Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1C_545/2019 KI-generiert

Complainant's Appeal Against Refusal to Prosecute Municipal Employees Dismissed for Procedural Defects

Geschäftsnummer 1C_545/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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On June 19, 2019, an individual filed a criminal complaint against employees of the municipal administration of Buchs, alleging forgery and abuse of office. The investigation office in Altstätten referred the complaint to the St. Gallen Canton Prosecution Chamber for authorization proceedings. However, on August 29, 2019, the Chamber declined to authorize a criminal investigation, citing a lack of evidence of any criminal conduct. The complainant subsequently lodged an appeal with the Swiss Federal Tribunal on October 8, 2019, challenging this refusal. The appeal did not meet the necessary legal requirements, resulting in the Tribunal declining to proceed with the case. Additionally, the individual's request for an extension of the appeal deadline and for legal aid was denied due to the legal nature of the deadlines and the perceived futility of the case.

Legislator-Regeste

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Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Complainant's Appeal Against Refusal to Prosecute Municipal Employees Dismissed for Procedural Defects: The investigation office in Altstätten referred the complaint to the St. Gallen Canton Prosecution Chamber for authorization proceedings. However, on August 29, 2019, the Chamber declined to authorize a criminal investigation, citing a lack of evidence of any criminal conduct. The complainant subsequently lodged an appeal with the Swiss Federal Tribunal on October 8, 2019, challenging this refusal. The appeal did not meet the necessary legal requirements, resulting in the Tribunal declining to proceed with the case. Additionally, the individual's request for an extension of the appeal deadline and for legal aid was denied due to the legal nature of the deadlines and the perceived futility of the case.

Schlagwörter

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Ermächtigungsverfahren Strafanzeige Prozessleitung Verfahrensmangel Anklage gesetzliche Verfahrensfrist Einrede der Verfassungswidrigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 BGG

The appeal was not admitted because it did not meet the formal requirements, leading to a decision based on the simplified procedure.

Art. 64 BGG

The request for free legal aid was denied because the proceedings were deemed hopeless.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The decision states that no court costs shall be levied.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1C_545/2019

Urteil vom 16. Oktober 2019

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Chaix, Präsident,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Anklagekammer des Kantons St. Gallen,

Klosterhof 1, 9001 St. Gallen.

Gegenstand

Ermächtigungsverfahren,

Beschwerde gegen den Entscheid der Anklagekammer

des Kantons St. Gallen vom 29. August 2019

(AK.2019.239-AK und AK.2019.244-AK).

Erwägungen:

1. A.________ erstattete am 19. Juni 2019 Strafanzeige gegen Mitarbeitende der Stadtverwaltung Buchs wegen Urkundenfälschung und Amtsmissbrauch. Das Untersuchungsamt Altstätten leitete die Strafanzeige zur Durchführung des Ermächtigungsverfahrens an die Anklagekammer des Kantons St. Gallen weiter, welche mit Entscheid vom 29. August 2019 keine Ermächtigung zur Eröffnung von Strafverfahren erteilte. Die Anklagekammer führte zur Begründung zusammenfassend aus, dass keinerlei Anhaltspunkte auf ein allfällig strafbares Verhalten erkennbar seien.

2. A.________ führt mit Eingabe vom 8. Oktober 2019 (Postaufgabe 11. Oktober 2019) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 29. August 2019. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3. Der Beschwerdeführer ersucht um Erstreckung der Beschwerdefrist, damit er selbst oder ein noch zu ernennender unentgeltlicher Rechtsbeistand eine Beschwerdeergänzung einreichen könne. Die 30-tägige Beschwerdefrist gemäss Art. 100 Abs. 1 BGG kann als gesetzlich bestimmte Frist nicht erstreckt werden ( Art. 47 Abs. 1 BGG ). Dem Gesuch kann somit nicht entsprochen werden.

4. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt.

Der Beschwerdeführer legt in seiner Eingabe vom 8. Oktober 2019 nicht dar, inwiefern die Begründung der Anklagekammer, die zur Nichterteilung der Ermächtigung führte, bzw. der Entscheid der Anklagekammer selbst rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Eingabe genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

5. Angesichts der Aussichtslosigkeit des Verfahrens ist dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung eines Anwalts ( Art. 64 BGG ) nicht zu entsprechen. Auf eine Kostenauflage kann indessen verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. Oktober 2019

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Chaix

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli