Municipal Authority v. Building Permit Annulment Appeal Costs
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA municipality challenged a decision by the administrative court of the Canton of Graubünden regarding cost determination in a construction objection case. The Swiss Federal Tribunal had previously revoked the municipality's construction permits and instructed the administrative court to reassess costs and party compensations. However, the municipality filed a public law complaint, arguing that the court failed to address costs related to the initial construction and objection proceedings. While this complaint was pending, the administrative court granted a revision request by the municipality, amending its previous decision to include the missing cost determinations. Following this, the municipality declared its complaint moot since the revised decision resolved the issue, leading the Federal Tribunal to close the case without imposing costs or party compensation.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 71 BGG, Art. 72 BZP, Art. 68 Abs. 3 BGG, Art. 66 Abs. 4 BGG; Municipal Authority v. Building Permit Annulment Appeal Costs: The Swiss Federal Tribunal had previously revoked the municipality's construction permits and instructed the administrative court to reassess costs and party compensations. However, the municipality filed a public law complaint, arguing that the court failed to address costs related to the initial construction and objection proceedings. While this complaint was pending, the administrative court granted a revision request by the municipality, amending its previous decision to include the missing cost determinations. Following this, the municipality declared its complaint moot since the revised decision resolved the issue, leading the Federal Tribunal to close the case without imposing costs or party compensation.
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KI-generiertCited as the basis for not levying any court costs in this situation.
Cited as the basis for not awarding an indemnity to the municipality.
Cited in conjunction with Art. 72 BZP to rule on costs when the dispute became moot.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (3)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1C_524/2022
Verfügung vom 19. Dezember 2022
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Kneubühler, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.
Verfahrensbeteiligte
Gemeinde Klosters-Serneus, Rathaus, 7250 Klosters, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Duri Pally,
Beschwerdeführerin,
gegen
1. A.________, vertreten durch Rechtsanwältin Claudia Schawalder,
2. B.________, vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Frey,
3. C.________,
4. D.D.________ und E.D.________,
alle drei vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Gieri Caviezel, Caviezel Partner AG,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Baueinsprache; Kostenentscheid,
Beschwerde gegen die Verfügung des Verwaltungs-gerichts des Kantons Graubünden, 5. Kammer, vom 13. September 2022 (R 22 61, 62 und 63).
Erwägungen:
1. Das Bundesgericht hiess mit Urteil 1C_650/2020 vom 12. Juli 2022 die Beschwerde von A.________ gut, hob das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 29. September 2020 und die Baubewilligungen der Gemeinde Klosters-Serneus vom 19. März 2019 auf. Im Weiteren wies es die Sache zur Neuverlegung der Kosten und der Parteientschädigung der vorangegangenen Verfahren an die Vorinstanz zurück. Mit Urteil vom 13. September 2022 entschied das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden über die Kosten und Parteientschädigung für das verwaltungsgerichtliche Verfahren.
2. Die Gemeinde Klosters-Serneus erhob mit Eingabe vom 27. September 2022 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden. Zur Begründung machte sie geltend, entgegen der bundesgerichtlichen Anweisung habe es das Verwaltungsgericht, augenscheinlich versehentlich, unterlassen, über die Kosten in den Bau- und Einspracheverfahren vor der Gemeinde zu entscheiden.
Mit Verfügung vom 21. November 2022 sistierte das Bundesgericht das Verfahren bis zum Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden über das von der Gemeinde in derselben Angelegenheit eingereichte Revisionsgesuch.
3. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden hiess mit Urteil vom 13. Dezember 2022 das Revisionsgesuch gut und komplettierte sein Urteil vom 13. September 2022 bezüglich der Kosten- und Entschädigungsfolgen im Bau- und Einspracheverfahren vor der Gemeinde. Mit Eingabe vom 16. Dezember 2022 stellte die Gemeinde den Antrag, das Verfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben.
4. Mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 13. Dezember 2022 ist die Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 13. September 2022 gegenstandslos geworden. Wird ein Rechtsstreit gegenstandslos oder fällt er mangels rechtlichen Interesses dahin, entscheidet das Bundesgericht mit summarischer Begründung über die Prozesskosten aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes ( Art. 71 BGG i.V.m. Art 72 BZP ). Bei der Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen ist somit in erster Linie auf den mutmasslichen Ausgang des Prozesses abzustellen.
Im vorliegenden Fall ist das Verfahren aufgrund des Revisionsurteils vom 13. Dezember 2022 gegenstandslos geworden. Bei dieser Sachlage wäre der Kanton Graubünden grundsätzlich kostenpflichtig. Indessen steht der Gemeinde keine Parteientschädigung zu ( Art. 68 Abs. 3 BGG ). Auch sind bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Kosten zu erheben ( Art. 66 Abs. 4 BGG ).
Demnach verfügt der Präsident:
1. Die Beschwerde im Verfahren 1C_524/2022 wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.
4. Diese Verfügung wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, 5. Kammer, und dem Bundesamt für Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 19. Dezember 2022
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Kneubühler
Der Gerichtsschreiber: Pfäffli