Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1C_430/2018 KI-generiert

Cantonal Administrative Court Dismissal Upheld Due to Missed Road Project Cost Advance Payment Deadline

Geschäftsnummer 1C_430/2018
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, an individual filed a complaint against a road construction project known as the "Ostumfahrung Zurzach" in the canton of Aargau, Switzerland. The canton’s administrative court initially dismissed this complaint because the complainant failed to pay a required deposit of CHF 25,000 within the specified deadline and did not meet the additional grace period given. Subsequently, the complainant sought action from the Federal Tribunal, also acting on behalf of the heirs of another individual. The complainant argued that they made a partial payment equivalent to half of an AHV pension within time, disputing the high deposit demand. However, they did not adequately indicate how the administrative court violated federal law by dismissing their case on procedural grounds. The Federal Tribunal considered whether the administrative court breached federal law by rejecting the complaint due to non-payment of the deposit, ruling the procedural arguments unconvincing.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 66 al. 1 LTF, Art. 93 BGG; Cantonal Administrative Court Dismissal Upheld Due to Missed Road Project Cost Advance Payment Deadline: The canton’s administrative court initially dismissed this complaint because the complainant failed to pay a required deposit of CHF 25,000 within the specified deadline and did not meet the additional grace period given. Subsequently, the complainant sought action from the Federal Tribunal, also acting on behalf of the heirs of another individual. The complainant argued that they made a partial payment equivalent to half of an AHV pension within time, disputing the high deposit demand. However, they did not adequately indicate how the administrative court violated federal law by dismissing their case on procedural grounds. The Federal Tribunal considered whether the administrative court breached federal law by rejecting the complaint due to non-payment of the deposit, ruling the procedural arguments unconvincing.

Schlagwörter

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Strassenbauprojekt Fristversäumnis Kostenvorschussleistung administrative Entlassung Baukosten Verwaltungskosten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG

Cited in the reasoning to explain the applicant's failure to meet the legal requirement for substantiating the appeal, which led to the non-admission.

Art. 66 al. 1 LTF

Although the Tribunal decided not to levy costs in point 2, it would normally be governed by this article regarding the imposition of court costs in the event of dismissal.

Art. 93 BGG

The decision not to enter the appeal is based on insufficient substantiation, which falls under inadmissibility rules (though not explicitly cited in the dispositive, the reasoning implies the outcome falls under simplified procedure due to lack of grounds).

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1C_430/2018

Urteil vom 17. Oktober 2018

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Chaix, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

A.A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Regierungsrat des Kantons Aargau, Regierungsgebäude, 5001 Aarau,

Gemeinderat Bad Zurzach,

5330 Bad Zurzach.

Gegenstand

Strassenbauprojekt,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 3. Kammer, vom 26. Juni 2018 (WBE.2018.189).

Erwägungen:

1. Das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau trat am 26. Juni 2018 auf eine Beschwerde von A.A.________ gegen ein Strassenbauprojekt (Ostumfahrung Zurzach) nicht ein mit der Begründung, sie habe den Kostenvorschuss von Fr. 25'000.-- nicht innert Frist geleistet und auch die angesetzte Nachfrist unbenützt ablaufen lassen.

Mit Beschwerde vom 5. September 2018 stellt A.A.________, auch im Namen der Erben von B.A.________, eine ganze Reihe von Anträgen und beantragt sinngemäss, den angefochtenen Entscheid aufzuheben.

Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

2. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens kann einzig sein, ob das Verwaltungsgericht Bundesrecht verletzte, indem es auf die Beschwerde androhungsgemäss nicht eintrat, nachdem der Kostenvorschuss nicht fristgerecht geleistet wurde. Das Verwaltungsgericht führt dazu aus, nachdem die Frist für die Bezahlung des Kostenvorschusses unbenützt abgelaufen sei, habe es der Beschwerdeführerin für dessen Leistung mit Verfügung vom 4. Juni 2018 eine nicht erstreckbare Nachfrist von 10 Tagen angesetzt. Diese Verfügung sei der Beschwerdeführerin am 5. Juni 2018 zur Abholung gemeldet worden und habe daher 7 Tage später, am 12. Juni 2018, als zugestellt zu gelten. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin die Abholfrist bis zum 16. Juni 2018 verlängerte, habe auf den Fristenlauf keinen Einfluss. Die letzte, nicht erstreckbare Frist für die Bezahlung des Kostenvorschusses sei daher am 22. Juni 2018 unbenutzt abgelaufen.

Zur Fristwahrung bringt die Beschwerdeführerin einzig vor, die viel zu hohe "Vorschussforderung von Fr. 25'000.-- (17 AHV-Renten) vom 4.6.18" sei am 25. Juni 2018 durch eine Akontozahlung in Höhe einer halben AHV-Rente fristgerecht beantwortet worden.

Mit diesen Ausführungen legt die Beschwerdeführerin unter Verletzung ihrer gesetzlichen Begründungspflicht ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ; BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1; 133 II 396 E. 3.2; Urteil 1C_486/2014vom 27. April 2016 E. 1.4) nicht dar, inwiefern das Verwaltungsgericht Bundesrecht verletzte, indem es auf ihre Beschwerde nicht eintrat. Dieses hat zutreffend dargelegt, dass die Nachfrist für die Bezahlung des Kostenvorschusses am 22. Juni 2018 ablief. Dem setzt sie nur die unzutreffende Behauptung entgegen, sie habe mit der Eingabe vom 25. Juni 2018 die Frist gewahrt. Diese "Begründung" lässt jegliche Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid vermissen und genügt den gesetzlichen Anforderungen nicht. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, sodass auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten ist. Auf die Erhebung von Kosten kann ausnahmsweise verzichtet werden.

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Regierungsrat des Kantons Aargau, dem Gemeinderat Bad Zurzach und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. Oktober 2018

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Chaix

Der Gerichtsschreiber: Störi