Appeal Regarding Extended Protective Measures Moot Due to Expiration
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a complaint filed by an individual against a judicial decision to extend protective measures ordered by the police, which included a contact ban and a prohibition on entering a specific neighborhood. These measures were initially put in place due to concerns about potential violence under local protective laws. The individual challenged the prolongation of these measures, but the relevant authorities did not respond to the complaint. As a result of the situation evolving such that the measures were no longer in effect by the time the case was heard, the court determined the complaint to be moot and proceeded to address the associated legal costs, ultimately imposing a reduced fee on the individual who filed the complaint.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 72 BZP, Art. 71 BGG, Art. 29a BV, Art. 130 Abs. 3 BGG, Art. 66 al. 1 LTF; Appeal Regarding Extended Protective Measures Moot Due to Expiration: These measures were initially put in place due to concerns about potential violence under local protective laws. The individual challenged the prolongation of these measures, but the relevant authorities did not respond to the complaint. As a result of the situation evolving such that the measures were no longer in effect by the time the case was heard, the court determined the complaint to be moot and proceeded to address the associated legal costs, ultimately imposing a reduced fee on the individual who filed the complaint.
Schlagwörter
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KI-generiertCited in relation to the rejected contention regarding a violation of Art. 29a BV (though the core issue of the dispositive is mootness/costs).
This reference, although not explicitly present in the final dispositive text provided, is the standard article for imposing court costs, which is effectively done in point 2 (Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt).
Cited in conjunction with Art. 72 BZP to rule on costs in case the appeal became moot.
Cited in conjunction with Art. 71 BGG to rule on costs in case of mootness.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (1)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
1C_365/2008
Verfügung vom 8. Oktober 2008
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Steinmann.
Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Rolf Zwahlen,
gegen
Y.________,
Beschwerdegegnerin,
Kantonspolizei Zürich, Fachstelle Häusliche Gewalt, Postfach, 8021 Zürich.
Gegenstand
Verlängerung von Schutzmassnahmen,
Beschwerde gegen die Verfügung des Haftrichter des Bezirkes Bülach vom 26. Juni 2008.
Sachverhalt:
Gestützt auf das Gewaltschutzgesetz des Kantons Zürich (GSG) ordnete die Kantonspolizei Zürich gegenüber X.________ am 12. Juni 2008 Schutzmassnahmen an, nämlich ein Kontaktverbot gegenüber Y.________ und ein Betretungsverbot (Rayonverbot) hinsichtlich eines Quartiers in Wallisellen. Mit Verfügung vom 26. Juni 2008 verlängerte der Haftrichter des Bezirks Bülach die Schutzmassnahmen bis zum 26. September 2008.
Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 25. August 2008 ersucht X.________ um Aufhebung des haftrichterlichen Entscheides vom 26. Juni 2008. Die Kantonspolizei und der Haftrichter haben auf Vernehmlassung verzichtet. Die Beschwerdegegnerin Y.________ hat sich nicht rechtzeitig vernehmen lassen.
Erwägungen:
1. Mit dem angefochtenen Entscheid verlängerte der Haftrichter die Schutzmassnahmen bis zum 26. September 2008. Den Akten lassen sich keine Hinweise entnehmen, dass die angefochtenen Massnahmen über den 26. September 2008 hinaus verlängert worden wären. Bei dieser Sachlage ist die Beschwerdesache gegenstandslos geworden und demnach abzuschreiben.
2. Im Falle der Gegenstandslosigkeit befindet das Bundesgericht mit summarischer Begründung über die Prozesskosten aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes ( Art. 72 BZP i.V.m. Art. 71 BGG ). In dieser Hinsicht darf berücksichtigt werden, dass der Beschwerdeführer die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens durch die Ausnützung der vollen Beschwerdefrist und des Friststillstandes mitverursachte. Die Rüge der Verletzung von Art. 29a BV ist im Lichte von Art. 130 Abs. 3 BGG unbegründet (Urteil 2C_64/2007 vom 29. März 2007, E. 3.2 [Pra 2997 Nr. 134]). Es kann dem Haftrichter keine Willkür vorgeworfen werden, wenn er gefährdende Handlungen im Sinne des Gewaltschutzgesetzes von Seiten des Beschwerdeführers als glaubhaft qualifizierte. Es rechtfertigt sich daher, dem Beschwerdeführer eine reduzierte Gerichtsgebühr aufzuerlegen. Eine Parteientschädigung steht weder dem Beschwerdeführer noch der Beschwerdegegnerin zu.
Demnach verfügt der Instruktionsrichter:
1. Die Beschwerde wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
4. Diese Verfügung wird den Parteien, der Kantonspolizei Zürich, Fachstelle Häusliche Gewalt, und dem Haftrichter des Bezirkes Bülach schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 8. Oktober 2008
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Instruktionsrichter: Der Gerichtsschreiber:
Féraud Steinmann