Admissibility of Appeal and Proper Venue for In Forma Pauperis Application
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual who lodged a complaint against a decision by the Cantonal Court of Lucerne regarding administrative measures in road traffic law. The court had set a deadline for the individual to pay an advance of costs totaling CHF 800, warning that failure to do so would result in the complaint not being processed. The individual objected to this cost advance, claiming an inability to pay because their salary was directly allocated to the child and adult protection authority (KESB). The individual implicitly requested a waiver of the costs on grounds of financial hardship, seeking legal aid, although such a request should have been directed to the cantonal court that has jurisdiction over the primary matter. The lack of clarity regarding the request was highlighted by the annotation "Copy to the Federal Court" on the submission, indicating procedural confusion.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 66 Abs. 1 BGG; Admissibility of Appeal and Proper Venue for In Forma Pauperis Application: The court had set a deadline for the individual to pay an advance of costs totaling CHF 800, warning that failure to do so would result in the complaint not being processed. The individual objected to this cost advance, claiming an inability to pay because their salary was directly allocated to the child and adult protection authority (KESB). The individual implicitly requested a waiver of the costs on grounds of financial hardship, seeking legal aid, although such a request should have been directed to the cantonal court that has jurisdiction over the primary matter. The lack of clarity regarding the request was highlighted by the annotation "Copy to the Federal Court" on the submission, indicating procedural confusion.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe presiding member waived the imposition of court costs in this instance.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1C_786/2021
Urteil vom 29. Dezember 2021
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Haag, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Kantonsgericht Luzern, 4. Abteilung,
Verfahrensleitung,
Obergrundstrasse 46, Postfach 3569, 6002 Luzern.
Gegenstand
Administrativmassnahmen des Strassenverkehrsrechts;
Kostenvorschuss,
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts
Luzern, 4. Abteilung, Verfahrensleitung, vom
23. Dezember 2021 (7H 21 287).
Erwägungen:
1. Das Kantonsgericht Luzern hat A.________ am 23. Dezember 2021 im Verfahren betreffend administrative Massnahmen im Strassenverkehr eine Frist bis zum 10. Januar 2021 angesetzt zur Bezahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 800.--, unter der Androhung, bei Säumnis auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Mit Beschwerde vom 27. Dezember 2021 erklärt A.________, er sei mit dem Kostenvorschuss nicht einverstanden, weil sein Lohn direkt an die KESB gehe.
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
2. Mit dieser Eingabe erklärt der Beschwerdeführer, dass er mit der Auferlegung des Kostenvorschusses nicht einverstanden sei, weil er ihn nicht bezahlen könne. Er stellt damit sinngemäss ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und damit um Verzicht auf einen Kostenvorschuss. Ein solches Gesuch ist indessen beim Kantonsgericht zu stellen, welches die Hauptsache zu entscheiden hat. Ob der Beschwerdeführer dies getan hat, ist unklar, weil sich auf seiner Eingabe der Vermerk "Kopie an Bundesgericht" findet. Das Bundesgericht ist jedenfalls nicht zuständig für die Behandlung dieses Gesuchs. Auf die "Beschwerde" ist damit nicht einzutreten und die Sache zuständigkeitshalber dem Kantonsgericht weiterzuleiten. Auf die Auferlegung von Gerichtskosten kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Die Eingabe wird zuständigkeitshalber dem Kantonsgericht Luzern überwiesen.
4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Kantonsgericht Luzern, 4. Abteilung, Verfahrensleitung, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 29. Dezember 2021
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Haag
Der Gerichtsschreiber: Störi