Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1C_83/2020 KI-generiert

Recidivist Traffic Violation and Mandatory License Withdrawal Period

Geschäftsnummer 1C_83/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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In the case presented to the Swiss Federal Tribunal, the appellant was convicted of a severe traffic violation by the Aargau Cantonal Court for exceeding the speed limit by 26 km/h in a 50 km/h zone in Othmarsingen on January 23, 2017. As a result, the Zug Road Traffic Office revoked his driver's license for 12 months, a decision upheld by the Zug Administrative Court. The appellant challenged this decision, arguing against the calculation of the recidivism period linked to a previous driving offense from March 3, 2009, for which his license was suspended until September 14, 2012. The case involves the interpretation of the recidivism timeframe stipulated under Swiss traffic laws, which requires a minimum 12-month suspension if a driver commits a severe violation within five years of a previous offense.

Legislator-Regeste

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Art. 90 Abs. 2 SVG, Art. 83 BGG, Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG, Art. 66 al. 1 LTF; Recidivist Traffic Violation and Mandatory License Withdrawal Period: As a result, the Zug Road Traffic Office revoked his driver's license for 12 months, a decision upheld by the Zug Administrative Court. The appellant challenged this decision, arguing against the calculation of the recidivism period linked to a previous driving offense from March 3, 2009, for which his license was suspended until September 14, 2012. The case involves the interpretation of the recidivism timeframe stipulated under Swiss traffic laws, which requires a minimum 12-month suspension if a driver commits a severe violation within five years of a previous offense.

Schlagwörter

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Führerausweisentzug Verletzung der Verkehrsregeln wiederholtes Fahren im fahrunfähigen Zustand Rückfall bei Straftaten Zwangslizenz Vollstreckungsverwirkung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 al. 1 LTF

The appellant was ordered to pay the court costs because the appeal was dismissed.

Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG

The appeal was dismissed based on the application of the recidivism rule concerning license withdrawal for severe traffic violations.

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (5)

V 2024 44 (2025-04-28) · zg
Recidivism in Traffic Violations: Start Date for Five-Year Look-Back Period for License Withdrawal
«…, die mit dem Ablauf des massgeblichen Ausweisentzugs zu laufen beginnt (BGer 1C_210/2020 vom 30. November 2020 E. 4.3; 1C_83/2020 vom 13. Februar 2020 E. 4.1; 1C_731/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 3.4; 1C_180/2010 vom 22. September 2010 E. 2.3). 2.…»
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Foreign License Revocation Upheld Due to Severe Repeat Traffic Violation
«…2024 Seite 13/14 Publikationsplattform St.Galler Gerichte 1C_83/2020 vom 13. Februar 2020 E. 4.3). Die am 8. Juli 2016 für die Dauer von 24 Monaten verfügte Führerausweisaberkennung wegen…»
B.2023.145 (2023-09-20) · sg
Foreign License Revocation Upheld for Speeding Violation
«…2025 Seite 13/14 Publikationsplattform St.Galler Gerichte 1C_83/2020 vom 13. Februar 2020 E. 4.3). Die am 8. Juli 2016 für die Dauer von 24 Monaten verfügte Führerausweisaberkennung wegen…»
1C_210/2020 (2020-11-30)
Driver's License Revocation Upheld for Excessive Speeding and Prior Offense
«…dem Ablauf des massgeblichen Ausweisentzugs zu laufen beginnt (vgl. Urteile 1C_446/2018 vom 5. Februar 2019 E. 3.4 und 1C_83/2020 vom 13. Februar 2020 E.4.3). Der Beschwerdeführer bringt keine überzeugenden Gründe vor, weshalb von dieser Rechtsprech…»
1C_204/2020 (2020-04-29)
License Revocation for Relapse After Prior Indefinite Withdrawal
«…6b Abs. 2 lit. f SVG beginnt nach konstanter Rechtsprechung mit dem Ablauf des massgeblichen Entzugs zu laufen (Urteil 1C_83/2020 vom 13. Februar 2020 E. 4.3 mit Hinweisen). Damit stellt die Widerhandlung vom 12. Juni 2019 in Bezug auf die Wiederert…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1C_83/2020

Urteil vom 13. Februar 2020

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Chaix, Präsident,

Bundesrichter Kneubühler,

Bundesrichterin Jametti,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Strassenverkehrsamt des Kantons Zug, Hinterbergstrasse 41, 6312 Steinhausen.

Gegenstand

Führerausweisentzug,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug, Verwaltungsrechtliche Kammer, vom 17. Dezember 2019 (V 2019 84).

Erwägungen:

1. Das Obergericht des Kantons Aargau sprach A.________ mit Urteil 18. Dezember 2018 der groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG schuldig und bestrafte ihn mit einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 250.-- sowie einer Busse von Fr. 1'250.--. Das Obergericht warf ihm vor, am 23. Januar 2017 in Othmarsingen als Lenker eines Personenwagens die zulässige Höchstgeschwindigkeit (innerorts) von 50 km/h um 26 km/h (nach Abzug der Sicherheitsmarge) überschritten zu haben.

Das Strassenverkehrsamt des Kantons Zug entzog A.________ mit Verfügung vom 27. August 2019 den Führerausweis für 12 Monate. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ am 26. September 2019 Beschwerde. Mit Urteil vom 17. Dezember 2019 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug die Beschwerde ab.

2. A.________ führt mit Eingabe vom 9. Februar 2020 (Postaufgabe 10. Februar 2020) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 17. Dezember 2019. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid über einen Führerausweisentzug. Dagegen steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. BGG offen; eine Ausnahme nach Art. 83 BGG liegt nicht vor. Da auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten.

4. Nach Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG wird der Führerausweis nach einer schweren Widerhandlung für mindestens zwölf Monate entzogen, wenn in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren Widerhandlung oder zweimal wegen mittelschweren Widerhandlungen entzogen war.

4.1. Das Verwaltungsgericht führte aus, dem Beschwerdeführer sei der Führerausweis für eine am 3. März 2009 begangene schwere Widerhandlung vom 15. Juni 2012 bis zum 14. September 2012 entzogen worden. Mit der Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit vom 23. Januar 2017 habe er innert der Fünfjahresfrist von Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG erneut eine schwere Widerhandlung begangen. Daran ändere nichts, dass der Führerausweisentzug betreffend den Vorfall vom 3. März 2009 wegen dem Strafverfahren, dem Weiterzug des erstinstanzlichen Urteils durch den Beschwerdeführer und dem vom Beschwerdeführer gewünschten Vollzugsaufschub erst am 14. September 2012 beendet worden sei. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sei die Rückfallsfrist eine Bewährungsfrist, die erst dann zu laufen beginne, wenn die Entzugsdauer abgelaufen sei.

4.2. Der Beschwerdeführer bestreitet einzig die Berechnung der Rückfallsfrist. Nach dem ersten Vorfall vom 3. März 2009 habe er sich über siebeneinhalb Jahre bewährt, bis es zur Geschwindigkeitsüberschreitung vom 23. Januar 2017 gekommen sei.

4.3. Wie das Verwaltungsgericht bereits ausgeführt hat, handelt es sich gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei der in Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG festgelegten Rückfallsfrist um eine Bewährungsfrist, die mit dem Ablauf des massgeblichen Ausweisentzugs zu laufen beginnt (vgl. Urteile 1C_180/2010 vom 22. September 2010 E. 2; 1C_520/2016 vom 16. Februar 2017 E. 3; 1C_446/2018 vom 5. Februar 2019 E. 3.4). Der Beschwerdeführer bringt keine überzeugenden Gründe vor, weshalb von dieser Rechtsprechung abzuweichen wäre. Die Beschwerde ist demnach als offensichtlich unbegründet abzuweisen.

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Strassenverkehrsamt des Kantons Zug und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Verwaltungsrechtliche Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. Februar 2020

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Chaix

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli