Federal Supreme Court Judgment Revision Denied: Service on Legal Representative Governs Appeal Deadline
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAn individual, referred to as A.________, filed a revision request against a Swiss Federal Tribunal decision dated November 15, 2022, which had declined to entertain their appeal due to late submission. The individual contested the original ruling, arguing that the notification of the cantonal court's decision had reached their legal representative on October 6, 2022, and was subsequently forwarded to them on October 8, 2022, which was used to calculate their appeal's filing deadline. However, the Federal Tribunal noted that only the notification date to the legal representative counts for starting the appeal period, not the date it is forwarded to the individual. As such, it treated the submission as a revision request, failing to establish any valid grounds for revision under the law, leading to the rejection of the request.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 121 lit. d BGG, Art. 127 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Judgment Revision Denied: Service on Legal Representative Governs Appeal Deadline: The individual contested the original ruling, arguing that the notification of the cantonal court's decision had reached their legal representative on October 6, 2022, and was subsequently forwarded to them on October 8, 2022, which was used to calculate their appeal's filing deadline. However, the Federal Tribunal noted that only the notification date to the legal representative counts for starting the appeal period, not the date it is forwarded to the individual. As such, it treated the submission as a revision request, failing to establish any valid grounds for revision under the law, leading to the rejection of the request.
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KI-generiertCited in the reasoning section indicating that the revision request is to be dismissed without an exchange of briefs based on this procedural norm.
Cited for the order imposing the court costs on the applicant.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1F_36/2022
Urteil vom 10. Mai 2023
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Kneubühler, Präsident,
Bundesrichter Müller, Kölz,
Gerichtsschreiber Pfäffli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Gesuchsteller,
gegen
Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Allgemeine Delikte,
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,
Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, Bahnhofplatz 16, 4410 Liestal.
Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 1B_573/2022 vom 15. November 2022
In Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil 1B_573/2022 vom 15. November 2022 auf eine Beschwerde von A.________ infolge verspäteter Beschwerdeeinreichung nicht eingetreten ist;
dass A.________ mit Eingabe vom 13. Dezember 2022 (Postaufgabe 14. Dezember 2022) das bundesgerichtliche Urteil beanstandet;
dass die Aufhebung oder Abänderung eines in Rechtskraft erwachsenen Bundesgerichtsurteils nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes gemäss Art. 121 ff. BGG möglich ist;
dass die Eingabe des Gesuchstellers somit als Revisionsgesuch zu behandeln ist;
dass der Gesuchsteller sich auf keinen Revisionsgrund beruft, sondern einzig geltend macht, das Bundesgericht sei fälschlicherweise davon ausgegangen, der angefochtene Beschluss des Kantonsgerichts Basel-Landschaft sei ihm am 6. Oktober 2022 zugegangen; der angefochtene Beschluss am 6. Oktober 2022 sei einzig seiner Rechtsvertreterin zugestellt worden, welche den Beschluss am 8. Oktober 2022 an ihn weitergeleitet habe;
dass vorliegend offen bleiben kann, ob sich der Gesuchsteller mit dieser Rüge auf den Revisionsgrund von Art. 121 lit. d BGG beruft oder eine im Revisionsverfahren nicht zu hörende falsche Rechtsanwendung rügt;
dass nämlich einzig die an die Rechtsvertreterin erfolgte Zustellung fristauslösend wirkt und die spätere Weiterleitung an den Gesuchsteller durch seine Rechtsvertreterin für die Fristberechnung unbeachtlich ist;
dass deshalb das Revisionsgesuch ohne Schriftenwechsel ( Art. 127 BGG ) abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist;
dass die Gerichtskosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen sind ( Art. 66 Abs. 1 BGG );
erkennt das Bundesgericht:
1. Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.
3. Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 10. Mai 2023
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Kneubühler
Der Gerichtsschreiber: Pfäffli