Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1C_786/2021 KI-generiert

Admissibility of Appeal and Proper Venue for In Forma Pauperis Application

Geschäftsnummer 1C_786/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who lodged a complaint against a decision by the Cantonal Court of Lucerne regarding administrative measures in road traffic law. The court had set a deadline for the individual to pay an advance of costs totaling CHF 800, warning that failure to do so would result in the complaint not being processed. The individual objected to this cost advance, claiming an inability to pay because their salary was directly allocated to the child and adult protection authority (KESB). The individual implicitly requested a waiver of the costs on grounds of financial hardship, seeking legal aid, although such a request should have been directed to the cantonal court that has jurisdiction over the primary matter. The lack of clarity regarding the request was highlighted by the annotation "Copy to the Federal Court" on the submission, indicating procedural confusion.

Legislator-Regeste

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Art. 66 Abs. 1 BGG; Admissibility of Appeal and Proper Venue for In Forma Pauperis Application: The court had set a deadline for the individual to pay an advance of costs totaling CHF 800, warning that failure to do so would result in the complaint not being processed. The individual objected to this cost advance, claiming an inability to pay because their salary was directly allocated to the child and adult protection authority (KESB). The individual implicitly requested a waiver of the costs on grounds of financial hardship, seeking legal aid, although such a request should have been directed to the cantonal court that has jurisdiction over the primary matter. The lack of clarity regarding the request was highlighted by the annotation "Copy to the Federal Court" on the submission, indicating procedural confusion.

Schlagwörter

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Administrativmassnahmen des Strassenverkehrsrechts Kostenvorschuss Zahlungsbefehl Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege Gesuch an eine Behörde Verwaltungskosten Gesetzlicher Schutz

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 Abs. 1 BGG

The presiding member waived the imposition of court costs in this instance.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1C_786/2021

Urteil vom 29. Dezember 2021

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Haag, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Kantonsgericht Luzern, 4. Abteilung,

Verfahrensleitung,

Obergrundstrasse 46, Postfach 3569, 6002 Luzern.

Gegenstand

Administrativmassnahmen des Strassenverkehrsrechts;

Kostenvorschuss,

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts

Luzern, 4. Abteilung, Verfahrensleitung, vom

23. Dezember 2021 (7H 21 287).

Erwägungen:

1. Das Kantonsgericht Luzern hat A.________ am 23. Dezember 2021 im Verfahren betreffend administrative Massnahmen im Strassenverkehr eine Frist bis zum 10. Januar 2021 angesetzt zur Bezahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 800.--, unter der Androhung, bei Säumnis auf die Beschwerde nicht einzutreten.

Mit Beschwerde vom 27. Dezember 2021 erklärt A.________, er sei mit dem Kostenvorschuss nicht einverstanden, weil sein Lohn direkt an die KESB gehe.

Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

2. Mit dieser Eingabe erklärt der Beschwerdeführer, dass er mit der Auferlegung des Kostenvorschusses nicht einverstanden sei, weil er ihn nicht bezahlen könne. Er stellt damit sinngemäss ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und damit um Verzicht auf einen Kostenvorschuss. Ein solches Gesuch ist indessen beim Kantonsgericht zu stellen, welches die Hauptsache zu entscheiden hat. Ob der Beschwerdeführer dies getan hat, ist unklar, weil sich auf seiner Eingabe der Vermerk "Kopie an Bundesgericht" findet. Das Bundesgericht ist jedenfalls nicht zuständig für die Behandlung dieses Gesuchs. Auf die "Beschwerde" ist damit nicht einzutreten und die Sache zuständigkeitshalber dem Kantonsgericht weiterzuleiten. Auf die Auferlegung von Gerichtskosten kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Eingabe wird zuständigkeitshalber dem Kantonsgericht Luzern überwiesen.

4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Kantonsgericht Luzern, 4. Abteilung, Verfahrensleitung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. Dezember 2021

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Haag

Der Gerichtsschreiber: Störi