Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1F_42/2019 KI-generiert

Revision Application for Cantonal Regulation Amendment Denied Due to Lack of Diligence

Geschäftsnummer 1F_42/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A petitioner sought revision of a Swiss Federal Tribunal decision dated January 10, 2019, which dismissed their complaint against an amendment to the organizational regulations of the Appellationsgericht Basel-Stadt made on August 30, 2018. The petitioner argued that the amendment was unlawful due to an insufficient number of members being present to make the decision. They presented a letter and meeting excerpt showing only nine out of the required fourteen members were present. The petitioner claimed newly discovered evidence justifying the revision request, but the Tribunal found they failed to demonstrate why this information was not available earlier with due diligence and declined to proceed with the revision request.

Legislator-Regeste

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Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 127 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Revision Application for Cantonal Regulation Amendment Denied Due to Lack of Diligence: The petitioner argued that the amendment was unlawful due to an insufficient number of members being present to make the decision. They presented a letter and meeting excerpt showing only nine out of the required fourteen members were present. The petitioner claimed newly discovered evidence justifying the revision request, but the Tribunal found they failed to demonstrate why this information was not available earlier with due diligence and declined to proceed with the revision request.

Schlagwörter

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Revisionsgesuch Klageänderung Verfassungsänderung Ergebnislose Ausschreibung Einrede der Verfassungswidrigkeit Asylrevision

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 127 BGG

The Tribunal decided not to enter into the merits of the revision request without formal written submissions.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The Tribunal decided to waive the collection of court fees under the circumstances.

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (6)

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Admissibility of Revision Requests and Imminent Risk of International Law Violations
«…n können, weshalb die Revision unzulässig und auf das Revisionsgesuch nicht einzutreten sei (vgl. etwa Urteile des BGer 1F_42/2019 vom 28. August 2019 E. 4; 2F_23/2017 vom 9. Januar 2018 E. 3.2). Hingegen finden sich auch Urtei- le, in welchen in der…»
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«…as Bundesgericht am 10. Januar 2019 abgewiesen, soweit es darauf eintrat (Verfahren 1C_549/2018; vgl. hiezu auch Urteil 1F_42/2019 vom 28. August 2019). 5.4. 5.4.1. Der Vorsitzende der strafrechtlichen Abteilung des Appellationsgerichts hat im zu be…»
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«…as Bundesgericht am 10. Januar 2019 abgewiesen, soweit es darauf eintrat (Verfahren 1C_549/2018; vgl. hiezu auch Urteil 1F_42/2019 vom 28. August 2019). 3.2.2. Der Vorsitzende der strafrechtlichen Abteilung des Appellationsgerichts hat im zu beurtei…»
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«…n können, weshalb die Revision unzulässig und auf das Revisionsgesuch nicht einzutreten sei (vgl. etwa Urteile des BGer 1F_42/2019 vom 28. August 2019; 2F_23/2017 vom 9. Januar 2018). Hingegen finden sich auch Urteile, in welchen in der glei- chen Ko…»
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«…tun, dass die Beweismittel im früheren Verfahren trotz hinreichender Sorgfalt nicht beigebracht werden konnten (Urteile 1F_42/2019 vom 28. August 2019 E. 4; 2F_3/2019 vom 23. Juli 2019 E. 2.1; 4F_18/2017 vom 4. April 2018 E. 3.1.1; 4A_144/2010 vom 28…»
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Federal Court Dismissal of Revision for Lack of Due Diligence Regarding Quorum Allegation
«…ern beschlussfähig. Beim Beschluss vom 30. August 2018 seien jedoch nur neun Mitglieder anwesend gewesen. 4. Mit Urteil 1F_42/2019 vom 28. August 2019 trat das Bundesgericht auf das Revisionsgesuch nicht ein, da A.________ seiner Begründungsobliegenh…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1F_42/2019

Urteil vom 28. August 2019

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Chaix, Präsident,

Bundesrichter Fonjallaz, Muschietti,

Gerichtsschreiber Dold.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Gesuchsteller,

gegen

Appellationsgericht Basel-Stadt,

Gesuchsgegner.

