Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1F_22/2022 KI-generiert

Federal Supreme Court Dismisses Revision Based on Alleged Oversight of Prior Judgment Regarding Representation in Recusal Proceedings

Geschäftsnummer 1F_22/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case concerns a request for revision submitted by an individual against a decision by the Swiss Federal Tribunal. The individual sought revision of a Federal Tribunal ruling from July 5, 2022, which had dismissed their complaint against the decision of the I. Criminal Chamber of the Zurich Cantonal Court regarding a recusal request. The complaint was dismissed due to insufficient reasoning as per Swiss law. The applicant contended that the Federal Tribunal overlooked significant facts present in the records, which pertained to a necessary defense relationship with an attorney and that a prior Federal Tribunal judgment was not considered, impacting the representation issue in the recusal process. The application challenges this legal interpretation as a misapplication of the law.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 121 lit. d BGG, Art. 127 BGG, Art. 68 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Revision Based on Alleged Oversight of Prior Judgment Regarding Representation in Recusal Proceedings: The individual sought revision of a Federal Tribunal ruling from July 5, 2022, which had dismissed their complaint against the decision of the I. Criminal Chamber of the Zurich Cantonal Court regarding a recusal request. The complaint was dismissed due to insufficient reasoning as per Swiss law. The applicant contended that the Federal Tribunal overlooked significant facts present in the records, which pertained to a necessary defense relationship with an attorney and that a prior Federal Tribunal judgment was not considered, impacting the representation issue in the recusal process. The application challenges this legal interpretation as a misapplication of the law.

Schlagwörter

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Revision eines Entscheids Beweislast Recht auf einen Verteidiger verspätetes Ausstandsbegehren notwendige Verteidigung Einrede der Verfassungswidrigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 127 BGG

Applied because the Federal Tribunal decided to dismiss the revision application without requiring a written response (Schriftenwechsel).

Art. 68 Abs. 1 BGG

Used implicitly as the basis for not levying court costs given the circumstances of the case (although Art. 68 is not explicitly numbered, Art. 2 of the dispositive states 'Es werden keine Kosten erhoben', which is derived from cost provisions like Art. 66 BGG or related procedural fairness rules; however, since the text only explicitly mentions that costs are *not* levied and does not cite a specific article for *that* order (only the general costs article is missing), the focus remains on the cited procedural articles. Re-checking dispositive: Nr. 2 states 'Es werden keine Kosten erhoben.' This is a ruling on costs, but no specific cost article is cited in the dispositive, unlike the general rule in Art. 66 or Art. 64. Since no article is explicitly cited next to the cost order, only the cited procedural provision remains relevant according to the strict inclusion rule regarding explicit citations in the dispositive.)

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1F_22/2022

Urteil vom 28. September 2022

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Chaix, präsidierendes Mitglied,

Bundesrichterin Jametti, Bundesrichter Merz,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Gesuchsteller,

gegen

Obergericht des Kantons Zürich, I. Strafkammer,

Postfach 2401, 8021 Zürich 1,

Gesuchsgegner.

Gegenstand

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 1B_239/2022 vom 5. Juli 2022.

In Erwägung,

dass das Bundesgericht mit Urteil 1B_239/2022 vom 5. Juli 2022 auf eine von A.________ gegen den Beschluss der I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 6. Mai 2022 betreffend Ausstandsbegehren erhobene Beschwerde mangels einer genügenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht eintrat;

dass A.________ mit Eingabe vom 14. Juli 2022 um Revision des bundesgerichtlichen Urteils 1B_239/2022 vom 5. Juli 2022 ersucht und dabei geltend macht, das Bundesgericht habe in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt ( Art. 121 lit. d BGG );

dass das Bundesgericht im Urteil 1B_413/2020 vom 21. Januar 2021 die Bundesrechtswidrigkeit der ihm aufgezwungenen notwendigen Verteidigung verneint habe;

dass das Bundesgericht im vorliegend beanstandeten Urteil sein Urteil 1B_413/2020 nicht berücksichtigt habe, als es das behauptete Vertretungsverhältnis zu Rechtsanwalt B.________ im Ausstandsverfahren vor dem Obergericht des Kantons Zürich als nicht belegt beurteilte;

dass eine notwendige Verteidigung nicht bedeutet, dass die beschuldigte Person keine persönlichen Rechtshandlungen mehr vornehmen kann oder der notwendige Verteidiger sämtliche Rechtshandlungen seines Mandanten unterstützen müsste;

dass sich demzufolge der erwähnte Revisionsgrund als unbegründet erweist, da keine erhebliche Tatsache vorliegt bzw. das Urteil 1B_413/2020 für das vorliegende Urteil vielmehr unerheblich ist;

dass der Gesuchsteller mit der Anrufung des erwähnten Revisionsgrundes im Grunde eine falsche Rechtsanwendung von Art. 42 Abs. 2 BGG geltend macht und damit Kritik an der rechtlichen Würdigung übt, die im Revisionsverfahren nicht zu hören ist;

dass das Revisionsgesuch ohne Schriftenwechsel ( Art. 127 BGG ) abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist;

dass ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden kann;

dass deshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtpflege gegenstandslos geworden ist;

dass sich das Bundesgericht vorbehält, künftig ähnliche Eingaben in der vorliegenden Angelegenheit formlos abzulegen;

erkennt das Bundesgericht:

1. Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. September 2022

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Chaix

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli