Revision of final Swiss Federal Court ruling challenged on factual assessment — no statutory revision ground invoked under Articles 121–123 BGG.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court denied the request for revision and upheld its prior judgment from 2004, which had dismissed the applicant's public-law appeal against a cantonal decision. The Court ordered the applicant to pay court costs of CHF 500. The applicant sought to overturn the earlier ruling by challenging the factual findings and legal assessments of the cantonal instances, but the Court found that such criticism did not constitute a valid ground for revision under Articles 121-123 of the Federal Supreme Court Act (BGG). The Court noted that a mere disagreement with how the legally relevant facts were weighed does not qualify as a statutory revision ground, and consequently, the request was inadmissible without a formal exchange of written submissions (Article 127 BGG).
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 127 BGG, Art. 124 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 121-123 BGG; Revision of final Swiss Federal Court ruling challenged on factual assessment — no statutory revision ground invoked under Articles 121–123 BGG: The Court ordered the applicant to pay court costs of CHF 500. The applicant sought to overturn the earlier ruling by challenging the factual findings and legal assessments of the cantonal instances, but the Court found that such criticism did not constitute a valid ground for revision under Articles 121-123 of the Federal Supreme Court Act (BGG). The Court noted that a mere disagreement with how the legally relevant facts were weighed does not qualify as a statutory revision ground, and consequently, the request was inadmissible without a formal exchange of written submissions (Article 127 BGG).
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KI-generiertMain ground for denying the revision request, as the applicant did not invoke any statutory revision ground.
Procedural basis for deciding without a formal exchange of written submissions.
Imposed court costs on the applicant.
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Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
1F_4/2010
Urteil vom 3. März 2010
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Bundesrichter Raselli, Eusebio,
Gerichtsschreiber Bopp.
Parteien
X.________,
Gesuchsteller,
gegen
Y.________,
Gesuchsgegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin Jacqueline Moser,
Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden,
Kantonsgericht von Graubünden,
Kantonsgerichtsausschuss.
Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das bundesgerichtliche Urteil 1P.494/2003 vom 3. März 2004.
Erwägungen:
1. Mit Urteil vom 3. März 2004 wies das Bundesgericht eine von X.________ gegen ein am 26. März 2003 ergangenes Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden erhobene staatsrechtliche Beschwerde ab, soweit darauf eingetreten wurde (Verfahren 1P.494/2003).
Mit Revisionsgesuch vom 18. Februar 2010 beantragt X.________, das Urteil sei aufzuheben.
2. Die Aufhebung oder Abänderung eines wie hier in Rechtskraft erwachsenen Bundesgerichtsurteils ist nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes gemäss Art. 121 ff. BGG möglich.
Wie bereits in dem im Jahre 2007 anhängig gemachten Revisionsverfahren (1F_13/2007, Urteil vom 28. August 2007), beschränkt sich der Gesuchsteller auch in seiner neuen Eingabe darauf, Kritik an den Gegenstand des früheren bundesgerichtlichen Verfahrens bildenden Sachverhaltsfeststellungen bzw. an der dem angefochtenen Urteil zugrunde liegenden rechtlichen Würdigung sowie an der rechtlichen Beurteilung durch die kantonalen Instanzen zu üben, indem er seine anderslautende Sicht der Dinge gegenüberstellt. Solche Kritik ist jedoch im Revisionsverfahren nicht zu hören. Dabei unterlässt es der Gesuchsteller, sich auf einen der gesetzlichen Revisionsgründe ( Art. 121 - 123 BGG ) zu berufen. Der blosse Umstand, dass das Bundesgericht den rechtlich relevanten Sachverhalt anders gewürdigt hat als der Gesuchsteller, stellt keinen Revisionsgrund dar.
Auf das Revisionsgesuch ist daher ohne Schriftenwechsel ( Art. 127 BGG ) nicht einzutreten. Unter den gegebenen Umständen kann offenbleiben, ob das Gesuch überhaupt rechtzeitig eingereicht worden ist (s. Art. 124 BGG ).
3. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Der Gesuchsgegnerin ist durch das vorliegende Verfahren kein Aufwand entstanden, so dass ihr keine Entschädigung zuzusprechen ist.
Demnach wird erkannt:
1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft und dem Kantonsgericht von Graubünden, Kantonsgerichtsausschuss, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 3. März 2010
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Féraud: Bopp: