Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1F_28/2011 KI-generiert

Applicants' Revision Request Against Bank Document Handover Order Dismissed as Untimely

Geschäftsnummer 1F_28/2011
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a request for revision submitted by two individuals against a previous decision made by the Swiss Federal Tribunal regarding an order from a local investigative authority to provide various bank documents to a requesting authority in Germany. This order was contested by the individuals, but their initial complaint was not accepted due to procedural failures, including the non-payment of costs. The Federal Tribunal upheld its earlier decision, stating that the revision request was submitted too late according to the legal deadlines, and based on this, it declined to entertain the revision request.

Legislator-Regeste

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Art. 84 BGG, Art. 121 lit. d BGG, Art. 121 lit. c BGG, Art. 124 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 121 ff. BGG; Applicants' Revision Request Against Bank Document Handover Order Dismissed as Untimely: This order was contested by the individuals, but their initial complaint was not accepted due to procedural failures, including the non-payment of costs. The Federal Tribunal upheld its earlier decision, stating that the revision request was submitted too late according to the legal deadlines, and based on this, it declined to entertain the revision request.

Schlagwörter

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Revision eines Entscheids Bankunterlagen verspätete Einreichung von Urkunden Rückzug des Revisionsgesuchs verspätete Vorbringen Recht auf Zugang zu Dokumenten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 121 ff. BGG

Mentioned generally as the basis for revision proceedings, though the specific failure to meet the deadline under Art. 124 BGG was the ultimate reason for non-admittance.

Art. 124 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was not entertained because the revision request was filed late according to this provision.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Used to decide not to levy procedural costs due to the circumstances of the case.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1F_28/2011

Urteil vom 8. November 2011

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,

Bundesrichter Aemisegger, Reeb,

Gerichtsschreiber Härri.

1. Verfahrensbeteiligte

X.________,

2. Y.________,

Gesuchsteller,

gegen

Untersuchungsrichteramt Chur, Sennhofstrasse 17, 7001 Chur.

Gegenstand

Revision

Revisionsgesuch gegen das Urteil 1C_39/2011 vom

23. März 2011 des Schweizerischen Bundesgerichts.

Erwägungen:

1. Mit Schlussverfügung vom 11. Oktober 2010 entsprach das Untersuchungsrichteramt Chur einem Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft Dortmund und ordnete die Herausgabe verschiedener Bankunterlagen und Beweismittel an die ersuchende Behörde an.

Auf die von X.________, Y.________ und Z.________ dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesstrafgericht (II. Beschwerdekammer) am 19. Januar 2011 nicht ein, da die Beschwerdeführer innert Frist weder den verlangten Kostenvorschuss bezahlt noch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht hatten.

Auf die von X.________, Y.________ und Z.________ hiergegen eingereichte Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten trat das Bundesgericht mit Urteil vom 23. März 2011 (1C_39/2011) nicht ein, da kein besonders bedeutender Fall nach Art. 84 BGG gegeben war.

2. Am 19. September 2011 sandten X.________ und Y.________ unter anderem dem Bundesgericht ein Schreiben.

Das Bundesgericht teilte ihnen am 27. September 2011 mit, das Urteil vom 23. März 2011 sei rechtskräftig. Auf ein rechtkräftiges Urteil könne nur unter den Voraussetzungen der Revision nach Art. 121 ff. BGG zurückgekommen werden. Das Schreiben vom 19. September 2011 könne nicht als Revisionsgesuch angesehen werden. Für das Bundesgericht bestehe deshalb kein Anlass zu Weiterungen.

3. X.________ und Y.________ gelangen mit Eingabe vom 24. Oktober 2011 an das Bundesgericht und ersuchen um die Revision des bundesgerichtlichen Urteils vom 23. März 2011. Sie bringen vor, das Bundesgericht habe in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt ( Art. 121 lit. d BGG ). Zudem seien einzelne Anträge unbeurteilt geblieben ( Art. 121 lit. c BGG ).

4. Gemäss Art. 124 Abs. 1 lit. b BGG ist bei den von den Gesuchstellern angerufenen Revisionsgründen das Revisionsgesuch beim Bundesgericht innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheids einzureichen. Der damalige Rechtsvertreter der Gesuchsteller hat das bundesgerichtliche Urteil vom 23. März 2011 am 30. März 2011 in Empfang genommen. Das Revisionsgesuch ist somit verspätet, weshalb darauf schon aus diesem Grund nicht eingetreten werden kann.

5. Unter den gegebenen Umständen rechtfertigt es sich, auf die Erhebung von Kosten zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Gesuchstellern, dem Untersuchungsrichteramt Chur und dem Bundesstrafgericht, II. Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. November 2011

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Härri