Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1C_751/2021 KI-generiert

Municipality's Demand for Substitute Performance Costs Following Dismissed Appeal for Untimely Advance Payment.

Geschäftsnummer 1C_751/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A municipality required an individual to pay for a substitute performance amounting to CHF 16,566.70 through a decision made on October 27, 2020. The individual challenged this decision without success before the Cantonal Construction and Traffic Directorate of Bern and subsequently filed a complaint with the Administrative Court of Bern. The court, on September 29, 2021, ordered the individual to provide an advance payment of CHF 1,000, extending the deadline for payment to October 29, 2021, and warned it would not be further extendable. The advance was not paid within the allotted timeframe, leading the Administrative Court on November 3, 2021, to not proceed with the complaint. The individual then filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal on December 3, 2021, challenging the prior decision primarily on procedural grounds, although not clearly substantiating the claim of violation of legal rights.

Legislator-Regeste

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Art. 105 Abs. 2 VRPG, Art. 105 Abs. 4 VRPG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG; Municipality's Demand for Substitute Performance Costs Following Dismissed Appeal for Untimely Advance Payment: The individual challenged this decision without success before the Cantonal Construction and Traffic Directorate of Bern and subsequently filed a complaint with the Administrative Court of Bern. The court, on September 29, 2021, ordered the individual to provide an advance payment of CHF 1,000, extending the deadline for payment to October 29, 2021, and warned it would not be further extendable. The advance was not paid within the allotted timeframe, leading the Administrative Court on November 3, 2021, to not proceed with the complaint. The individual then filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal on December 3, 2021, challenging the prior decision primarily on procedural grounds, although not clearly substantiating the claim of violation of legal rights.

Schlagwörter

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Baupolizei Kosten einer Ersatzvornahme Kostenvorschuss Zahlungsbefehl verspätetes Fristerstreckungsgesuch Grundsatz "ne bis in idem" Leistungslohn Verwaltungskosten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 BGG

The appeal was dismissed on the grounds that it did not meet the formal requirements and therefore could not be heard under the simplified procedure.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The Tribunal ruled that no court costs should be levied.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1C_751/2021

Urteil vom 9. Dezember 2021

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Kneubühler, Präsident,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Einwohnergemeinde Niederbipp, Bauabteilung, Dorfstrasse 19, Postfach 116, 4704 Niederbipp,

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern, Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern.

Gegenstand

Baupolizei; Kosten einer Ersatzvornahme,

Beschwerde gegen das Urteil vom 3. November 2021 des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern (100.2021.288U).

Erwägungen:

1. Die Einwohnergemeinde Niederbipp verpflichtete A.________ mit Verfügung vom 27. Oktober 2020 zur Bezahlung von Fr. 16'566.70 für eine Ersatzvornahme. Diese Verfügung focht A.________ erfolglos bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern an. Dagegen erhob A.________ am 23. September 2021 Verwaltungsgerichtsbeschwerde, worauf ihn das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Verfügung vom 29. September 2021 aufforderte, gestützt auf Art. 105 Abs. 2 VRPG einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- zu leisten. Auf Gesuch hin gewährte das Verwaltungsgericht A.________ eine Fristverlängerung bis 29. Oktober 2021. Dabei wurde er darauf hingewiesen, dass die verlängerte Zahlungsfrist als nicht mehr erstreckbare Nachfrist im Sinn von Art. 105 Abs. 4 VRPG gelte. Mit Urteil vom 3. November 2021 trat das Verwaltungsgericht des Kantons Bern auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht ein, da der eingeforderte Kostenvorschuss innert der gewährten Nachfrist nicht bezahlt wurde.

2. A.________ führt mit Eingabe vom 3. Dezember 2021 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2021. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen Grundrechte verstossen soll.

Der Beschwerdeführer beanstandet, soweit verständlich, die Einforderung eines Kostenvorschusses. Er beruft sich dabei auf den Grundsatz "ne bis in idem". Er legt indessen nicht nachvollziehbar dar, inwiefern der beanstandete Kostenvorschuss gegen diesen Grundsatz verstossen sollte. Der Beschwerdeführer vermag folglich nicht ansatzweise aufzuzeigen, inwiefern das angefochtene verwaltungsgerichtliche Urteil rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

4. Auf eine Kostenauflage ist zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Einwohnergemeinde Niederbipp, der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Dezember 2021

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Kneubühler

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli