Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1C_377/2021 KI-generiert

Voter Challenge to Covid-19 Act Referendum Dismissed for Procedural Non-Compliance

Geschäftsnummer 1C_377/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A complainant filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal on June 16, 2021, regarding the federal vote on the Covid-19 Act held on June 13, 2021. The complaint raised issues about incomplete information provided by the Federal Council in the voting booklet. However, the complainant submitted the complaint directly to the Federal Tribunal without first filing it with the cantonal government, as required by law. Additionally, the complainant did not adhere to the mandatory three-day period for raising such complaints following the discovery of irregularities or the publication of results in the cantonal gazette. Consequently, the complaint was deemed inadmissible due to non-compliance with procedural requirements.

Legislator-Regeste

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Art. 77 BPR, Art. 80 Abs. 1 BPR, Art. 100 Abs. 3 lit. b BGG, Art. 77 Abs. 2 BPR, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Voter Challenge to Covid-19 Act Referendum Dismissed for Procedural Non-Compliance: The complaint raised issues about incomplete information provided by the Federal Council in the voting booklet. However, the complainant submitted the complaint directly to the Federal Tribunal without first filing it with the cantonal government, as required by law. Additionally, the complainant did not adhere to the mandatory three-day period for raising such complaints following the discovery of irregularities or the publication of results in the cantonal gazette. Consequently, the complaint was deemed inadmissible due to non-compliance with procedural requirements.

Schlagwörter

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Referendum gesetzliche Verfahrensfrist E-Government Wahlanfechtungen öffentliche Wahl Forderungseingabe

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 BGG

The appeal was not entered upon using the simplified procedure based on this article due to being time-barred.

Art. 66 Abs. 1 BGG

This article was cited to justify dispensing with the imposition of costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1C_377/2021

Urteil vom 21. Juni 2021

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Kneubühler, Präsident,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

Rebekka Hrasche,

Beschwerdeführerin,

gegen

Bundeskanzlei,

Bundeshaus West, 3003 Bern.

Gegenstand

Volksabstimmung vom 13. Juni 2021 betreffend Covid-19-Gesetz.

In Erwägung,

dass Rebekka Hrasche am 16. Juni 2021 Beschwerde gegen die Eidgenössische Volksabstimmung vom 13. Juni 2021 betreffend Covid-19-Gesetz wegen unvollständiger Information durch den Bundesrat im Abstimmungsbüchlein erhoben hat;

dass wegen Unregelmässigkeiten bei eidgenössischen Abstimmungen innert drei Tagen seit der Entdeckung des Beschwerdegrundes, spätestens jedoch am dritten Tag nach Veröffentlichung der Ergebnisse im kantonalen Amtsblatt zuerst Abstimmungsbeschwerde bei der Kantonsregierung zu erheben ist (vgl. Art. 77 BPR );

dass in der Folge der Entscheid der Kantonsregierung innert fünf Tagen beim Bundesgericht angefochten werden kann ( Art. 80 Abs. 1 BPR in Verbindung mit Art. 88 Abs. 1 lit. b und Art. 100 Abs. 3 lit. b BGG );

dass die Beschwerdeführerin ihre Beschwerde direkt beim Bundesgericht eingereicht und nicht dargelegt hat - und dies auch nicht ersichtlich ist -, inwiefern dabei die dreitägige Frist gemäss Art. 77 Abs. 2 BPR beachtet worden wäre;

dass die Beschwerdeführerin insbesondere nicht geltend macht - geschweige denn ausführt -, den angeblichen Mangel im Abstimmungsbüchlein erst am Tage der Volksabstimmung festgestellt zu haben;

dass daher auf die vorliegende Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist, wobei eine Überweisung der Beschwerde an die Kantonsregierung unterbleiben kann, da sich die vorliegende Beschwerde offensichtlich als verspätet erweist;

dass auf eine Kostenauflage zu verzichten ist ( Art. 66 Abs. 1 BGG );

erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin und der Bundeskanzlei schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 21. Juni 2021

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Kneubühler

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli