Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1F_10/2022 KI-generiert

Solar Array Nuisance Case Revision Time-Barred

Geschäftsnummer 1F_10/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In the case brought before the Swiss Federal Tribunal, an individual, referred to as A.________, filed a request for revision of a previous Federal Tribunal judgment dated February 9, 2012, concerning complaints about the emissions from a solar installation. The original complaint had been dismissed. A.________ criticized this decision and initially requested a revision in March 2012, which was not accepted due to the absence of any legally recognized grounds for revision. A decade later, in April 2022, A.________ once again sought to have the case revisited, claiming the existence of new facts or evidence, but this request too was considered inadmissible as it lacked proper substantiation and was filed well beyond the permissible time limit for such requests.

Legislator-Regeste

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Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 124 Abs. 2 BGG, Art. 127 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 68 Abs. 2 BGG; Solar Array Nuisance Case Revision Time-Barred: The original complaint had been dismissed. A.________ criticized this decision and initially requested a revision in March 2012, which was not accepted due to the absence of any legally recognized grounds for revision. A decade later, in April 2022, A.________ once again sought to have the case revisited, claiming the existence of new facts or evidence, but this request too was considered inadmissible as it lacked proper substantiation and was filed well beyond the permissible time limit for such requests.

Schlagwörter

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Revision eines Entscheids verspätete Eingabe gesetzliche Voraussetzungen Klagefrist verspätete Einwendungen Verwirkung des Revisionsgesuchs

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 124 Abs. 2 BGG

The Tribunal did not enter into the revision application because it was late, as established in this article.

Art. 127 BGG

Cited as the basis for not proceeding with written submissions when not entering into the application.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose court costs on the applicant when the application is not entertained.

Art. 68 Abs. 2 BGG

Used to rule that no party compensation is to be awarded.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1F_10/2022

Urteil vom 26. April 2022

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Kneubühler, Präsident,

Gerichtsschreiber Dold.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Gesuchstellerin,

gegen

1. B.________,

Sonnenweg 3, 3400 Burgdorf,

vertreten durch Fürsprecher Christoph Bürgi,

2. Einwohnergemeinde Burgdorf,

handelnd durch den Gemeinderat Burgdorf, Postfach 48, 3402 Burgdorf,

3. Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern, Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern,

Gesuchsgegnerinnen,

Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung,

Speichergasse 12, 3011 Bern.

Gegenstand

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 1C_177/2011 vom 9. Februar 2011.

Erwägungen:

1. Mit Urteil vom 9. Februar 2012 hat das Bundesgericht eine von A.________ erhobene Beschwerde betreffend die Immissionen einer Solaranlage abgewiesen, soweit es darauf eingetreten ist (Verfahren 1C_177/2011).

2. Mit Schreiben vom 12. März 2012 kritisierte A.________ das Urteil vom 9. Februar 2012 und ersuchte darum, dieses zu revidieren. Das Bundesgericht trat auf das Gesuch nicht ein, weil kein gesetzlich vorgesehener Revisionsgrund geltend gemacht worden war (Urteil 1F_6/2012 vom 26. März 2012).

3. Mit Schreiben an die Präsidialdirektion Burgdorf vom 11. April 2022 verlangt A.________, das ganze Verfahren müsse neu aufgerollt werden. Ihr Schreiben stellt sie in Kopie auch dem Bundesgericht zu, dies "mit der Bitte um Wiedererwägung des Entscheids 1C_177/2011".

4. Die Revision eines bundesgerichtlichen Urteils ist aus den in Art. 121-123 BGG genannten Gründen zulässig. Die Gesuchstellerin behauptet, es gebe neue Tatsachen bzw. Beweismittel ( Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG ). Ob ihr Schreiben in dieser Hinsicht den Begründungsanforderungen genügt, ist fraglich ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 147 III 238 E. 1.2.1 mit Hinweisen). Jedenfalls ist das Revisionsgesuch verspätet, da es mehr als zehn Jahre nach der Ausfällung des Urteils vom 9. Februar 2012 erfolgt ( Art. 124 Abs. 2 BGG ).

5. Auf das Revisionsgesuch ist ohne Schriftenwechsel ( Art. 127 BGG ) nicht einzutreten. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdeführerin auferlegt ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Eine Parteientschädigung ist nicht auszurichten ( Art. 68 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Gesuchstellerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern und dem Bundesamt für Umwelt schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. April 2022

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Kneubühler

Der Gerichtsschreiber: Dold