs shall be levied.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1F_46/2019

Urteil vom 21. Oktober 2019

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Chaix, Präsident,

Bundesrichter Fonjallaz, Kneubühler,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Gesuchstellerin,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn,

Obergericht des Kantons Solothurn,

Beschwerdekammer.

Gegenstand

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 9. August 2019 (1B_341/2019).

In Erwägung,

dass das Bundesgericht mit Urteil vom 9. August 2019 (1B_341/2019) auf eine von A.________ erhobene Beschwerde mangels einer genügenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht eintrat;

dass A.________ mit Eingabe vom 8. September 2019 um Revision des bundesgerichtlichen Urteils 1B_341/2019 vom 9. August 2019 ersucht;

dass die Aufhebung oder Abänderung eines in Rechtskraft erwachsenen Bundesgerichtsurteils nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes gemäss Art. 121 ff. BGG möglich ist;

dass die Gesuchstellerin eine "Nichtunabhängigkeit" und eine "nicht gesetzeskonforme" Besetzung geltend macht und sich damit sinngemäss auf den Revisionsgrund von Art. 121 lit. a BGG beruft;

dass einem Richter die Unabhängigkeit nicht abgesprochen werden kann, nur weil er bereits in früheren Verfahren gegen die Gesuchstellerin entschieden hatte (vgl. Art. 34 Abs. 2 BGG );

dass ein solchermassen begründetes Ausstandsbegehren als rechtsmissbräuchlich erscheint, weshalb darauf ohne Ausstandsverfahren nach Art. 37 Abs. 1 BGG unter Mitwirkung der abgelehnten Gerichtsperson nicht einzutreten ist ( BGE 114 Ia 278 E. 1; Urteil 2F_12/2008 vom 4. Dezember 2008 E. 2 mit weiteren Hinweisen);

dass auch nicht ersichtlich ist, inwiefern ein im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG ergangener einzelrichterlicher Entscheid Vorschriften über die Besetzung des Gerichts verletzen sollte;

dass somit nicht ersichtlich ist, inwiefern der bundesgerichtliche Nichteintretensentscheid vom 9. August 2019 am Revisionsgrund von Art. 121 lit. a BGG leiden sollte;

dass sich aus dem Revisionsgesuch auch nicht verständlich ergibt, inwiefern der bundesgerichtliche Nichteintretensentscheid vom 9. August 2019 an einem anderen Revisionsgrund leiden sollte;

dass Kritik an der rechtlichen Würdigung im Revisionsverfahren nicht zu hören ist;

dass deshalb auf das Revisionsgesuch ohne Schriftenwechsel ( Art. 127 BGG ) nicht einzutreten ist;

dass auf eine Kostenauflage verzichtet werden kann ( Art. 66 Abs. 1 BGG );

dass sich das Bundesgericht vorbehält, künftig ähnliche Eingaben in der vorliegenden Angelegenheit formlos abzulegen;

erkennt das Bundesgericht:

1. Auf das Ausstandsgesuch gegen Bundesrichter Merkli wird nicht eingetreten.

2. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. Dieses Urteil wird der Gesuchstellerin, der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 21. Oktober 2019

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Chaix

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli