Federal Supreme Court Dismisses Late Appeal Against Cantonal Building Permit Ruling
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn this case, individuals filed a complaint against a decision made by the Administrative Court of the Canton of Bern, which had rejected their appeal concerning a building and clearing permit. The Court had issued its decision on May 28, 2018, available for collection by the complainants until June 6, 2018. The complainants requested an extension to pick up the ruling, ultimately retrieving it on June 15, 2018. However, they mistakenly believed that the 30-day period to appeal began on the day they received the decision instead of the date indicated by the court's notification process. As a result, their subsequent appeal, filed on July 16, 2018, was deemed late, resulting in the court's refusal to consider their complaint.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 44 Abs. 2 BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Late Appeal Against Cantonal Building Permit Ruling: The Court had issued its decision on May 28, 2018, available for collection by the complainants until June 6, 2018. The complainants requested an extension to pick up the ruling, ultimately retrieving it on June 15, 2018. However, they mistakenly believed that the 30-day period to appeal began on the day they received the decision instead of the date indicated by the court's notification process. As a result, their subsequent appeal, filed on July 16, 2018, was deemed late, resulting in the court's refusal to consider their complaint.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertThis provision was cited in the reasoning regarding the fictional date of service which determined the expired deadline, justifying the non-admission.
This provision was cited in the reasoning regarding the start date of the appeal period, justifying the non-admission.
The dispositive orders the appellants to bear the court costs.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (6)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1C_362/2018
Urteil vom 11. Oktober 2018
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A. A.________ und B. A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Einwohnergemeinde Köniz, Direktion Planung und Verkehr,
Landorfstrasse 1, 3098 Köniz,
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern, Reiterstrasse 11, 3011 Bern,
Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland, Poststrasse 25, 3072 Ostermundigen.
Gegenstand
Bau- und Rodungsgesuch,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung,
vom 28. Mai 2018 (100.2017.298U).
Erwägungen:
1. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern hat am 28. Mai 2018 die Beschwerde von A.A.________ und B.A.________ abgewiesen. Mit Beschwerde vom 16. Juli 2018 beantragen A.A.________ und B.A.________, diesen Entscheid des Verwaltungsgerichts aufzuheben.
Das Rechtsamt der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion beantragt, die Beschwerde abzuweisen. Das Verwaltungsgericht und die Gemeinde Köniz beantragen, darauf nicht einzutreten.
2. Das Verwaltungsgericht führt in seiner Vernehmlassung aus, dass es gemäss Track&Trace-Auszug der Post sein Urteil vom 28. Mai 2018 am 29. Mai 2018 aufgegeben hat. Am 30. Mai 2018 wurde es den Beschwerdeführern zur Abholung bis zum 6. Juni 2018 gemeldet. Die Beschwerdeführer liessen die Abholfrist bis zum 13. Juni 2018 verlängern und erhielten das Urteil am 15. Juni 2018 zugestellt. Entgegen ihrer Auffassung begann die 30-tägige Beschwerdefrist indessen nicht am 16. Juni 2018 zu laufen, sondern am 7. Juni 2018, weil die Sendung nach der Zustellfiktion von Art. 44 Abs. 2 BGG als am siebenten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellversuch zugestellt gilt und nach Art. 44 Abs. 1 BGG die Beschwerdefrist am Tag danach zu laufen begann. Die Verlängerung der Abholfrist durch die Beschwerdeführer hat darauf keinen Einfluss, da es nicht in ihrem Belieben steht, auf diese Weise die gesetzliche Beschwerdefrist zu verlängern bzw. den Fristbeginn hinauszuschieben. Die am 16. Juli 2018 aufgegebene Beschwerde ist damit offenkundig verspätet, womit darauf im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tragen die Beschwerdeführer die Kosten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, der Einwohnergemeinde Köniz, der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern, dem Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 11. Oktober 2018
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Merkli
Der Gerichtsschreiber: Störi