Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1C_578/2015 KI-generiert

Extradition of German National for Property Damage Upheld Due to Time-Barred Appeal

Geschäftsnummer 1C_578/2015
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves a request from German authorities for the extradition of a German national who was sentenced to ten months in prison (minus 37 days served) for property damage. The Swiss Federal Office of Justice approved the extradition on August 7, 2015. The individual subsequently appealed this decision, but the Swiss Federal Criminal Court dismissed the appeal on October 20, 2015. The individual then filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal, seeking to overturn the lower court's decision and deny the extradition. However, the tribunal found the complaint to be late and also noted it did not concern a significant legal issue warranting further examination, leading to dismissal of the appeal.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 100 Abs. 2 lit. b BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 45 Abs. 1 BGG, Art. 48 Abs. 1 BGG, Art. 84 BGG, Art. 109 Abs. 3 BGG; Extradition of German National for Property Damage Upheld Due to Time-Barred Appeal: The Swiss Federal Office of Justice approved the extradition on August 7, 2015. The individual subsequently appealed this decision, but the Swiss Federal Criminal Court dismissed the appeal on October 20, 2015. The individual then filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal, seeking to overturn the lower court's decision and deny the extradition. However, the tribunal found the complaint to be late and also noted it did not concern a significant legal issue warranting further examination, leading to dismissal of the appeal.

Schlagwörter

KI-generiert
Auslieferung an Deutschland Auslieferung Sachbeschädigung Haftstrafe Klagefrist Strafvollstreckungsverjährung begründeter Entscheid

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 100 Abs. 2 lit. b BGG

Cited in the reasoning regarding the length of the appeal deadline (10 days).

Art. 109 Abs. 3 BGG

Cited to refer to the reasoning of the lower court concerning the prerequisites for extradition, although this was followed by a decision not to enter upon the merits.

Art. 44 Abs. 1 BGG

Cited in the reasoning to determine the start date of the appeal deadline.

Art. 45 Abs. 1 BGG

Cited in the reasoning regarding the calculation of the deadline, stating that the appeal deadline expired on the next day because the original expiry date was a Sunday.

Art. 48 Abs. 1 BGG

Cited in the reasoning to demonstrate that the appeal was late, relating to the deadline for filing.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Applied to waive the court fees due to the circumstances of the case.

Art. 84 BGG

Cited as a procedural ground for not entering upon the appeal because the case did not present substantial importance.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1C_578/2015

Urteil vom 6. November 2015

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,

Bundesrichter Karlen, Chaix,

Gerichtsschreiber Härri.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung,

Bundesrain 20, 3003 Bern.

Gegenstand

Auslieferung an Deutschland,

Beschwerde gegen den Entscheid vom 20. Oktober 2015 des Bundesstrafgerichts, Beschwerdekammer.

Sachverhalt:

A. Die deutschen Behörden ersuchten um die Auslieferung des deutschen Staatsangehörigen A.________ zur Vollstreckung einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten (abzüglich 37 Tage Haft) wegen Sachbeschädigung.

Am 7. August 2015 bewilligte das Bundesamt für Justiz die Auslieferung.

Die von A.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesstrafgericht (Beschwerdekammer) am 20. Oktober 2015 ab.

B. A.________ führt beim Bundesgericht Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, den Entscheid des Bundesstrafgerichts aufzuheben und die Auslieferung abzulehnen.

C. Es wurde kein Schriftenwechsel durchgeführt.

Erwägungen:

1. Der angefochtene Entscheid ging beim Beschwerdeführer am 22. Oktober 2015 ein. Die Beschwerdefrist von 10 Tagen ( Art. 100 Abs. 2 lit. b BGG ) begann nach Art. 44 Abs. 1 BGG am folgenden Tag zu laufen und endete am 1. November 2015. Da es sich bei diesem Tag um einen Sonntag handelte, lief die Beschwerdefrist am Montag, 2. November 2015, ab ( Art. 45 Abs. 1 BGG ).

Gemäss Art. 48 Abs. 1 BGG müssen Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post übergeben werden. Die vorliegende Beschwerde wurde am 3. November 2015 der Post übergeben. Die Beschwerde ist somit verspätet. Schon aus diesem Grund kann darauf nicht eingetreten werden.

2. Auf die Beschwerde hätte im Übrigen auch deshalb nicht eingetreten werden können, weil kein besonders bedeutender Fall nach Art. 84 BGG vorliegt. Die Vorinstanz bejaht die Voraussetzungen der Auslieferung gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit überzeugender Begründung, worauf verwiesen werden kann ( Art. 109 Abs. 3 BGG ). Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung stellen sich nicht. Auch sonstwie kommt der Angelegenheit keine aussergewöhnliche Tragweite zu.

3. Auf die Beschwerde wird daher nicht eingetreten.

Unter den gegebenen Umständen - der Beschwerdeführer befindet sich seit gut 4 Monaten in Haft - rechtfertigt es sich, auf die Erhebung von Kosten zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung, und dem Bundesstrafgericht, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. November 2015

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Härri