Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1F_12/2024 KI-generiert

Federal Court Dismissal of Revision Request Concerning Refusal to Authorize Criminal Proceedings Under Cantonal Violence Protection Law

Geschäftsnummer 1F_12/2024
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

A requester had previously filed a complaint against a decision by the Zurich Cantonal Court, which had denied authorization to initiate criminal proceedings against a respondent. The Swiss Federal Tribunal did not consider the former appeal due to a failure to satisfy the requirement of justification under a simplified procedure. In a subsequent submission dated June 12, 2024, the requester sought to have the Federal Tribunal revisit and modify its previous judgment from March 7, 2023. The requester critiqued the circumstances surrounding a contact and zone ban issued under the cantonal Law on Protection from Violence, which had led to a criminal complaint against the respondent and the Cantonal Court's denial of proceedings. The Federal Tribunal treated this submission as a revision request, despite it being labeled as a "complaint," but eventually saw no grounds for revision under the applicable legal provisions, thus deciding not to proceed with the request.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 61 BGG, Art. 9 BV, Art. 127 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 68 BGG; Federal Court Dismissal of Revision Request Concerning Refusal to Authorize Criminal Proceedings Under Cantonal Violence Protection Law: The Swiss Federal Tribunal did not consider the former appeal due to a failure to satisfy the requirement of justification under a simplified procedure. In a subsequent submission dated June 12, 2024, the requester sought to have the Federal Tribunal revisit and modify its previous judgment from March 7, 2023. The requester critiqued the circumstances surrounding a contact and zone ban issued under the cantonal Law on Protection from Violence, which had led to a criminal complaint against the respondent and the Cantonal Court's denial of proceedings. The Federal Tribunal treated this submission as a revision request, despite it being labeled as a "complaint," but eventually saw no grounds for revision under the applicable legal provisions, thus deciding not to proceed with the request.

Schlagwörter

KI-generiert
strafrechtliches Revisionsverfahren Kündigungsschutz Revisionsgesuch im Asylverfahren Rückzug des Revisionsgesuchs Wandelungsrecht Urteilsvorschlag

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 127 BGG

The Tribunal decided not to proceed with the revision application without further examination and without an exchange of briefs, citing this procedural rule.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The Tribunal decided not to levy costs despite the procedural outcome.

Art. 68 BGG

The Tribunal decided that no party compensation is to be awarded.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1F_12/2024

Urteil vom 9. Juli 2024

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Kneubühler, Präsident,

Bundesrichter Haag, Merz,

Gerichtsschreiber Baur.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Gesuchsteller,

gegen

B.________,

Gesuchsgegner,

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,

Postfach, 8036 Zürich,

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Güterstrasse 33, Postfach, 8010 Zürich,

Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Hirschengraben 13/15, Postfach 2401, 8021 Zürich.

Gegenstand

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 7. März 2023 (1C_88/2023).

Erwägungen:

1. Mit Urteil 1C_88/2023 vom 7. März 2023 trat das Bundesgericht auf die Beschwerde von A.________ gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 1. Februar 2023 betreffend Ermächtigung wegen Verletzung der Begründungspflicht im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht ein. Mit dem betreffenden Beschluss hatte das Obergericht die Ermächtigung zur Eröffnung eines Strafverfahrens gegen B.________ verweigert.

2. Mit Eingabe vom 12. Juni 2024 gelangt A.________ unter anderem mit einer "Beschwerde" betreffend das Urteil 1C_88/2023 vom 7. März 2023 an das Bundesgericht. Er verlangt, dass das Bundesgericht auf das Urteil zurückkomme und dieses im Sinne seiner Anträge abändere.

Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.

3.1. Urteile des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft ( Art. 61 BGG ). Die Aufhebung oder Abänderung rechtskräftiger Bundesgerichtsurteile kommt nur im Verfahren der Revision nach Art. 121 ff. BGG in Betracht. Die Eingabe des Gesuchstellers ist daher ungeachtet ihrer falschen Bezeichnung als "Beschwerde" als Revisionsgesuch entgegenzunehmen (vgl. BGE 133 II 409 E. 1.1; Urteil 1F_15/2023 vom 19. Februar 2024 E. 1.2)

3.2. Der Gesuchsteller äussert in seiner Eingabe an das Bundesgericht Kritik hinsichtlich der Umstände, unter denen das am 17. September 2022 gestützt auf das kantonale Gewaltschutzgesetz gegen ihn verfügte Rayon- und Kontaktverbot angeordnet wurde, das in der Folge zu seiner Strafanzeige gegen den Gesuchsgegner und zur Verweigerung der Ermächtigung durch das Obergericht führte. Er wirft dem Bundesgericht in diesem Zusammenhang vor, es habe mit dem Urteil 1C_88/2023 vom 7. März 2023 "die Sache für das Obergericht unter den Teppich gekehrt" und damit Art. 9 BV verletzt. Inwiefern das bundesgerichtliche Urteil an einem Revisionsgrund im Sinne von Art. 121 ff. BGG leiden sollte, ergibt sich aus den Vorbringen des Gesuchstellers allerdings nicht. Weder beruft sich dieser auf einen Revisionsgrund noch setzt er sich unter Revisionsgesichtspunkten mit diesem Urteil auseinander. Auch sonst ist nicht ersichtlich, inwiefern ein Revisionsgrund vorliegen sollte. Soweit sich der Gesuchsteller mit seiner Eingabe gegen die Beurteilung des Bundesgerichts richtet, er habe die Begründungspflicht verletzt, weshalb auf seine Beschwerde nicht einzutreten sei, ist er im Weiteren mit dieser Kritik an der Rechtsanwendung im Revisionsverfahren nicht zu hören. Damit ist auf das Revisionsgesuch ohne weitere Prüfung und ohne Schriftenwechsel ( Art. 127 BGG ) nicht einzutreten. Das Bundesgericht behält sich im Weiteren vor, inskünftig ähnliche Eingaben in der vorliegenden Angelegenheit formlos abzulegen.

4. Bei diesem Verfahrensausgang ist der Gesuchsteller an sich kostenpflichtig; auf eine Kostenerhebung kann aber verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen ( Art. 68 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Juli 2024

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Kneubühler

Der Gerichtsschreiber: Baur