Voter Appeal Against Biased Voting Materials Dismissed for Untimeliness
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA plaintiff filed a complaint concerning the federal referendum held on September 27, 2020, specifically regarding the popular initiative for moderate immigration. The plaintiff argued that the voting public was inadequately informed by the Federal Council's explanations, affecting their ability to make a free and informed decision. The Cantonal Council of Zurich declined to address the complaint, stating it was not within their power to review the grievances expressed by the plaintiff. The plaintiff then appealed this decision to the Swiss Federal Tribunal. The issue centered on whether the complaint was filed within the required legal timeframe, as stipulated by election law, which requires filing within three days of discovering the grounds for the complaint or three days after the publication of results. The summary proceedings determined that the complaint was filed too late, leading to the decision not to proceed with the case.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 77 BRP, Art. 80 Abs. 1 BPR, Art. 100 Abs. 3 lit. b BGG, Art. 77 Abs. 2 BRP, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Voter Appeal Against Biased Voting Materials Dismissed for Untimeliness: The plaintiff argued that the voting public was inadequately informed by the Federal Council's explanations, affecting their ability to make a free and informed decision. The Cantonal Council of Zurich declined to address the complaint, stating it was not within their power to review the grievances expressed by the plaintiff. The plaintiff then appealed this decision to the Swiss Federal Tribunal. The issue centered on whether the complaint was filed within the required legal timeframe, as stipulated by election law, which requires filing within three days of discovering the grounds for the complaint or three days after the publication of results. The summary proceedings determined that the complaint was filed too late, leading to the decision not to proceed with the case.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the reasoning (in relation to procedural inadmissibility) and implicitly applied by not admitting the appeal.
Used in the reasoning to justify non-admission of the appeal due to late filing, which is then reflected in the dispositive order (Point 1).
Cited in the dispositive for the decision not to impose costs.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1C_587/2020
Urteil vom 22. Oktober 2020
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Kneubühler, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Pfäffli.
Verfahrensbeteiligte
Roy Erismann,
Beschwerdeführer,
gegen
Regierungsrat des Kantons Zürich,
Neumühlequai 10, Postfach, 8090 Zürich,
Bundeskanzlei,
Bundeshaus West, 3003 Bern.
Gegenstand
Beschwerde gegen die Verfügung des Regierungsrats
des Kantons Zürich vom 7. Oktober 2020
betreffend die eidgenössische Volksabstimmung
vom 27. September 2020 (Begrenzungsinitiative).
Erwägungen:
1. Roy Erismann erhob mit Eingabe vom 30. September 2020 Abstimmungsbeschwerde betreffend die eidgenössische Volksabstimmung vom 27. September 2020 in Sachen Volksinitiative "Für eine massvolle Zuwanderung (Begrenzungsinitiative) ". Zur Begründung führte Roy Erismann im Wesentlichen aus, dass die Stimmberechtigten in den Erläuterungen des Bundesrates zur Volksabstimmung einseitig informiert worden seien, was die freie Willensbildung der Stimmbevölkerung beeinträchtigt habe. Der Regierungsrat des Kantons Zürich trat mit Verfügung vom 7. Oktober 2020 auf die Beschwerde nicht ein. Zur Begründung führte er zusammenfassend aus, die Frage der rechtzeitigen Beschwerdeführung könne offen bleiben, weil auf die Beschwerde ohnehin nicht eingetreten werden könne. Der Regierungsrat sei nämlich nicht befugt, die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Rügen zu überprüfen.
2. Roy Erismann führt mit Eingabe vom 16. Oktober 2020 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid des Regierungsrats des Kantons Zürich. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
3. Wegen Unregelmässigkeiten bei eidgenössischen Abstimmungen kann innert drei Tagen seit der Entdeckung des Beschwerdegrundes, spätestens jedoch am dritten Tag nach Veröffentlichung der Ergebnisse im kantonalen Amtsblatt Abstimmungsbeschwerde bei der Kantonsregierung geführt werden (vgl. Art. 77 BRP). Der Entscheid der Kantonsregierung kann in der Folge innert fünf Tagen beim Bundesgericht angefochten werden ( Art. 80 Abs. 1 BPR in Verbindung mit Art. 88 Abs. 1 lit. b und Art. 100 Abs. 3 lit. b BGG ).
Der Regierungsrat hat die Frage der rechtzeitigen Beschwerdeeinreichung thematisiert, jedoch letztlich offen gelassen. Er führte dazu zusammengefasst aus, dass die im Internet abrufbare Fassung der Abstimmungserläuterungen das Datum des 29. Juli 2020 trage. Ausserdem sei gewiss, dass die Zustellung der gedruckten Fassung der Abstimmungserläuterungen an die Stimmberechtigten in der vierten Woche vor dem Abstimmungstermin erfolgt sei. Der Beschwerdeführer macht dazu keine Ausführungen. Es ist denn auch nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerdeeinreichung erst nach dem Abstimmungstag das Erfordernis von Art. 77 Abs. 2 BRP beachtet hätte, wonach eine Beschwerde innert drei Tagen seit Entdeckung des Beschwerdegrundes zu erheben ist. Wegen verspäteter Beschwerdeeinreichung ist im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten.
4. Auf eine Kostenauflage ist zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Bundeskanzlei und dem Regierungsrat des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 22. Oktober 2020
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Kneubühler
Der Gerichtsschreiber: Pfäffli