Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1C_82/2016 KI-generiert

Refusal to Authorize Criminal Prosecution Upheld on Appeal Due to Insufficient Substantiation

Geschäftsnummer 1C_82/2016
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who made several allegations against employees of a municipality, claiming inadequate support during an inheritance process and wrongful denial of social assistance. These complaints were submitted through a reporting platform aimed at combating corruption, leading to an investigation by the local police and subsequent referral to the public prosecutor's office. The prosecutor's office sought authorization for criminal proceedings, but the relevant authority declined to grant this request in a decision made in January 2016. The individual appealed this decision to the Federal Tribunal, arguing against both the decision and the conduct of the municipality's employees, but failed to adequately address the grounds for the earlier decision or demonstrate any legal or constitutional violations. Consequently, the Federal Tribunal found that the appeal did not meet necessary formal requirements and chose not to proceed with it.

Legislator-Regeste

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Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG; Refusal to Authorize Criminal Prosecution Upheld on Appeal Due to Insufficient Substantiation: These complaints were submitted through a reporting platform aimed at combating corruption, leading to an investigation by the local police and subsequent referral to the public prosecutor's office. The prosecutor's office sought authorization for criminal proceedings, but the relevant authority declined to grant this request in a decision made in January 2016. The individual appealed this decision to the Federal Tribunal, arguing against both the decision and the conduct of the municipality's employees, but failed to adequately address the grounds for the earlier decision or demonstrate any legal or constitutional violations. Consequently, the Federal Tribunal found that the appeal did not meet necessary formal requirements and chose not to proceed with it.

Schlagwörter

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Ermächtigungsverfahren Ermächtigung zur Strafverfolgung Prozessleitung Anklagezulassung unentgeltliche Rechtspflege Beweislosigkeit Einrede der Verfassungswidrigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 106 Abs. 2 BGG

The appeal was not entered upon because it did not meet the formal requirements, including the requirement to state the reasons for the appeal.

Art. 108 Abs. 1 BGG

The appeal was decided under the simplified procedure because the formal deficiencies were obvious.

Art. 42 Abs. 2 BGG

The appeal was not entered upon because it did not meet the formal requirements, including the requirement to state the reasons for the appeal.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1C_82/2016

Urteil vom 1. März 2016

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,

Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Mitarbeitende der Gemeinde Wil, c/o Politische Gemeinde Wil, Marktgasse 58, Postfach 1372, 9500 Wil,

Beschwerdegegner,

Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Untersuchungsamt Gossau, Peter Straub,

Leitender Staatsanwalt, Sonnenstrasse 4a, 9201 Gossau.

Gegenstand

Ermächtigungsverfahren,

Beschwerde gegen den Entscheid vom 13. Januar 2016 der Anklagekammer des Kantons St. Gallen.

In Erwägung,

dass A.________ gegenüber Mitarbeitenden der Gemeinde Wil ab Mitte September 2015 mehrere Vorwürfe erhob und ihnen u.a. zur Last legte, ihm im Rahmen einer Erbschaft keine adäquate Unterstützung bei der Geltendmachung seiner Rechtsansprüche geboten zu haben, wie ihm nebstdem zu Unrecht Sozialhilfe vorenthalten worden sei;

dass er diese Vorwürfe auf einer vom Bundesamt für Polizei betriebenen Meldeplattform zur Korruptionsbekämpfung formulierte, woraufhin das Bundesamt die Anzeige zuständigkeitshalber der Kantonspolizei St. Gallen zukommen liess, welche sie ans Untersuchungsamt Gossau weiterleitete;

dass dieses in der Folge, mit Schreiben vom 19. November 2015, bei der Anklagekammer des Kantons St. Gallen um Durchführung eines Ermächtigungsverfahrens ersuchte;

dass die Anklagekammer mit Entscheid vom 13. Januar 2016 keine Ermächtigung zur Durchführung eines Strafverfahrens erteilte;

dass A.________ hiergegen mit Eingabe vom 19. Februar 2016 Beschwerde ans Bundesgericht führt, welches davon abgesehen hat, Stellungnahmen einzuholen;

dass er den Entscheid vom 13. Januar 2016 bzw. die Staatsanwalt-schaft und die angezeigten Gemeindeangestellten bzw. deren angebliches Fehlverhalten ganz allgemein beanstandet, ohne sich dabei mit der dem Entscheid zugrunde liegenden Begründung im Einzelnen auseinander zu setzen;

dass er insbesondere nicht rechtsgenüglich darlegt, inwiefern die Begründung bzw. der Entscheid selbst im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll;

dass die Beschwerde somit den gesetzlichen Formerfordernissen ( Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) nicht zu genügen vermag, weshalb auf sie nicht einzutreten ist;

dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;

dass bei den gegebenen Verhältnissen davon abgesehen werden kann, für das bundesgerichtliche Verfahren Kosten zu erheben;

wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Untersuchungsamt Gossau, Peter Straub, Leitender Staatsanwalt, und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. März 2016

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Bopp