Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1C_394/2021 KI-generiert

Appeal Against Federal Vote Results Dismissed for Failure to Exhaust Cantonal Remedies

Geschäftsnummer 1C_394/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case before the Swiss Federal Tribunal, an individual filed a complaint challenging the results of the Swiss national referendum held on June 13, 2021, which addressed several legislative matters including the COVID-19 law, the CO2 law, and the federal law on police measures to combat terrorism. The complainant sought to invalidate the referendum results, alleging irregularities. However, the complaint was submitted directly to the Federal Tribunal without first being lodged as required with the canton government within the specified three-day period following the discovery of the grounds for the complaint, or within three days after the results were published in the official gazette. As such, the complaint was considered inadmissible due to not adhering to procedural requirements, and it was not transmitted to the cantonal authorities because it was evidently late.

Legislator-Regeste

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Art. 77 BPR, Art. 80 Abs. 1 BPR, Art. 100 Abs. 3 lit. b BGG, Art. 77 Abs. 2 BPR, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Appeal Against Federal Vote Results Dismissed for Failure to Exhaust Cantonal Remedies: The complainant sought to invalidate the referendum results, alleging irregularities. However, the complaint was submitted directly to the Federal Tribunal without first being lodged as required with the canton government within the specified three-day period following the discovery of the grounds for the complaint, or within three days after the results were published in the official gazette. As such, the complaint was considered inadmissible due to not adhering to procedural requirements, and it was not transmitted to the cantonal authorities because it was evidently late.

Schlagwörter

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Abstimmungsergebnis Fristwahrung Wahlfälschung Demonstrationsrecht E-Government Verfassungsbeschwerde im Ausland

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 BGG

The appeal was not admitted under the simplified procedure due to evident tardiness.

Art. 66 Abs. 1 BGG

No costs were imposed on the appeal.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1C_394/2021

Urteil vom 29. Juni 2021

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Kneubühler, Präsident,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

Andy A. Bergamin,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundeskanzlei, Bundeshaus West, 3003 Bern.

Gegenstand

Abstimmungsbeschwerde (Volksabstimmung vom 13. Juni 2021).

In Erwägung,

dass Andy A. Bergamin mit Eingabe vom 23. Juni 2021 (Postaufgabe 24. Juni 2021) Beschwerde gegen die Eidgenössische Volksabstimmung vom 13. Juni 2021 betreffend Covid-19-Gesetz, CO²-Gesetz und Bundesgesetz über polizeiliche Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus (PMT) erhoben und dabei um Ungültigerklärung der entsprechenden Abstimmungsergebnisse ersucht hat;

dass wegen Unregelmässigkeiten bei eidgenössischen Abstimmungen innert drei Tagen seit der Entdeckung des Beschwerdegrundes, spätestens jedoch am dritten Tag nach Veröffentlichung der Ergebnisse im kantonalen Amtsblatt zuerst Abstimmungsbeschwerde bei der Kantonsregierung zu erheben ist (vgl. Art. 77 BPR );

dass in der Folge der Entscheid der Kantonsregierung innert fünf Tagen beim Bundesgericht angefochten werden kann ( Art. 80 Abs. 1 BPR in Verbindung mit Art. 88 Abs. 1 lit. b und Art. 100 Abs. 3 lit. b BGG );

dass der Beschwerdeführer seine Beschwerde direkt beim Bundesgericht eingereicht und nicht dargelegt hat - und dies auch nicht ersichtlich ist -, inwiefern dabei die dreitägige Frist gemäss Art. 77 Abs. 2 BPR beachtet worden wäre;

dass daher auf die vorliegende Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist, wobei eine Überweisung der Beschwerde an die Kantonsregierung unterbleiben kann, da sich die vorliegende Beschwerde offensichtlich als verspätet erweist;

dass auf eine Kostenauflage zu verzichten ist ( Art. 66 Abs. 1 BGG );

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und der Bundeskanzlei schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. Juni 2021

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Kneubühler

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli