Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1C_315/2025 KI-generiert

Appeal Dismissed for Insufficient Justification Against Refusal to Authorize Criminal Investigation

Geschäftsnummer 1C_315/2025
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Appeal Dismissed for Insufficient Justification Against Refusal to Authorize Criminal Investigation The complainant filed an appeal with the Federal Supreme Court against a decision by the President of the Indictment Chamber of the Canton of St. Gallen, which had refused to enter into authorization proceedings for a criminal investigation against current and former judicial and official personnel (judges, an animal welfare officer, a veterinary office employee, and police officers) on the grounds that the criminal complaint was manifestly querulous. The Federal Supreme Court dismissed the appeal without examining its merits, finding that the complainant failed to meet the justification requirements of Article 42 para. 2 of the Federal Supreme Court Act (BGG), as the submission did not engage with the reasoning of the challenged decision and merely made vague allegations about judicial protection of criminals and the purported invalidation of the criminal code by a cantonal order. The court concluded that the appeal was plainly querulous (Art. 42 para. 7 BGG) and therefore decided not to entertain the complaint in a simplified procedure (Art. 108 para. 1 BGG), also reserving the right to disregard similar future submissions from the complainant.

Legislator-Regeste

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Art. 388 Abs. 2 lit. c StPO, Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 42 Abs. 7 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG; Appeal Dismissed for Insufficient Justification Against Refusal to Authorize Criminal Investigation: Gallen, which had refused to enter into authorization proceedings for a criminal investigation against current and former judicial and official personnel (judges, an animal welfare officer, a veterinary office employee, and police officers) on the grounds that the criminal complaint was manifestly querulous. The Federal Supreme Court dismissed the appeal without examining its merits, finding that the complainant failed to meet the justification requirements of Article 42 para. 2 of the Federal Supreme Court Act (BGG), as the submission did not engage with the reasoning of the challenged decision and merely made vague allegations about judicial protection of criminals and the purported invalidation of the criminal code by a cantonal order. The court concluded that the appeal was plainly querulous (Art. 42 para. 7 BGG) and therefore decided not to entertain the complaint in a simplified procedure (Art. 108 para. 1 BGG), also reserving the right to disregard similar future submissions from the complainant.

Schlagwörter

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Ermächtigung Strafanzeige Anklagezulassung Verfahren vor dem Untersuchungsrichter Einrede der Verfassungswidrigkeit Beweislosigkeit vereinfachtes Verfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 BGG

Used to declare the appeal inadmissible in simplified procedure due to failure to meet pleading requirements.

Art. 42 Abs. 7 BGG

Cited implicitly in the reasoning justifying the non-admission of the appeal as obviously vexatious/querulatorisch, which relates to procedural grounds for dismissal.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Cited in the final order regarding the waiver of court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1C_315/2025

Urteil vom 1. Juli 2025

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Haag, Präsident,

Gerichtsschreiber Baur.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

*gegen*

1. B.________,

2. C.________,

3. D.________,

4. E.________,

5. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kantonspolizei St. Gallen,

Klosterhof 12, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegnerschaft,

Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen,

Untersuchungsamt St. Gallen,

St. Leonhard-Strasse 7, 9001 St. Gallen.

Gegenstand

Ermächtigung,

Beschwerde gegen die Verfügung des Präsidenten

der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 27. Mai 2025 (AK.2025.173-AP, AK.2025.174-AP, AK.2025.175-AP, AK.2025.294-AP, AK.2025.295-AP).

Erwägungen:

1. Mit Verfügung vom 27. Mai 2025 trat der Präsident der Anklagekammer des Kantons St. Gallen auf das Ermächtigungsgesuch betreffend Eröffnung eines Strafverfahrens gegen B.________ und C.________, ehemalige Richter am Kreisgericht See-Gaster und heutige Richter am Kantonsgericht St. Gallen, D.________, Tierschutzbeauftragter der politischen Gemeinde U.________, E.________, ehemaliger Mitarbeiter des Veterinäramts des Kantons St. Gallen, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kantonspolizei St. Gallen in sinngemässer Anwendung von Art. 388 Abs. 2 lit. c StPO nicht ein, da die neuerliche Strafanzeige von A.________ querulatorisch sei. Auf die Erhebung von Kosten verzichtete er. Im Weiteren wies er A.________ darauf hin, dass auf die Eröffnung von Ermächtigungsverfahren künftig formlos verzichtet werde, wenn weitere Strafanzeigen gleichen oder ähnlichen Inhalts eingehen sollten.

2. Mit Eingabe vom 5. Juni 2025 (Postaufgabe) erhebt A.________ beim Bundesgericht Beschwerde gegen die Verfügung des Präsidenten der Anklagekammer, auch wenn er sich dem Wortlaut nach an die Bundesanwaltschaft wendet. Es rechtfertigt sich deshalb, hinsichtlich seiner Eingabe ein Beschwerdeverfahren zu eröffnen.

Das Bundesgericht hat die Vorakten eingeholt. Es verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.

3.1. Nach Art. 42 Abs. 1 BGG haben Rechtsschriften die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe ergeben sich aus den Art. 95 ff. BGG. Erhöhte Anforderungen an die Begründung gelten, soweit die Verletzung von Grundrechten sowie von kantonalem und interkantonalem Recht gerügt wird (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Beschwerde muss sich wenigstens kurz mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzen; rein appellatorische Kritik reicht nicht aus. Genügt die Beschwerde den Begründungsanforderungen nicht, ist auf sie nicht einzutreten (BGE 140 V 136 E. 1.1; 138 I 171 E. 1.4).

3.2. Der Beschwerdeführer bringt in seiner Eingabe an das Bundesgericht zwar namentlich vor, die St. Galler Justiz versuche, "ihre Straftäter und Verbrecher mit Formalien zu schützen", und das Strafgesetzbuch könne durch eine kantonale Verfügung nicht ausser Kraft gesetzt werden. Er setzt sich mit der Begründung des angefochtenen Entscheids jedoch nicht ansatzweise auseinander und legt nicht und schon gar nicht konkret und im Einzelnen dar, inwiefern diese bzw. der angefochtene Entscheid Recht im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG verletzen soll. Die Beschwerde genügt den Begründungsanforderungen offensichtlich nicht. Sie ist überdies offenkundig querulatorisch (vgl. Art. 42 Abs. 7 BGG). Damit ist ohne Prüfung der weiteren Eintretensvoraussetzungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten. Das Bundesgericht behält sich im Weiteren vor, inskünftig ähnliche Eingaben des Beschwerdeführers formlos abzulegen.

4. Bei diesem Verfahrensausgang ist der Beschwerdeführer an sich kostenpflichtig; auf eine Kostenerhebung kann indes verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen (Art. 68 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Untersuchungsamt St. Gallen, und dem Präsident der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. Juli 2025

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Haag

Der Gerichtsschreiber: Baur