Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1C_376/2023 KI-generiert

Driver's Appeal Dismissal for Non-Payment Upheld Against Challenge to State Authority

Geschäftsnummer 1C_376/2023
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, an individual was warned by the Road Traffic and Shipping Office of the Canton of Bern on February 28, 2023, for a minor violation of road traffic regulations. The individual contested this warning, but their objection was dismissed on April 24, 2023. Subsequently, the Cantonal Appeal Commission for Measures Against Vehicle Drivers did not consider their appeal due to non-payment of a required advance on costs. The individual then lodged a public law appeal on July 31, 2023, requesting that proceedings be halted until the administrative legitimacy of the involved authorities was restored, claiming they had been illegally privatized. However, applicable legal provisions confirmed that these bodies are public authorities with sovereign powers, making the individual's claims baseless. The appeal did not address the substance of the contested decision, leading to a determination that the appeal did not meet required legal justification criteria.

Legislator-Regeste

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Art. 83 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Driver's Appeal Dismissal for Non-Payment Upheld Against Challenge to State Authority: The individual contested this warning, but their objection was dismissed on April 24, 2023. Subsequently, the Cantonal Appeal Commission for Measures Against Vehicle Drivers did not consider their appeal due to non-payment of a required advance on costs. The individual then lodged a public law appeal on July 31, 2023, requesting that proceedings be halted until the administrative legitimacy of the involved authorities was restored, claiming they had been illegally privatized. However, applicable legal provisions confirmed that these bodies are public authorities with sovereign powers, making the individual's claims baseless. The appeal did not address the substance of the contested decision, leading to a determination that the appeal did not meet required legal justification criteria.

Schlagwörter

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Verwarnung einfache Verkehrsregelverletzung Kostenvorschuss Führerausweisentzug Leistung des Kostenvorschusses Zahlung der Geldbuße Vorschuss

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

Although not explicitly cited in the very final dispositive, the statement 'Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten' (No entry upon the appeal) followed by 'Es werden keine Kosten erhoben' (No costs are levied) strongly implies a decision based on inadmissibility or non-entry based on procedural grounds, typically Art. 108 BGG for failure to meet admissibility requirements, especially considering the reasoning mentioned failure to pursue the substantive challenge and likelihood of cost levy waiver.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Cited implicitly in the dispositive order 'Es werden keine Kosten erhoben' (No costs are levied), which is a ruling on procedural costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1C_376/2023

Urteil vom 10. August 2023

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Kneubühler, Präsident,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des

Kantons Bern,

Schermenweg 5, Postfach, 3001 Bern.

Gegenstand

Verwarnung,

Beschwerde gegen das Urteil der Rekurskommission

des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführern

vom 12. Juli 2023 (300.2023.93 JEA/ZIL).

Erwägungen:

1. Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern (SVSA) verwarnte A.________ am 28. Februar 2023 wegen einer leichten Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften und wies am 24. April 2023 die von diesem dagegen erhobene Einsprache ab.

Am 12. Juli 2023 trat die Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführern (im Folgenden: Rekurskommission) auf die von A.________ dagegen erhobene Beschwerde nicht ein mit der Begründung, er habe den ihm auferlegten Kostenvorschuss nicht geleistet.

Mit Eingabe vom 31. Juli 2023 erhebt A.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag: "Einstellen des Verfahrens bis die hoheitlichen Legitimationen erbracht/bzw. wiederhergestellt wurden."

Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

2. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in einer öffentlich-rechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 82 ff. BGG offen; ein Ausnahmegrund ist nicht gegeben ( Art. 83 BGG ). Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt ( BGE 135 III 127 E. 1.6; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2; je mit Hinweisen).

Der Beschwerdeführer bringt, soweit verständlich, vor, das SVSA und die Rekurskommission seien illegal privatisiert worden und hätten daher keine hoheitlichen Befugnisse. Das Verfahren müsse eingestellt werden, bis deren hoheitlichen Befugnisse wiederhergestellt seien. Wie sich indessen aus den einschlägigen rechtlichen Grundlagen (Art. 3 f. des Kantonalen Strassenverkehrsgesetzes vom 27. März 2006, 761.11; Art. 3 der Strassenverkehrsverordnung vom 20. Oktober 2010, 761.111) unzweifelhaft ergibt, sind weder das SVSA noch die Rekurskommission privatrechtlich organisiert, sondern öffentlich-rechtliche Organe mit hoheitlichen Befugnissen. Die Vorbringen des Beschwerdeführers sind unzutreffend und gehen an der Sache vorbei. Sie sind nicht geeignet, den angefochtenen Entscheid der Rekurskommission bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Inhaltlich setzt er sich mit dem angefochtenen Entscheid nicht auseinander. Auf die Beschwerde ist daher wegen Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht nicht einzutreten, wobei auf die Erhebung von Kosten ausnahmsweise verzichtet werden kann.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern und der Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. August 2023

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Kneubühler

Der Gerichtsschreiber: Störi