Appeal Regarding Cost Deposit and Failure to Exhaust Legal Aid Remedies
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAppeal Regarding Cost Deposit and Failure to Exhaust Legal Aid Remedies The Federal Supreme Court dismissed an appeal against an interim decision by the Federal Administrative Court (FAC) that required a CHF 1,000 cost deposit under threat of non-consideration in a pending administrative appeal concerning public access to official documents. The appellant argued she could not afford the costs and requested legal aid, but the Supreme Court ruled the appeal inadmissible for failing to exhaust the prior instance, as requests for legal aid against a demand for a cost deposit must first be submitted to the FAC. The court determined that it could not directly review the FAC's decision to impose the deposit where the legal aid option existed at the lower level, and consequently, it treated the appeal's substance as a request for legal aid and forwarded it to the FAC for proper handling.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 63 Abs. 4 VwVG, Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 83 BGG, Art. 65 VwVG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 30 Abs. 2 BGG; Appeal Regarding Cost Deposit and Failure to Exhaust Legal Aid Remedies: The appellant argued she could not afford the costs and requested legal aid, but the Supreme Court ruled the appeal inadmissible for failing to exhaust the prior instance, as requests for legal aid against a demand for a cost deposit must first be submitted to the FAC. The court determined that it could not directly review the FAC's decision to impose the deposit where the legal aid option existed at the lower level, and consequently, it treated the appeal's substance as a request for legal aid and forwarded it to the FAC for proper handling.
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KI-generiertThe appeal was dismissed by non-entry into the merits under the simplified procedure.
The case was transferred to the lower court as a request for legal aid due to competence.
The decision specified that no court costs would be levied.
The decision specified that no party compensation would be awarded.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1C_547/2025
Urteil vom 26. September 2025
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Müller, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Baur.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,
*gegen*
B.________ SA,
Gegenstand
Öffentlichkeitsprinzip; Zugang zu amtlichen Dokumenten (Kostenvorschuss),
Beschwerde gegen die Zwischenverfügung
des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung I, Instruktionsrichter, vom 23. September 2025
(A-7174/2025).
Erwägungen:
1. Mit Zwischenverfügung vom 23. September 2025 setzte der verfahrensleitende Instruktionsrichter im am Bundesverwaltungsgericht hängigen Beschwerdeverfahren A-7174/2025 betreffend Zugang zu amtlichen Dokumenten gemäss dem Öffentlichkeitsprinzip A.________ gestützt auf Art. 63 Abs. 4 VwVG (SR 172.021) unter Androhung des Nichteintretens im Säumnisfall Frist bis zum 14. Oktober 2025 an, um einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- zu bezahlen. Gegen diese Zwischenverfügung erhebt A.________ mit Eingabe vom 24. September 2025 Beschwerde beim Bundesgericht.
Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
2. Angefochtenen ist ein Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts in einer Angelegenheit des öffentlichen Rechts (vgl. Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. a, Art. 93 Abs. 1 BGG); ein Ausschlussgrund gemäss Art. 83 BGG liegt nicht vor. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich ein Kostenvorschuss verlangt werden darf. Sie macht aber unter Einreichung zweier Beilagen geltend, sie sei nicht in der Lage, die Gerichtskosten zu tragen, und beantragt Befreiung von diesen bzw. unentgeltliche Rechtspflege. Gemäss der Praxis des Bundesgerichts ist indes, wenn wie hier (vgl. Art. 65 VwVG) diese Möglichkeit besteht, ein solches Gesuch im vorinstanzlichen Verfahren zu stellen und kann gegen einen Entscheid, mit der die Vorinstanz einen Kostenvorschuss verlangt, nicht direkt Beschwerde beim Bundesgericht erhoben werden (vgl. Urteile 1B_369/2021 vom 29. Juni 2021 E. 2; 1B_482/2019 vom 4. Oktober 2019 E. 2; 1C_479/2011 vom 3. November 2011 E. 2 mit Hinweisen). Die Beschwerde ist somit mangels Ausschöpfung des Instanzenzugs offensichtlich unzulässig, weshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG auf sie nicht einzutreten ist. Sie ist aber als Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege samt Beilagen zuständigkeitshalber der Vorinstanz zu überweisen (Art. 30 Abs. 2 BGG).
3. Auf eine Kostenerhebung kann verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen (Art. 68 BGG).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Beschwerde wird als Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zuständigkeitshalber dem Bundesverwaltungsgericht überwiesen.
3. Es werden keine Kosten erhoben.
4. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der B.________ SA und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, Instruktionsrichter, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 26. September 2025
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Müller
Der Gerichtsschreiber: Baur