Gegenstand

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 10. Januar 2019 (1C_549/2018).

Erwägungen:

1. Mit Urteil vom 10. Januar 2019 hat das Bundesgericht eine Beschwerde von A.________ gegen die am 30. August 2018 beschlossene Änderung des Organisationsreglements des Appellationsgerichts Basel-Stadt abgewiesen, soweit darauf einzutreten war (Verfahren 1C_549/2019).

2. Mit Schreiben vom 20. August 2019 ersucht A.________ um Revision des bundesgerichtlichen Urteils vom 10. Januar 2019. Er beruft sich auf den Revisionsgrund von Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG . Nach dieser Bestimmung kann die Revision in Zivilsachen und öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten verlangt werden, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind.

3. Der Gesuchsteller macht geltend, die Änderungen des Organisationsreglements beruhten auf einem gesetzwidrigen Beschluss. Zuständig sei das Gesamtgericht gewesen und dieses sei bei Anwesenheit von wenigstens 14 Mitgliedern beschlussfähig (§ 5 Abs. 1 und § 4 Abs. 5 des Organisationsreglements des Appellationsgerichts vom 14. März 2017 [SG 154.150]). Beim Beschluss vom 30. August 2018 seien jedoch nur neun Mitglieder anwesend gewesen. Zum Beleg legt der Gesuchsteller ein Schreiben des vorsitzenden Präsidenten des Gerichts, Dr. Wullschleger, vom 26. Juni 2019 vor, dem ein Protokollauszug mit folgendem Wortlaut beigefügt ist:

"Aus dem Protokoll vom 30. August 2018

Anwesend: WUS, MAG, HOC, STO, CHE, GEC, EQA, GRR, KRG

(Entschuldigt: SPC, NEC)2

[...]

1. Änderung des Organisationsreglements des Appellationsgerichts (betr. Spruchkörperbildung)

[...]

Änderung des Organisationsreglements des Appellationsgerichts ohne Gegenstimme verabschiedet."

Die Fussnote 2, die offenbar nachträglich vom Verfasser des Schreibens an den Gesuchsteller zum Zwecke der Erläuterung eingefügt wurde, lautet wie folgt: "Daraus ergibt sich e contrario die Anwesenheit der folgenden Richter/innen: STM, REL, FRJ, WIA, TRA, THD, SCB, GUH, MEZ, WEJ, MAB, LOC."

4. Die Revision ist ein ausserordentliches Rechtsmittel und dient nicht einfach der Weiterführung des Verfahrens. Es obliegt den Prozessparteien, rechtzeitig und prozesskonform zur Klärung des Sachverhalts entsprechend ihrer Beweispflicht beizutragen. Dass es ihnen unmöglich war, Tatsachen und Beweismittel bereits im früheren Verfahren beizubringen, ist nur mit Zurückhaltung anzunehmen. Entsprechend hat der Gesuchsteller im Revisionsgesuch darzutun, dass er die Tatsachen oder Beweismittel im früheren Verfahren trotz hinreichender Sorgfalt nicht beibringen konnte (Urteile 4F_18/2017 vom 4. April 2018 E. 3.1.1; 4A_144/2010 vom 28. September 2010 E. 2.3; je mit Hinweisen). Dieser Begründungsobliegenheit ist der Gesuchsteller im vorliegenden Verfahren nicht nachgekommen. Er hält einzig fest, es sei nun zu prüfen, ob das abgeänderte Reglement reglementskonform zu Stande gekommen sei. Weshalb er sich erst nach Ergehen des bundesgerichtlichen Urteils vom 10. Januar 2019 nach dem zum Erlass des Organisationsreglements führenden Verfahren erkundigt hat, legt er nicht dar. Auf sein Gesuch ist deshalb nicht einzutreten.

5. Auf das Revisionsgesuch ist ohne Schriftenwechsel ( Art. 127 BGG ) nicht einzutreten.

Auf die Erhebung von Gerichtskosten ist umständehalber zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2. Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller und dem Appellationsgericht Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. August 2019

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Chaix

Der Gerichtsschreiber: Dold