Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1F_13/2016 KI-generiert

Federal Supreme Court Dismisses Revision Request Based on Untimely Recusal Claim

Geschäftsnummer 1F_13/2016
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, a party filed a request for revision concerning a prior decision made by the Federal Tribunal, which had dismissed their appeal due to insufficient justification. The applicant contended that a specific judge should recuse themselves from the current proceedings based on prior involvement in a related case. However, there was no prior request for recusal in the initial appeal, and the applicant failed to demonstrate a valid reason for recusal as mere prior involvement does not constitute a basis for such a claim. The Federal Tribunal concluded that the reasons for revision were not substantiated and that critiques of legal judgments are not admissible in the revision process. Consequently, the request for revision was dismissed without further consideration.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 121 lit. a BGG, Art. 34 Abs. 2 BGG, Art. 37 Abs. 1 BGG, Art. 127 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Revision Request Based on Untimely Recusal Claim: The applicant contended that a specific judge should recuse themselves from the current proceedings based on prior involvement in a related case. However, there was no prior request for recusal in the initial appeal, and the applicant failed to demonstrate a valid reason for recusal as mere prior involvement does not constitute a basis for such a claim. The Federal Tribunal concluded that the reasons for revision were not substantiated and that critiques of legal judgments are not admissible in the revision process. Consequently, the request for revision was dismissed without further consideration.

Schlagwörter

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verspätetes Ausstandsbegehren Revision eines Entscheids verspätete Vorbringen Rückzug des Revisionsgesuchs Ausstandsverfahren Anfechtungsklage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 127 BGG

The Tribunal decided not to rule on the revision application without an exchange of briefs based on this procedural provision.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The Tribunal decided that no costs shall be levied in this matter.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1F_13/2016

Urteil vom 28. Juni 2016

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Merkli, präsidierendes Mitglied,

Bundesrichter Eusebio, Kneubühler,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Gesuchstellerin,

gegen

Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer,

Obergericht des Kantons Solothurn, Gesamtgericht.

Gegenstand

Revisionsgesuch gegen das Urteil vom 27. Mai 2016 des Schweizerischen Bundesgerichts 1C_217/2016.

In Erwägung,

dass das Bundesgericht mit Urteil vom 27. Mai 2016 (1C_217/2016) auf eine von A.________ erhobene Beschwerde mangels einer hinreichenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht eingetreten ist;

dass A.________ mit Eingabe vom 16. Juni 2016 Revision des bundesgerichtlichen Urteils 1C_217/2016 vom 27. Mai 2016 verlangt;

dass die Gesuchstellerin sich sinngemäss auf den Revisionsgrund von Art. 121 lit. a BGG beruft und dabei den Ausstand von Bundesrichter Fonjallaz wegen "Vorbefassung" geltend macht;

dass die Gesuchstellerin im Verfahren 1C_217/2016 kein Ausstandsbegehren gegen Bundesrichter Fonjallaz gestellt hat;

dass die Gesuchstellerin in ihrer Eingabe vom 16. Juni 2016 nicht ansatzweise aufzeigt, inwiefern ein Ausstandsgrund gegen Bundesrichter Fonjallaz vorliegen sollte, zumal die Mitwirkung in einem früheren Verfahren des Bundesgerichts für sich allein keinen Ausstandsgrund bildet ( Art. 34 Abs. 2 BGG );

dass sich das nicht nachvollziehbare Ausstandsbegehren als unzulässig erweist, weshalb darauf ohne Ausstandsverfahren nach Art. 37 Abs. 1 BGG unter Mitwirkung der abgelehnten Gerichtsperson nicht einzutreten wäre ( BGE 114 Ia 278 E. 1; Urteil 2F_12/2008 vom 4. Dezember 2008 E. 2 mit weiteren Hinweisen);

dass indessen die abgelehnte Gerichtsperson am vorliegenden Verfahren nicht mitwirkt, weshalb sich das Ausstandsgesuch als gegenstandslos erweist;

dass nicht ersichtlich ist, inwiefern der bundesgerichtliche Nichteintretensentscheid vom 27. Mai 2016 am sinngemäss geltend gemachten Revisionsgrund von Art. 121 lit. a BGG oder an einem anderen Revisionsgrund leiden sollte;

dass Kritik an der rechtlichen Würdigung im Revisionsverfahren nicht zu hören ist;

dass deshalb auf das Revisionsgesuch ohne Schriftenwechsel ( Art. 127 BGG ) nicht einzutreten ist;

dass auf eine Kostenauflage verzichtet werden kann ( Art. 66 Abs. 1 BGG );

erkennt das Bundesgericht:

1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird der Gesuchstellerin, dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Gesamtgericht, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. Juni 2016

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Merkli

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli